Neuer Träger für Krisendienst in der Region
Region Hannover erhöht Förderung auf rund 250.000 Euro jährlich.
REGION HANNOVER (redu) – Der Psychosoziale/Psychiatrische Krisendienst wechselt zum Jahresbeginn 2026 den Träger. Nach einer europaweiten Ausschreibung übernehmen Diakonie und Caritas den Krisendienst gemeinsam. Die Region Hannover fördert das Angebot künftig mit rund 250.000 Euro jährlich.
Der Krisendienst ist an Wochenenden und Feiertagen eine zentrale Anlaufstelle für Menschen in akuten psychischen Notlagen in der Region Hannover.
Der Krisendienst richtet sich an volljährige Einwohnerinnen und Einwohner der Region Hannover in akuten Lebenskrisen. Besonders angesprochen sind Menschen in psychischen oder suizidalen Krisen sowie deren Angehörige. Das Angebot ist niedrigschwellig und auf Wunsch anonym, überwiegend telefonisch.
Seit 1997 bestand der Dienst, zuletzt unter der Trägerschaft der Seelhorst-Stiftung. Diese gab die Verantwortung Ende 2025 ab. Nach europaweiter Ausschreibung übernehmen nun das Diakonische Werk Hannover gGmbH und der Caritasverband Hannover e.V. gemeinsam die Organisation.
Konstante Nutzung über Jahre
Seit 2005 wurden rund 36.000 Beratungen geführt. Die durchschnittliche jährliche Inanspruchnahme liegt bei etwa 1.800 Kontakten. Im Jahr 2024 wurden 1.532 Gespräche verzeichnet. Besonders hoch war der Bedarf in einzelnen Jahren mit über 2.000 Kontakten.
Regionspräsident Steffen Krach betont die Bedeutung des Angebots für die psychosoziale Versorgung. Die Region habe ihre Förderung von 115.000 Euro auf rund 250.000 Euro jährlich erhöht, um stabile Strukturen zu sichern.
Neuer Standort am Lister Platz
Der Dienst ist von der Podbielskistraße in die Oskar-Winter-Straße 2 umgezogen, in das Evangelische Beratungszentrum nahe dem Lister Platz. Die Telefonnummer 0511-30 03 34 70 bleibt bestehen.
Erreichbar ist der Krisendienst freitags von 15 bis 20 Uhr sowie sonnabend, sonntag und an Feiertagen von 12 bis 20 Uhr. In akuten Fällen klären die Mitarbeitenden telefonisch den Bedarf und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen.




