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Wohnungslosigkeit© Bernd Günther

Neue Strategien gegen Wohnungslosigkeit in Hannover

4. April 2025/in Hannover

Stadt will Obdachlosigkeit bis 2030 gemeinsam mit Bund und Land deutlich senken.

HANNOVER (redu). Die Stadt Hannover will Obdachlosigkeit bis zum Jahr 2030 weitgehend vermeiden. Auf Grundlage eines einjährigen Beteiligungsprozesses wurden über 60 konkrete Vorschläge entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu zählen neue Wohnkonzepte, bessere Sozialarbeit und gezielte medizinische Hilfen.

Die Landeshauptstadt Hannover hat am 4. April 2025 ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit vorgestellt. Oberbürgermeister Belit Onay und Sozialdezernentin Sylvia Bruns präsentierten die Ergebnisse eines einjährigen Beteiligungsprozesses, der mit Unterstützung von sozialen Trägern, Wohnungswirtschaft, Fachstellen und betroffenen Menschen durchgeführt wurde. Ziel ist es, Wohnungslosigkeit bis 2030 möglichst zu vermeiden – im Einklang mit nationalen und europäischen Zielsetzungen.

Beteiligungsprozess mit breiter Basis

Mehr als 60 konkrete Handlungsempfehlungen wurden gemeinsam erarbeitet. In einem nächsten Schritt soll ein unabhängiges Expert*innengremium die Vorschläge bewerten und ihre Umsetzbarkeit prüfen. Anschließend werden sie der Kommunalpolitik zur Beschlussfassung vorgelegt.

Stärkung von Wohnraumangeboten und Housing First

Ein zentrales Thema ist der Zugang zu Wohnraum. Die Stadt strebt die Einführung einer Quote für Sozialwohnungen an. Zudem sollen Konzepte wie „Bürgschaftswohnen“ – bei dem eine Institution bei Zahlungsausfällen eintritt – und eine gezielte Wohnraum-Akquise eingeführt werden. Auch der „Housing First“-Ansatz, bei dem obdachlose Menschen direkt eine eigene Wohnung erhalten und von dort aus weiter betreut werden, soll weiter etabliert werden.

Zielmarke: 5000 Wohnplätze bis 2030

Langfristig sollen bis zum Jahr 2030 rund 5000 Plätze in regulären Wohnungen für obdachlose oder geflüchtete Menschen bereitgestellt werden. Parallel dazu soll die Zahl der Plätze in Gemeinschaftsunterkünften auf rund 2000 reduziert werden. Neue Unterkünfte sollen wohnungsähnlich gestaltet und höheren Standards entsprechen. Die Stadt prüft außerdem die Einrichtung einer gesicherten Freifläche mit Zelten für Menschen, die keine herkömmlichen Unterkünfte nutzen möchten.

Bestehende Maßnahmen und Investitionen

In den vergangenen drei Jahren hat Hannover bereits rund 8,6 Millionen Euro in den Bau und die Sanierung von Unterkünften investiert. Darunter befinden sich ein neuer Tagesaufenthalt sowie eine neue Notschlafstelle. Erst kürzlich wurden Unterkünfte speziell für junge Erwachsene eröffnet, etwa in der Cäcilienstraße und in der Langen Laube.

Prävention gegen Wohnungsverlust

Bereits 2022 wurde die „Fachstelle Wohnungserhalt“ eingerichtet. Sie unterstützt Menschen dabei, ihre Wohnung zu behalten und Konflikte mit Vermietenden zu lösen. Ergänzend arbeitet ein „Auszugsmanagement“-Team daran, untergebrachte Personen dauerhaft mit eigenem Wohnraum zu versorgen. Auch hier wird auf den Housing-First-Ansatz zurückgegriffen.

Sozialarbeit außerhalb der Innenstadt

Ein weiterer Bestandteil der Strategie ist der Ausbau der Straßensozialarbeit in den Stadtbezirken. Zudem sollen Angebote der sozialen Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch XII bekannter gemacht und direkt in Unterkünften beworben werden. Ziel ist es, mehr Menschen den Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten zu ermöglichen.

Medizinische Versorgung für Obdachlose

Für obdachlose Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz wurde in der städtischen Unterkunft an der Wörthstraße ein spezielles medizinisches Angebot geschaffen. Dort stehen sieben Einzelzimmer bereit, betreut vom Pflegedienst SIDA e.V. Ziel ist die Stabilisierung der gesundheitlichen Situation und die anschließende Weitervermittlung. Ergänzend entsteht derzeit der „Mecki 2.0“, eine kombinierte Einrichtung mit Notschlafstelle, Tagesaufenthalt und medizinischer Versorgung, die 2026 eröffnet werden soll.

Unterstützung für EU-Zugewanderte

Ein Vorschlag richtet sich gezielt an Menschen, die aus EU-Staaten nach Hannover kommen. Eine geplante Personalagentur soll die Eingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtern.

Appell an Bund und Land

Oberbürgermeister Belit Onay betonte, dass die Stadt Hannover bereits viele Schritte unternommen habe, um Wohnungslosigkeit zu bekämpfen. Gleichzeitig rief er die neue Bundesregierung und das Land Niedersachsen auf, sich stärker an der Finanzierung sozialer Maßnahmen zu beteiligen – insbesondere durch eine Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau.

Sozialdezernentin Sylvia Bruns verwies auf den breiten Konsens unter den Beteiligten. Die Vorschläge seien ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen, werteorientierten Sozialpolitik. Das künftige Expert*innengremium solle helfen, diese Maßnahmen weiterzuentwickeln und gezielt umzusetzen.

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