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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Stadt öffnet neues Bürgeramt Schützenplatz – HannoverServiceCenter© BG-PRESS.de

Stadt öffnet neues Bürgeramt Schützenplatz

2. Juni 2020/in Hannover

Hannover. Die Landeshauptstadt Hannover öffnet an diesem Mittwoch (3. Juni) ein neues Bürgeramt im Hannover-Service-Center, Am Schützenplatz 1. Es kompensiert den vorläufigen Ausfall der Bürgerämter Döhren und Ricklingen. Diese beleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise hat die Stadt die Arbeitsweise der Bürgerämter grundlegend verändern müssen. Wesentlich ist dabei, die Abstandsregeln in den Wartebereichen, auf den Laufwegen und an den Bedien- und Arbeitsplätzen umzusetzen und dafür Hygienewände oder Spuckschutzvorrichtungen zu installieren.

In den Bürgerämtern Döhren und Ricklingen lassen sich aufgrund der räumlichen Situation diese Änderungen nicht hinreichend umsetzen. Durch die Installation von Hygienewänden würden dort nicht genügend Bedienplätze für die Kund*innen geschaffen werden können, um einen sinnvollen Betrieb zu organisieren. Vor diesem Hintergrund bleiben die beiden Bürgerämter mindestens bis zum 31. August 2020 geschlossen.

Um die Schließungen zu kompensieren, öffnet die Landeshauptstadt übergangsweise ein zusätzliches Bürgeramt am Schützenplatz. In dem modernen Verwaltungsbau waren bereits Räume für ein Bürgeramt vorgesehen. So konnte dort mit vergleichsweise geringem Aufwand ein neues Bürgeramt eingerichtet werden, das den neuen Anforderungen gerecht wird.

Im Bürgeramt Schützenplatz können – wie in allen anderen Bürgerämtern – derzeit Anliegen nur mit Termin erledigt werden. Bürger*innen können Termine am besten online unter www.Bürgeramt-Hannover.de oder telefonisch unter 0511 168 32000 vereinbaren. Ein spontaner Besuch der Bürgerämter ist aktuell nicht möglich. Nur so lassen sich enge Wartesituationen in und vor den Bürgerämtern, insbesondere in den Wartebereichen, vermeiden. Die Stadt hat das Angebot an Dienstleistungen, die online oder schriftlich beantragt werden können, in den vergangenen Wochen ausgebaut, so dass für viele Anliegen kein persönlicher Besuch der Bürgerämter notwendig ist. Informationen über diese Dienstleistungen sind ebenfalls unter www.Bürgeramt-Hannover.de zu finden.

Grundsätzlich haben die Einwohner*innen die Möglichkeit, ihre Anliegen in allen Bürgerämtern der Stadt – unabhängig vom Wohnort – zu erledigen.

Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410643© BG-PRESS.de

Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee

1. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Heute Mittag kam es aus ungeklärten Gründen zu einem Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes in der Hamburger Allee (Hannover-Oststadt). Personen wurden nicht verletzt.

Um ca. 12:15 Uhr meldeten mehrere Anrufer den Brand auf einem Flachdach in der Hamburger Allee. Die Regionsleitstelle entsandte daraufhin zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Hannover, Ortsfeuerwehr Kirchrode und den Rettungsdienst.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung auf dem Dach wahrnehmbar. Zusätzlich zu den beiden, dem Löschzug zugehörigen Drehleitern, wurde eine dritte Drehleiter angefordert. Schnell stellte sich heraus, dass ca. 30 m² Flachdach in Flammen standen. Erschwerend war das Feuer schon in die vorgehängten Fassadenteile gezogen.

Die Brandschützer begannen umgehend mit einem massiven Löschangriff. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen auf das Dach vor. Ihnen gelang es, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung auf die darunter befindlichen Büros zu verhindern. Nach ca. 20 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlösch- und Kontrollarbeiten dauern aktuell noch an.

Die Schadenhöhe kann seitens der Feuerwehr nicht beziffert werden. Zur Klärung der Brandursache hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 52 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort.

Nachtrag vom 02.06.2020 (Polizei Hannover):

Am Pfingstmontag, 01.06.2020, gegen 12:00 Uhr ist es zu einem Brand an einem fünfgeschossigen Bürogebäude an der Hamburger Allee in der hannoverschen Oststadt gekommen. Durch das Feuer sind sowohl das Flachdach, die Fassadenkonstruktion, als auch diverse Fenster beschädigt worden. Personen wurden nicht verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen geriet am Pfingstmontag, 01.06.2020, gegen 12:00 Uhr ein fünfgeschossiges Bürogebäude an der Hamburger Allee in der hannoverschen Oststadt in Brand. Ein Zeuge entdeckte die Rauchentwicklung und verständigte die Feuerwehr. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer zu löschen. Das Flachdach, die Fassadenkonstruktion und diverse Fenster wurden dabei beschädigt. Personen befanden sich aufgrund des Feiertages nicht im Gebäude.

Die Brandermittler waren bereits vor Ort und stellten fest, dass sich offensichtlich die Dämmung des Gebäudes hinter der Metallfassade im Anschlussbereich zum Flachdach selbstentzündet hatte. Der entstandene Schaden beträgt 75.000 Euro.

  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410705
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410693
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410711
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag
  • Symbolbild Feuerwehr
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410678
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410674
    Vom Dach aus werden Teile der Fassade abgenommen um Brandnester zu finden © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410672
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410666
    Lagebesprechung bei der Feuerwehr © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410659
    Der Rettungsdienst steht vorsichtshalber bereit © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410657
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410649
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410647
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410643
    Zum Teil muss die Aussenverkleidung abgenommen werden © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410641
    Gleich zwei Drehleitern waren im Einsatz © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410638
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
  • Feuer auf einem Flachdach eines Bürogebäudes an der Hamburger Allee – BGPress 1410636
    Feuerwehreinsatz an der Hamburger Allee in Hannover am Pfingstmontag © Bernd Günther (BG-PRESS.de)
FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – TitelBGPress 1410610Mit ca. 700 Teilnehmer*innen auf dem Fahrrad demonstrierte heute FridayForFuture in Hannover © Bernd Günther

FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover

29. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER (bg). FridaysForFuture Hannover setzte mit einer Fahrraddemo am heutigen Freitag die Proteste für mehr Klimaschutz weiter fort. Mit rund 1.000 Teilnehmer*innen auf dem Fahrrad, die allerdings teilweise nicht die gesamte Strecke mitfuhren, war es sogar die größte  Demo im Bundesgebiet für die FridaysForFuture-Bewegung am heutigen Freitag.

Es war die erste Aktion dieser Art seit dem Corona-Ausbruch. Lou Töllner sagte gleich zu Anfang vor der kleinen Kundgebung auf dem Opernplatz, dass es schwierig sei, bei den derzeitigen Auflagen und Kontaktbeschränkungen überhaupt Demos zu planen. So entschied sich FridayForFuture für eine klimaschonende Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover.

Anlass sind die Pläne zur Abwrackprämie und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verkehrswende.

„Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, wirken lange nach. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir bei dem Weg aus dieser Krise die Klimakrise mitbedenken und dementsprechend handeln. Eine Kaufprämie für Verbrenner ist da eindeutig der falsche Weg.“, sagt Lou Töllner von FridaysForFuture.

„Stattdessen muss nachhaltige Mobilität (wie zum Beispiel das Fahrrad) besser gefördert werden. Auch Belit Onay kann hier erste Schritte zu seinem Versprechen einer Autofreien Innenstadt gehen“, so die Sprecherin.

„Damit wir den Klimawandel noch aufhalten können, müssen wir die Weichen jetzt in die richtige Richtung stellen. Milliarden Euro Steuergelder, die nicht an Umweltauflagen geknüpft sind und das Pariser Klimaabkommen ignorieren, lassen den Zug allerdings entgleisen.“ erklärte Martin Kapp.

Der Leiter des Einsatzes von der Polizei, Dirk Hallmann, war offenkundig zufrieden mit der Organisation und dem Verlauf: „Es war eine friedliche Demo. Die Teilnehmer*innen haben sich an die Abstandsregeln gehalten und Mundschutz getragen. Wir hatten keinerlei Zwischenfälle.“ Die Polizei gab die Teilnehmerzahl mit 600 an.

Die Polizei beteiligte sich ebenfalls am Klimaschutz, indem sie mit ihren acht neuen Elektrokrädern, die erst vor kurzem in Dienst gestellt wurden, die Strecke der Fahrraddemo absicherte.

  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410546
    Die Sprecherin von FridayForFuture Hannover, Lou Töllner © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410554
    Vor dem Beginn wurden alle Teilnehmer*innen auf die besonderen Regelungen unter den Corona-Bedingungen hingewiesen © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410556
    Kurze Kundgebung von FridayForFuture am Opernplatz © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410559
    Die Polizei setzte das erste Mal ihre neuen acht Elektrokräder zur Verkehrslenkung ein @ Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410577
    Eine normales Krad (hinten) und das neues Elektrokrad der Polizei © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410590
    Vom Opernhaus ging es über den Aegi rund um die Innenstadt bei der Fahrraddemo © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410592
    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410609
    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
  • FridayForFuture-Fahrraddemo rund um die Innenstadt von Hannover – BGPress 1410606
    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
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    Fahrraddemo von FridayForFuture rund um die Innenstadt von Hannover © Bernd Günther
Die Johanniter starten nach Corona-Pause wieder Erste-Hilfe-Kurse – BGPRESS Erste Hilfe Kurs 1 Bert LöwenherzDie Johanniter starten wieder ihre Erste-Hilfe-Kurse © Bert Löwenherz / Johanniter

Die Johanniter starten nach Corona-Pause wieder Erste-Hilfe-Kurse

29. Mai 2020/in Hannover

Hannover. Nach der Corona-Pause wird die Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Johannitern in der Stadt und Region Hannover sowie den Landkreisen Schaumburg, Nienburg/Weser und Heidekreis ab dem 2. Juni wiederaufgenommen. Pandemiebedingt wird sich in den Kursen einiges ändern. Die Neuerungen wirken sich aus auf die Teilnehmerzahl, die Ausstattung der Örtlichkeiten sowie auf Lehrinhalte, die angepasst und erweitert werden mussten.

„Es muss gewährleistet sein, dass sich die Teilnehmenden in einer geschützten Lernumgebung aufhalten“, sagt Rolf Princk, Regionalausbildungsleiter der Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte. „Wir sorgen in unseren Räumen durch eine verringerte Teilnehmerzahl und intensivierte Desinfektion für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen wie zum Beispiel die Abstandswahrung. Bei Kursen für Ersthelfer in Betrieben müssen die Rahmenbedingungen im Voraus individuell geprüft und festgelegt werden.“ Das bedeute zwar mehr Aufwand in der Vorbereitung, sei zum Schutz der Teilnehmenden aber unerlässlich, so Rolf Princk. Die Johanniter bitten alle Teilnehmenden der Erste-Hilfe-Kurse darum, sich nicht nur einen Mund-Nasen-Schutz, sondern auch eigenes Schreibmaterial mitzubringen, um ein Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Um eine sichere Erste-Hilfe-Ausbildung in Corona-Zeiten zu gewährleisten, stehen gleich zu Kursbeginn Hygienemaßnahmen im Fokus. Neben den Abstandsregeln, dem richtigen Händewaschen und der Händedesinfektion sind die Husten-Nies-Etikette sowie das korrekte Tragen von Mund-Nasen-Schutz und der Gebrauch von Beatmungsmasken wichtige Themen. Im Verlauf des Kurses wird die Atemspende bei einer Reanimation situationsangepasst vermittelt. Gleiches gilt für das Anlegen eines Druckverbandes, das Teilnehmer nicht wie sonst an einem Partner, sondern am eigenen Oberschenkel üben.

Für Ersthelfer in Betrieben sind die zusätzlichen Lerninhalte von doppelter Bedeutung, einerseits zur Eigensicherung und andererseits, um auf Pandemie-Situationen vorbereitet zu sein. Die Unterweisung für Betriebshelfer umfasst den Umgang mit Schutzausrüstungen, die Unterscheidung zwischen Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Masken, dem hygienischen Handeln und der sicheren Schutzausstattung. Rolf Princk: „Wir wollen die Ersthelfer in ihren Betrieben für aktuelle und zukünftige Herausforderungen fit machen.“

Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – Titelbild Brand Werkstatt

Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter

28. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER. In der Halle eines Autoverwerters im Stadtteil Hannover-Hainholz kam es am heutigen Donnerstagnachmittag zu einem Feuer an einem zur Verwertung vorgesehenen PKW. Zwei Personen wurden verletzt.

Gegen 15:30 Uhr wurde die Regionsleitstelle Hannover durch Mitarbeiter eines Autoverwertungsbetriebs in die Mogelkenstraße alarmiert. Hier war es an einem zur Verwertung vorgesehenen PKW durch Demontagearbeiten zu einem Feuer gekommen. Zunächst versuchte ein 51 Jahre alter Mitarbeiter, die Flammen mit mehreren Pulverfeuerlöschern zu bekämpfen. Das Feuer hatte aber bereits auf den gesamten PKW (Mercedes SLC) übergegriffen. Bei diesem Löschversuch hat sich der Mann mit Rauchgasen vergiftet und wurde nach der notärztlichen Behandlung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert. Eine ca. 25 Jahre alte Mitarbeiterin verletzte sich nur leicht und verblieb nach ambulanter Untersuchung vor Ort. Durch einen schnell mit mehreren Rohren eingeleiteten Löschangriff wurde die drohende Brandausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindert.

Aktuell sind die Einsatzkräfte noch dabei, Glutnester in der Zwischendecke der Werkstatthalle zu löschen.

Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von 250.000 Euro. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit rund 35 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen im Einsatz.

  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410499
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410501
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410502
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410510
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410517
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410521
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – BGPress 1410524
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Bernd Günther
  • Zwei Verletzte bei PKW-Brand in Halle von Autoverwerter – DSC 4282 Bildgröße ändern
    Fahrzeugbrand in einer Werkstatt in Hainholz © Lothar Schulz
Eistorte zum Abschied – BGPRESS Zum Abschied gab es für Charlotte eine leckere Eistorte Erlebnis Zoo

Eistorte zum Abschied

28. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER. Mit einer großen Eistorte aus gefrorenen Äpfeln, Nüssen, Rosinen und Weintrauben verabschiedete sich der Erlebnis-Zoo Hannover von Eisbärin Charlotte. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) reiste das fünfjährige Weibchen gestern in den Zoo Karlsruhe, wo es später Eisbär-Männchen Blizzard treffen wird.

Charlotte kam im Frühjahr 2019 aus dem Tiergarten Nürnberg nach Hannover und eroberte abwechselnd mit den Eisbären Sprinter und Milana das Eisbärenreich in Yukon Bay. Als Milana Mutter wurde, wurde über das EEP ein neues Zuhause für Charlotte mit einem Partner gesucht. Gefunden wurde es im Zoo Karlsruhe. Blizzard, Charlottes künftiger Partner, ist ebenfalls neu in Karlsruhe – er stammt aus dem Tierpark Hagenbeck.

Ihre Abschieds-Eistorte ließ sich die Bärin ausgiebig schmecken. Mit einem Hechtsprung ins Wasser, schnappte sie sich die 5-Kilo-Torte, schob sie auf den Felsen in der Meeresbucht und zerlegte den Eisblock Stück für Stück.

Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410488

Alte Stadtbahn brennt

28. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER. Auf dem Gelände eines Metallrecyclingbetriebs im Stadtteil Hannover-Brink Hafen kam es am heutigen Donnerstagmorgen zu einem Feuer in einem ausrangierten Stadtbahnwagen der ÜSTRA. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 07:30 Uhr wurde die Regionsleitstelle Hannover durch Mitarbeiter eines Recyclingbetriebs über einen brennenden Stadtbahnwagen der Baureihe TW 6000 informiert. Bei Zerlegungsarbeiten an diesem Fahrzeug kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Feuer. Zunächst versuchten die Mitarbeiter selbst, das Feuer mit mehreren Handfeuerlöschern zu bekämpfen, was aber misslang. Als die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichten, brannte dort der Wagen in voller Ausdehnung. Durch einen schnell eingeleiteten Löschangriff mit mehreren Rohren konnte die drohende Brandausbreitung auf einen zweiten Wagen unterbunden werden.

Durch die beim Einsatz vorherrschende Windrichtung aus Nordwest wurde die anfänglich starke Rauchentwicklung als Geruchsbelästigung wahrnehmbar bis in die Innenstadt getragen. Es bestand aber zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.

Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit rund 25 Einsatzkräften und 9 Fahrzeugen im Einsatz.

  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410463
    Brandeinsatz auf einem Schrottplatz im Brinker Hafen © Bernd Günther
  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410493
    Die Wasserentnahme erfolgte in unmittelbarer Nähe über das Hafenbecken © Bernd Günther
  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410479
    Feuerwehreinsatz Am Brinker Hafen © Bernd Günther
  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410483
    Feuerwehreinsatz Am Brinker Hafen © Bernd Günther
  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410486
    Die Feuerwehr setze Schaum zur Brandbekämpfung ein © Bernd Günther
  • Alte Stadtbahn brennt – BGPress 1410491
    Die ausgebrannte alte Stadtbahn auf einem Schrottplatz Am Brinker Hafen © Bernd Günther
Eröffnung der hannoverschen Freibäder am Freitag unter Pandemiebedingungen – Schwimmbad

Eröffnung der hannoverschen Freibäder am Freitag unter Pandemiebedingungen

27. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER. Das wird unsere Leser freuen. Die städtischen Freibäder in Hannover starten ab Freitag (29. Mai) ihre Badesaison. Somit steht einem Badespaß bei passendem Wetter zu Pfingsten nichts mehr im Wege. Allerdings gilt es einige  Regeln zu beachten, die die Stadt Hannover ihren Bürger*innen mitteilt. Der Schwimmspaß zum Beispiel nur nach vorheriger Online-Registrierung. Mal einfach schnell zum Baden fahren geht in Zeiten von Corona leider im Moment nicht.

Die städtischen Freibäder – Lister, Misburger und Ricklinger Bad – starten am Freitag (29. Mai) um 8 Uhr in die Saison. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde hierfür ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, das eine Reihe von Zugangsregelungen und Verhaltensvorgaben enthält. Wesentliche Bestandteile sind eine Online-Zugangsregulierung sowie bestimmte Zeitkorridore, für die ein Badbesuch reserviert werden kann. Nach Ende eines Zeitfensters für den öffentlichen Badebetrieb müssen die Bäder für eine Stunde für notwendige Reinigungsarbeiten geschlossen werden. Zudem ist die zulässige Personenzahl begrenzt. Daneben gelten in allen Bereichen der Schwimmbäder die inzwischen üblichen Hygiene- und Abstandsregeln, auch in den Schwimmbecken. Die Eintrittspreise bleiben unverändert und gelten für das jeweils gebuchte Zeitfenster. Das Naturbad Hainholz öffnet wie gewohnt später – voraussichtlich am 8. Juni.

Die Außenduschen sind in Betrieb, die Duschen und Umkleidekabinen stehen nicht zur Verfügung. Umziehmöglichkeiten bieten Einzelkabinen und Paravents. Die Toilettenanlagen stehen zur Verfügung. Alle Wasserattraktionen, Rutschen, Sprungtürme, Startblöcke und Planschbecken sind aus Hygienegründen und zur Abstandswahrung gesperrt. Kindern unter 14 Jahren ist der Zutritt nur in Begleitung von Erwachsenen gestattet. Der Verleih von Schwimmflügeln, -brillen, -brettern und -nudeln sowie Tauchringen ist aus Hygienegründen nicht möglich.

Vor dem Badbesuch ist eine Online-Reservierung mit Angabe persönlicher Daten unter www.reservierung-baeder-hannover.de erforderlich. Die maximale Zahl der Schwimmer*innen die gleichzeitig im Becken erlaubt sind, ist begrenzt. Wenn diese erreicht ist, ist weiterer Zugang erst möglich, wenn eine Person das Becken verlässt. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis dafür, dass der Badebetrieb derzeit nur unter diesen eingeschränkten Bedingungen möglich ist.

Die Öffnungszeiten, „Schwimm-Slots“ und Kapazitäten der Freibäder im Einzelnen:

Lister Bad

Montag bis Freitag:

  • 6 bis 10 Uhr: öffentlicher Badebetrieb (am 29. Mai erst ab 8 Uhr geöffnet)
  • 10 bis 11 Uhr: Reinigung
  • 11 bis 17 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 17 bis 18 Uhr: Reinigung
  • 18 bis 20.30 Uhr: öffentlicher Badebetrieb oder Vereinstraining (dienstags und donnerstags)

Sonnabend und Sonntag/Feiertag:

  • 8 bis 11 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 11 bis 12 Uhr: Reinigung
  • 12 bis 20 Uhr: öffentlicher Badebetrieb

Gesamtkapazität: 960 Personen; Schwimmbecken 64, Sprungbecken 43 und Nichtschwimmerbecken 72, Liegewiese 781 Personen

Misburger Bad

Montag bis Freitag:

  • 6.30 bis 10 Uhr: öffentlicher Badebetrieb (am 29. Mai erst ab 8 Uhr geöffnet)
  • 10 bis 11 Uhr: Reinigung
  • 11 bis 17 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 17 bis 18 Uhr: Reinigung
  • 18 bis 20 Uhr: öffentlicher Badebetrieb oder Vereinstraining (montags und donnerstags)

Sonnabend und Sonntag/Feiertag:

  • 8 bis 11 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 11 bis 12 Uhr: Reinigung
  • 12 bis 20 Uhr: öffentlicher Badebetrieb

Gesamtkapazität: 753 Personen; Schwimmbecken 31, Nichtschwimmerbecken 28, Liegewiese 694 Personen

Ricklinger Bad

Montag bis Freitag:

  • 7 bis 10 Uhr: öffentlicher Badebetrieb (am 29. Mai erst ab 8 Uhr geöffnet)
  • 10 bis 11 Uhr: Reinigung
  • 11 bis 17 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 17 bis 18 Uhr: Reinigung
  • 18 bis 20 Uhr öffentlicher Badebetrieb oder Vereinstraining (montags und mittwochs bis 20.30 Uhr)

Sonnabend und Sonntag/Feiertag:

  • 7 bis 11 Uhr: öffentlicher Badebetrieb
  • 11 bis 12 Uhr: Reinigung
  • 12 Uhr bis 20 Uhr: öffentlicher Badebetrieb

Gesamtkapazität: 800 Personen; Schwimmbecken 64, Nichtschwimmerbecken 53, Liegewiese 683 Personen

Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410370

Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf

27. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER (bg). Vor zwei Wochen berichteten wir in einer Reportage über die Probleme in den Ballett- und Tanzschulen während der strikten Kontaktsperre. Damals zeigten wir die Möglichkeiten des digitalen Livetrainings mit den beiden Tanzpädagoginnen  Nadine Campbell und Kirsten Eilmes.

Seit Montag darf wieder auch Indoor in den Ballettschulen unterrichtet werden. Die Auflagen sind umfangreich und teilweise schwierig umzusetzen. Laufwege müssen geplant werden und die Studioräume besitzen plötzlich abgeklebte Trainingsbereiche für die Schüler*innen der beiden begeisterten Trainerinnen.

In einem Interview haben wir sie und ihre Schüler*innen an dem ersten Trainingstag nun mit einem Bildbericht begleitet. Es waren alle Altersgruppen vertreten und man merkte ihnen an, wie sehr sie sich auf den Tag der Wiederaufnahme des Trainings gefreut hatten. Auch den Trainerinnen spürte man die Begeisterung förmlich an. Man wollte wieder starten… etwas für die tänzerische Ausbildung seiner Schüler*innen unternehmen.

Wir stellten Kirsten Eilmes (47), der Chefin der Ballettschule FUN-KEY Dance & Theatre aus Hannover, sowie Nadine Campbell (37), die ebenfalls auch in Celle die Tanzschule BODY TALK mit ihrem Vater John Campbell leitet, einige Fragen.

Wie haben Sie sich auf die Wiederinbetriebnahme ihrer Tanzschule vorbereitet und welche Arbeiten waren nötig?

Kirsten Eilmes hierzu: „Wochenlang habe ich verfolgt wann wir wieder aufmachen dürfen und vor allem mit welchen Auflagen. Als in NRW die Tanzschulen wieder öffneten, bin ich tagelang durch die Schule gegangen und habe Ideen für ein Hygiene-Konzept entwickelt. Glücklicherweise hatten wir noch Stellwände des Bühnenbilds unseres Musicals DAS VERLORENE LICHT. Damit habe ich den Durchgangsbereich aufgeteilt um ein Einbahnstraßen-System zu errichten damit sich die Gruppen, die kommen und gehen, nicht begegnen. Hinweisschilder mussten konzipiert, ausgedruckt und aufgehängt werden. Pfeile und Abstandsplätze im Wartebereich auf den Boden geklebt, sowie Begrenzungsfelder in den Ballettsälen. Die Jagd auf Desinfektionsmittel kostete ebenfalls Nerven, aber am Ende weiß man ja, wofür man es tut. Ich will endlich wieder meiner Berufung folgen. Über das Tanzen findet man sich selbst und die kleinen und großen Menschen, die hier im Fun-Key ein und aus gehen, spüren das!

Das Herrichten meiner Ballettschule hat tatsächlich mehrere Tage und auch Geld gekostet, doch die Sicherheit aller geht vor. On Top hatte ich noch ein Wertmarken-System entwickelt für alle verlorenen Stunden. Das musste natürlich auch noch vorbereitet werden.“

Auch Nadine Campbell hatte ordentlich in der Anlaufphase zu tun: „Die Hygiene Vorschriften waren zu allererst ein Puzzle welches man für jede Tanzschule entsprechend ihrer Räumlichkeiten und Stundenpläne individuell zu lösen galt. Es wurden Infos, verteilt, gedruckt, Plätze ausgemessen, beklebt informiert etc. Vor allem mussten neben dem organisatorischen viele Gespräche mit Kunden geführt werden, um einen gemeinsamen Start schaffen zu könne, denn man ist abhängig von der aktiven Mitarbeit jedes Einzelnen.“

Wie haben Sie den ersten Tag nach dem Lockdown als Trainerin empfunden? Welche Gefühle hat das bei Ihnen persönlich ausgelöst?

Kirsten Eilmes antwortete darauf: „Ich war gut vorbereitet auf das Vermitteln der Hygiene-Regeln, nur leider blieb kaum Zeit meinen Unterricht vorzubereiten. Doch als die ersten Schüler da waren, lief alles wie von selbst. Es war so eine Zufriedenheit zu bei den Tänzer*innen zu spüren. Endlich sich und vor allem die anderen wieder wahrnehmen und sich von der Gruppe tragen lassen. Das hat man nur im Ballettsaal.“

Vorsichtig aber mit Freude, so Nadine Campbell: „Man beginnt den Einstieg in den Unterricht mit einer gewissen Vorsicht, da man alle richtig machen möchte. Doch endlich wieder Unterricht zu erleben und seinen Schülern wieder in die Gesichter schauen zu können und sie zu bewegen ist unbezahlbar. Pure Freude, auch wenn man gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen muss, ist es eine Erleichterung wieder tanzen zu dürfen.“

Welche Erfahrungen und Beobachtungen haben Sie bei ihren Schüler*innen beim ersten Training gemacht?

Kirsten Eilmes kennt ihre Schüler: „Obwohl sich einige Schüler zuhause fit gehalten haben und auch Online Training mitgemacht haben ist viel verloren gegangen. Es ist halt nicht das gleiche wie Präsenzunterricht. Balance, Kraft und Technik sind verlorengegangen und man muss wieder ein paar Stufen tiefer ansetzen. Dennoch ist eine enorme Motivation bei allen zu spüren und ich denke, das wird es ganz schnell wieder wettmachen.“

Nadine Campbell hat das erste Training nach der Kontaktsperre hautnah als Trainerin miterlebt: „Bei den Jüngeren Mitgliedern herrscht eine gewisse Unsicherheit, da es neue Umstände sind, an die sich die Kinder erst gewöhnen müssen. Die Erwachsenen hingegen haben eine andere Reife und können somit mit anderen Grundvoraussetzungen in den Unterricht starten. Körperlich sind erfreulicherweise mehr als erhofft im Training geblieben. Balance und Kraft haben abgenommen, das war jedoch zu erwarten und stellt kein großes Problem da, denn nach wenigen Wochen gewöhnt sich der Körper erneut an die tänzerische Belastung. Wer mal einen Gips tragen musste, weiß wovon ich spreche. Wurde die Muskulatur 6 Wochen nicht beansprucht, minimiert sich der Muskel und seine Kraft schwindet, es braucht Zeit und etwas Geduld, um ihn wiederaufzubauen.“

Was sind ihre größten Befürchtungen oder Ängste nach der nun möglichen Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes?

Kirsten Eilmes hat einige Sorge: „Ich befürchte, dass einige in der Lethargie ihres Social Distancing hängen bleiben und es nicht schaffen, sich wieder aufzuraffen, obwohl es ihnen guttäte. Es könnte zu einer Kündigungswelle führen. Außerdem kommen wir gerade geschäftlich sowieso in das Sommerloch, wo kaum neue Mitglieder kommen, doch die Mitgliederzahl schwindet unaufhörlich durch noch laufende Kündigungen. Meine ganz persönliche Angst ist aber, dass sich ein Corona-Verdachtsfall ereignet und die Ballettschule dann wieder schließen muss. Wie auch immer, alles kommt, wie es kommt und ich bin dankbar, dass ich endlich wieder der Arbeit nachgehen kann, die ich so liebe.“

Nadine Campbell fürchtet um einen Teil ihrer Kunden: „Leider hat sich der Kundenstamm verringert und einige Kunden kommen aus Angst vor dem Risiko sich anstecken zu können noch nicht wieder in den Unterricht. Ich erhoffe mir, dass sich das Legen wird und wir bald wieder stabile Zahlen haben, einen guten Trainingsstand haben, um bald wieder künstlerisch einsatzbereit zu sein. Ich hoffe, dass sich die Unsicherheit legen wird und wir wieder in den grünen Bereich kommen, der Anfang ist gemacht, darauf müssen wir nun aufbauen.“

In den vier Stunden Begleitung bei den ersten Trainingseinheiten, quer durch die Altersgruppen, hat man nur begeisterte Gesichter gesehen. Aber gerade bei den Kleineren merkte man auch deutlich, sie müssen sich erst an ihren neuen „Alltag“ mit den Einschränkungen gewöhnen. Erstaunlich war, ob Kind oder Erwachsener, niemand hatte Probleme oder fehlendes Verständnis für die vielen neuen Vorgaben. Unser Corona-Alltag ist ein Stück weit in unser Bewusstsein getreten und wird, vielleicht auch ein klein bisschen widerwillig, zur Realität.

  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410432
    Dort merkt man, wer auch während der Kontaktsperre fleissig trainiert hat © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410364
    Endlich wieder Balletttraining © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410324
    Händedesinfektion gilt auch für die Kleinsten © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410325
    Überall weisen Hinweisschilder in der Ballettschule auf die Einhaltung bestimmter Vorgaben hin © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410326
    Getrennte Laufwege für die Schüler*innen © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410331
    Im Ballettsaal gibt es plötzlich abgeklebte Trainingsbereiche pro Schüler © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410334
    Die Maske nicht vergessen © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410339
    Die kleinsten Ballettratten starten mit ihrer Trainerin Nadine Campbell @ Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410347
    Kirsten Eilmes hat eine kleine Überraschung für ihre Schüler*innen © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410349
    Letzte Arbeiten im großen Ballettsaal durch Kirsten Eilmes © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410351
    Jeder bleibt auf seiner Matte beim Betreten des Ballettsaals.
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410390
    Im großen Ballettsaal trainiert der Dozent für Ballett Erwachsene, Modern Jazz und Modernes Ballett Kids Loris Zambon © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410392
    Auch Loris Zambon freut sich, wieder seine Schüler*innen zu trainieren © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410395
    Dehnungsübungen vor dem Training © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410407
    Auch an der Ballettstange gilt Abstandhalten © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410416
    Der Tänzer Loris Zambon unterrichtet die fortgeschrittenen Balletttänzerinnen
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410421
    Kontrolle über die Spiegelwand © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410422
    Jede Pose soll wieder sitzen © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410442
    Nadine Campell schaut genau hin, ob alle ihre Schüler langsam wieder fit werden © Bernd Günther
  • Wenn es endlich wieder an die Ballettstange gehen darf – BGPress 1410450
    Zum Abschluss des Tages dürfen auch die Großen wieder mit Nadine Campbell trainieren © Bernd Günther
Umsetzung des Modellprojekts „Ampelmenschen“ als Zeichen für Vielfalt – Ampelmaennchen

Umsetzung des Modellprojekts „Ampelmenschen“ als Zeichen für Vielfalt

27. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER. Die Landeshauptstadt Hannover installiert am Donnerstag (28. Mai) anlässlich des kurz darauffolgenden Christopher Street Days am 31. Mai an vier ausgewählten Ampeln in der Innenstadt in den grünen Fußgängersignalgebern neue Signalgeberscheiben mit unterschiedlichen Paaren von Ampelmenschen (Mann und Frau, Frau und Frau sowie Mann und Mann). Mit diesem Modellprojekt soll ein Zeichen für eine offene Stadt und ein wichtiges Signal für ein vielfältiges Miteinander gesetzt werden. Die Umsetzung geht auf einen Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 13. Februar 2020 zurück.

Die Maßnahme ist für den dauerhaften Betrieb gedacht. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Ampeln an den Kreuzungen Ernst-August-Platz/Kurt-Schumacher-Straße, Karmarschstraße/Marktstraße und Georgstraße/Baringstraße sowie um die Ampel zur Querung des Steintorplatzes in Verlängerung der Langen Laube. Es werden nur die grünen Signalbilder ausgetauscht, um die verkehrsrechtliche Bedeutung der roten Signalgeber nicht in Frage zu stellen.

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