Internet gehört für viele Ältere inzwischen zum Alltag
Eine aktuelle Studie zeigt den starken Anstieg der Internetnutzung ab 65 Jahren.
BERLIN (redu) – Online-Medien Senioren gewinnen in Deutschland deutlich an Bedeutung. Laut einer aktuellen repräsentativen Studie nutzen inzwischen rund drei Viertel der Menschen ab 65 Jahren regelmäßig das Internet. Besonders Nachrichtenangebote, E-Mail, soziale Netzwerke und Videotelefonie gehören für viele ältere Menschen zum festen Alltag.
Die Ergebnisse zeigen, wie stark digitale Angebote inzwischen zur Information und sozialen Teilhabe älterer Menschen beitragen und welche Herausforderungen weiterhin bestehen.
Online-Medien Senioren sind für viele ältere Menschen inzwischen ein fester Bestandteil des Alltags. Besonders der Zugang zu aktuellen Informationen spielt eine große Rolle. Nachrichtenportale werden regelmäßig genutzt, um sich über Politik, Gesellschaft oder regionale Themen zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben.
Nachrichten als tägliche Informationsquelle
Laut der Studie greifen mehr als 80 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer ab 65 Jahren regelmäßig auf Online-Nachrichtenangebote zu. Die Nutzung erfolgt häufig zu festen Zeiten und ersetzt zunehmend gedruckte Zeitungen oder ergänzende Informationsquellen wie Radio und Fernsehen.
Digitale Kommunikation mit Familie
E-Mail, Messenger-Dienste und soziale Netzwerke dienen vor allem der Pflege bestehender Kontakte. Viele Seniorinnen und Senioren berichten, dass sie über digitale Kanäle häufiger mit Kindern, Enkeln oder Freunden in Verbindung stehen als früher. Kurze Nachrichten oder Fotos gehören für viele zum Alltag.
Videotelefonie gewinnt an Bedeutung
Besonders Videotelefonie hat in den vergangenen Jahren an Stellenwert gewonnen. Sie ermöglicht persönliche Gespräche über größere Entfernungen hinweg und wird vor allem von Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt. Für viele ersetzt sie den direkten Besuch zumindest teilweise.
Lernen und geistige Aktivität
Digitale Angebote werden auch gezielt zur geistigen Beschäftigung genutzt. Online-Artikel, Lernplattformen, Podcasts oder Videos helfen dabei, Interessen zu vertiefen oder neues Wissen zu erwerben. Ein großer Teil der Befragten sieht darin einen Beitrag zur geistigen Fitness.
Unterschiede innerhalb der Altersgruppen
Die Nutzung digitaler Medien unterscheidet sich deutlich nach Alter. Während bei den 65- bis 69-Jährigen nahezu alle online sind, nimmt der Anteil bei den über 80-Jährigen spürbar ab. Gründe sind unter anderem fehlende Erfahrung, Unsicherheiten im Umgang mit Technik oder gesundheitliche Einschränkungen.
Unterstützungsbedarf bleibt hoch
Trotz der wachsenden Nutzung bestehen weiterhin Hürden. Sicherheitsbedenken, komplizierte Bedienoberflächen und fehlende Unterstützung halten einen Teil der älteren Menschen vom Internet fern. Viele wünschen sich leicht verständliche Angebote sowie persönliche Hilfe im Alltag.



