Rathausbalkon in Hannover vorsorglich gesperrt
Nach Schäden am Natursteinmauerwerk bleibt der Balkon des Neuen Rathauses bis auf Weiteres geschlossen.
HANNOVER – Der Rathausbalkon gesperrt am Neuen Rathaus bleibt bis auf Weiteres für Besucherinnen und Besucher unzugänglich. Nach einer Bauwerkskontrolle wurden Schäden am Natursteinmauerwerk festgestellt. Sicherungsmaßnahmen wurden umgehend eingeleitet.
Im Bereich der steinernen Einfassung der Glockenöffnung entdeckten Fachleute bei einer regelmäßigen Bauwerkskontrolle mehrere Schäden. Dazu gehören geöffnete Fugen, gelockerte Schlusssteine sowie ein gebrochener Sturzstein oberhalb der Glocke.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde die Glocke vorsorglich durch eine Holzkonstruktion abgestützt. Zusätzlich soll der betroffene Bereich künftig in regelmäßigen Abständen von speziell ausgebildeten Industriekletterern kontrolliert werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich einzelne Gesteinsteile lösen, bleibt der Rathausbalkon bis auf Weiteres gesperrt. Die Maßnahme dient ausschließlich dem Schutz der Besucherinnen und Besucher.
Nach Angaben der Stadt sind die Schäden auf langjährige Witterungseinflüsse sowie die natürliche Alterung des historischen Natursteinmauerwerks zurückzuführen. Das Neue Rathaus wurde zwischen 1901 und 1913 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern Hannovers.
Eine fachgerechte Sanierung des betroffenen Bereichs ist nach der Winterpause im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Bis dahin sollen die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen und die regelmäßigen Kontrollen den sicheren Betrieb des Gebäudes gewährleisten.



© Carl-Marcus Müller





