Hochwasser

Hochwasser in Niedersachsen: Anhaltende Bedrohung und umfassende Einsatzmaßnahmen

Ministerpräsident Weil besucht Hochwassergebiete: Betonung auf Solidarität und Notwendigkeit von Klimaschutz

HANNOVER (red). Die Hochwassersituation in Niedersachsen bleibt kritisch, besonders entlang der Mittelweser und den Oberläufen von Aller, Leine und Oker. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz warnt vor weiter steigenden Pegelständen. In Winsen mussten 300 Wohnungen evakuiert werden, und der Serengeti-Park Hodenhagen ist schwer vom Hochwasser getroffen.

Die Hochwasserlage in Niedersachsen stellt eine anhaltende Bedrohung dar, insbesondere entlang der Mittelweser und den Oberläufen wichtiger Flüsse. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist mit weiter steigenden Pegelständen zu rechnen. Die Gemeinde Winsen sah sich gezwungen, 300 Wohnungen zu evakuieren, ein Zeugnis der ernsten Lage.

Der Serengeti-Park in Hodenhagen erleidet ebenfalls massive Schäden, mit großen Teilen des Geländes, die überflutet sind. Ministerpräsident Stephan Weil machte sich vor Ort ein Bild von der Situation und traf sich mit Regierungsbrandmeister Uwe Quante, Bürgermeister Carsten Niemann und Landrat Jens Grote.

In seinen Ausführungen betonte Weil die Dramatik der Situation, die durch riesige Wassermassen und verstärkte Deichanlagen gekennzeichnet ist. Er hob hervor, dass zehntausende Menschen, sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche, sich gegen die Fluten stemmen. Obwohl die Lage als kritisch, aber stabil beschrieben wird, besteht weiterhin Sorge um die Deichanlagen.

Über 100.000 Menschen sind in Niedersachsen im Einsatz gegen das Hochwasser. Weil lobte das Engagement der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren sowie der zahlreichen Hilfsorganisationen und Bürger. Er betonte die gelebte Solidarität in Niedersachsen und appellierte an die Öffentlichkeit, keinen Katastrophentourismus zu betreiben, um die Arbeit der Helfer nicht zu erschweren.

Der Ministerpräsident wies auf die Ungewöhnlichkeit des Hochwassers hin und betonte die Notwendigkeit, sowohl die Hochwasserprävention als auch den Klimaschutz zu intensivieren, um den wachsenden Wetterextremen entgegenzuwirken.

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