Kleiner Panda verlässt Hannover: Jungtier zieht nach Schweden
Nachwuchs aus Hannover wechselt im Zuchtprogramm in einen schwedischen Zoo.
HANNOVER (redu) – Der Kleine Panda „Rasma“ aus dem Erlebnis-Zoo Hannover wird in Kürze nach Schweden umziehen. Das rund zehn Monate alte Jungtier soll im Rahmen eines europäischen Zuchtprogramms künftig zur Erhaltung der stark gefährdeten Art beitragen.
Der Umzug ist Teil eines europaweiten Programms, das genetische Vielfalt sichern und stabile Populationen bedrohter Tierarten in Zoos aufbauen soll.
Im Erlebnis-Zoo Hannover verlässt mit dem Kleiner Panda „Rasma“ ein Jungtier seine Geburtsanlage. Nach rund zehn Monaten wird das Tier im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) an einen Zoo in Schweden abgegeben.
Geboren wurde „Rasma“ am 10. Juni 2025. Bei der ersten Untersuchung wog das Jungtier 353 Gramm und war kaum größer als eine Handfläche. Zunächst ging das Zoo-Team von einem männlichen Tier aus, später stellte sich jedoch heraus, dass es sich um ein Weibchen handelt.
In den folgenden Monaten entwickelte sich „Rasma“ schnell. Das Tier erkundete die Anlage, kletterte sicher und zeigte ein lebhaftes Verhalten, ähnlich wie seine Mutter.
Wechsel im Zuchtprogramm
Mit zunehmendem Alter erfolgt nun die Trennung vom Muttertier. Über das EEP wurde ein passender Partner in Schweden gefunden. Ziel ist es, langfristig für Nachwuchs zu sorgen und die Population der Kleinen Pandas in menschlicher Obhut genetisch stabil zu halten.
Bedrohte Tierart im Fokus
Der Kleine Panda gilt laut Internationaler Union zur Bewahrung der Natur als stark gefährdet. In seinem natürlichen Lebensraum im Himalaya ist die Art vor allem durch Lebensraumverlust bedroht.
Zoo-Kurator Robin Walb betont die Bedeutung des Programms. Ziel sei es, gesunde und genetisch vielfältige Tierbestände aufzubauen. Der Abschied falle schwer, sei aber ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.




