33-Jähriger kollabiert bei Entlassung aus Polizeigewahrsam
Einsatz in Vahrenwald endet mit medizinischem Notfall in der Waterloostraße.
HANNOVER (redu) – Ein 33-jähriger Mann ist am frühen Montagmorgen, 02.02.2026, im Polizeigewahrsam in der Waterloostraße bewusstlos geworden. Der Mann hatte sich zuvor nach einem Einsatz in Vahrenwald im Gewahrsam befunden und musste nach einem plötzlichen Zusammenbruch medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Vorfall ist für die Stadt von Bedeutung, da er sich im Zusammenhang mit einer polizeilichen Gewahrsamsmaßnahme ereignete und umfangreiche Rettungsmaßnahmen innerhalb einer Polizeiliegenschaft erforderlich machte.
Die Polizei war gegen 02:40 Uhr zu einem Einsatz im Stadtteil Vahrenwald gerufen worden. Hintergrund waren Streitigkeiten im häuslichen Umfeld sowie eine Sachbeschädigung. Vor Ort sprachen die Einsatzkräfte gegen den 33-Jährigen einen Platzverweis aus, dem er trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachkam.
Da der Mann den Platzverweis verweigerte, sollte er in das Polizeigewahrsam Hannover gebracht werden. Bei der Ingewahrsamnahme leistete er Widerstand. Die eingesetzten Kräfte setzten einfache körperliche Gewalt ein, um die Maßnahme durchzusetzen. Dabei zog sich der Mann leichte Verletzungen zu.
Ein hinzugezogener Rettungswagen überprüfte den Gesundheitszustand des 33-Jährigen. Nach Angaben der Polizei war zu diesem Zeitpunkt keine weitere Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Ein Arzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes, der anschließend in Gewahrsam verblieb.
Vorfall bei geplanter Entlassung
Gegen 06:00 Uhr sollte der Mann aus dem Gewahrsam entlassen werden. In der Ausgangsschleuse der Polizeiliegenschaft an der Waterloostraße weigerte er sich erneut, das Gebäude zu verlassen. Als Einsatzkräfte ihn durch Schieben aus der Schleuse bringen wollten, leistete er wieder Widerstand.
Zusammenbruch in der Ausgangsschleuse
Während dieser Situation krampfte der 33-Jährige plötzlich und verlor das Bewusstsein. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit Reanimationsmaßnahmen und alarmierten den Rettungsdienst. Zusätzlich unterstützten zwei Polizeibeamte mit rettungsmedizinischer Qualifikation die Maßnahmen, bis ein Rettungswagen und ein Notarzt eintrafen und die Versorgung übernahmen.
Der Mann wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht und verblieb dort zur weiteren Behandlung. Die Polizei hat Ermittlungen zum Gesamtgeschehen aufgenommen. Nach aktuellem Stand liegen keine Hinweise auf strafbare Handlungen oder unverhältnismäßige Zwangsanwendungen durch die eingesetzten Kräfte vor.




