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Schlagwortarchiv für: Trinkwasser

Soforthilfe nach Trinkwasserverunreinigung in der Stadt Laatzen – Trinkwassernotversorgung

Soforthilfe nach Trinkwasserverunreinigung in der Stadt Laatzen

25. August 2022/in Region Hannover

LAATZEN (PM). Bereits seit dem vergangenen Wochenende dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner des Laatzener Ortsteils Gleidingen in der Region Hannover nach einer Verunreinigung kein Trinkwasser trinken. Durch das Gesundheitsamt der Region Hannover wurde für hunderte Haushalte eine umfängliche Nutzungseinschränkung ausgesprochen, so dass die Menschen in dem betroffenen Gebiet seit mehreren Tagen ohne Trinkwasserversorgung sind.

Um die Versorgung der Haushalte und auch der Kindergärten und Schulen in dem Bereich mit trinkbarem Frischwasser zu gewährleisten, unterstützt das Land über das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) die Stadt Laatzen jetzt mit einer Zentralen Landeseinheit des Katastrophenschutzes für die Trinkwassernotversorgung. Zu dieser Einheit gehören mehrere Tankauflieger von je 28 Kubikmetern Wasservolumen. Die Technik ist für verschiedene Einsatzszenarien vorgesehen und wird in dieser Form erstmals in der Geschichte des Landes zum Einsatz gebracht – ihr Einsatz wird damit erstmals im Realeinsatz erprobt. Die Bedienung der Technik der Landeseinheit erfolgt nach Übergabe durch die einsatzführende Stelle in Laatzen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NLBK begleiten den Einsatz und die Kameradinnen und Kameraden in Laatzen. Wie lange die Landeseinheit im Einsatz ist, kann aktuell nicht eingeschätzt werden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Nachdem die Bitte um Unterstützung das Land erreicht hat, haben wir sofort gehandelt. Ausgerechnet bei annähernd tropischen Temperaturen können hunderte Menschen in Laatzen kein frisches Wasser trinken. Darum war schnelle Hilfe geboten und die Katastrophenschützerinnen und Katastrophenschützer des NLBK haben sofort alles dafür getan, dass die angeforderte Technik für die Stadt Laatzen zur Verfügung gestellt wird. Ich wünsche allen Einsatzkräften und auch den betroffenen Laatzenerinnen und Laatzenern, dass sich die Situation schnell zum Positiven wendet und die Landeseinheit sich schnell auf den Heimweg machen kann.“

Der Präsident des NLBK, Mirko Temmler, war zur Übergabe der Technik selbst mit vor Ort im Einsatz und sagt dazu: „Es ist gut, dass wir auf diese Technik kurzfristig zugreifen und der betroffenen Stadt zur Verfügung stellen können. Dieser Einsatz zeigt einmal mehr wie wichtig der weitere Auf- und Ausbau der Einheiten zur Versorgung der Bevölkerung bei Ausfall kritischer Infrastrukturen ist.


Enercity teilte dazu den Sachstand vom 24.08. 2022 17:30 mit:

Seit Samstag, 20. August 2022 gilt im Laatzener Ortsteil Gleidingen (Region Hannover) eine Nutzungseinschränkung des Trinkwassers aufgrund einer aufgetretenen Wasserverunreinigung. Enercity hat betroffene Abschnitte des Wassernetzes abgeriegelt, nimmt seither umfassend Wasserproben und spült das Wassernetz umfangreich an verschiedenen Stellen in Gleidingen. Wichtigstes Ziel von enercity und den Behörden ist es, die Versorgung betroffener Menschen mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser schnellstmöglich wiederherzustellen.

Die jüngst vom Gesundheitsamt bewerteten Proben haben ergeben, dass die Konzentration der bakteriellen Belastung des Trinkwassers weiter deutlich abgenommen hat, aber noch besteht. Die mit dem Gesundheitsamt anfänglich ausgesprochene umfängliche Nutzungseinschränkung bleibt bestehen. Es gilt weiterhin: Trinkwasser darf nicht zum Verzehr und nicht zur Körperhygiene oder zum Wäsche waschen verwendet werden. Die Wassernutzung zur Toilettenspülung ist möglich.

Laut Gesundheitsamt gilt ebenfalls weiterhin: Wenn es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen unbedenkliche Ergebnisse bei den Wasserproben gibt, kann das Trinkwasser wieder freigegeben werden. Die konkrete Ursachenforschung dauert an, die bisherigen Erkenntnisse deuten auf einen Fremdeintrag hin.

Enercity hat Wasserwagen und ein Standrohr im betroffenen Gebiet bereitgestellt. Zusätzlich unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) bei der Versorgung. Die Standorte sind:

  1. Bereich Ringstr. (vor Haus Nr. 20)
  2. Bereich Gänsewiese (vor Haus Nr. 10)
  3. Bereich Seikengarten (vor Haus Nr. 13)
  4. Bereich Nordstr. (vor Haus Nr. 2)
  5. Hildesheimer Str. Ecke Ritterstr.
  6. Enzianweg, Ecke Hildesheimer Str. (Standrohr)
  7. Lavendelweg (vor Haus Nr. 2)
  8. Schützenstr. (vor Haus Nr. 2)
  9. Hanno-Ring/Ecke In der Welle

Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die nicht in der Lage sind, sich eigenständig Wasser zu besorgen, können das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kontaktieren. Die Rufnummer lautet: 0800 123-2232

Die Wassernotversorgung wird auch in der Nacht fortgesetzt werden. Die Anwohner:innen werden gebeten, weiterhin einen Trinkwasservorrat vorzuhalten, da eine kurzfristige Aufhebung der Störung nicht zu erwarten ist. Auch werden die Anwohner:innen gebeten, auf Personen in der Nachbarschaft zu achten und diese gegebenenfalls bei der Trinkwasserversorgung zu unterstüzen. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir wieder informieren.

Betroffen sind rund 700 Wasseranschlüsse, dazu zählen folgende Straßen bzw. Gebäude:

Am Hang, Am Heesekamp, Am Springborn, Am Steinacker, Anemonenweg, Bienenweide, Gänsewiese, Hanno-Ring, Hildesheimer Str. (ungerade: 501 bis 565, auch Hausnr. a, b,c…, 569, 569a, 569b und gerade: 410 bis 546, auch Hausnr. a, b, c…), Honigbienenweg, Hummelweg, Im Winkel, Immengarten, In der Welle, Langhusveien, Lavendelweg, Libellenweg, Maschstr., Masurenweg, Nordstr., Oesselser Str., Osterstr. (ungerade: 1 bis 25, auch Hausnr. a, b, c… und gerade: 2 bis 20, auch Hausnr. a, b, c…), Ringstr., Ritterstr., Schützenstr., Seikengarten, Thorstr., Tordenskioldstr., Triftstr., Zeppelinweg

Anwohner:innen können sich bis auf Weiteres telefonisch an die  enercity-Störungsannahme wenden:  Rufnummer  0511 430-5111

Bitte beachten: Die Rufnummern 110 und 112 bitte nicht bzgl. der Wasserstörung kontaktieren, da sie für dringende Notfälle zur Verfügung stehen sollen.

Weitere Infos:  www.laatzen.de

Trinkwasser in Langenhagen wieder freigegeben! – Entwarnung Wasserproblem Langenhagen

Trinkwasser in Langenhagen wieder freigegeben!

12. November 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM). Alle Haushalte in Langenhagen bekommen wieder Trinkwasser, das die Anforderungen der Trinkwasserverordnung voll erfüllt. Durch eine Verunreinigung am 28. Oktober waren in Teilen Langenhagens bis zu 2.000 Haushalte von Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung betroffen.

Nach Hunderten von Probennahmen, umfangreichen Analysen und Untersuchungen ist vom Gesundheitsamt der Region Hannover die vollumfängliche Nutzung des Trinkwassers in dem betroffenen Gebiet Langenhagens wieder frei gegeben worden. Ab Donnerstagnachmittag, 12. November 2020, sind damit alle bisherigen Nutzungseinschränkungen aufgehoben.

Die laufenden Trinkwasseranalysen aus dem betroffenen Gebiet zeigten über mehrere Tage keine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität. Um auch eine langfristige Auswirkung auf das Leitungsnetz sicher ausschließen zu können, werden in den nächsten Wochen vorsorglich noch weitere Untersuchungen folgen.

„Wir hatten das seltene Glück, dass die Verunreinigung durch intensiven Geruch und Schaum auf sich selbst aufmerksam gemacht und dadurch niemand größere Mengen des mit Schaumbildnern (Tensiden) verunreinigten Wassers getrunken hat “, sagt Dr. Roland Suchenwirth vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Andreas Kranz, Leiter des zentralen öffentlichen Gesundheitswesens der Region Hannover, betont: „Es war für alle Betroffenen eine große Herausforderung, so lange das Trinkwasser nicht nutzen zu können. Aber es war notwendig, die Ergebnisse aller Untersuchungen abzuwarten und genau zu bewerten, bis die Gewissheit bestand, dass die Trinkwasserversorgung die hohen Ansprüche der Trinkwasserverordnung wieder voll erfüllt.“

Bis heute hieß es Proben, Proben, Proben

Seit den Erstsicherungsmaßnahmen am 28. Oktober haben rund 50 enercity-Netzexperten für die Wiederherstellung der Trinkwasserqualität gesorgt. Mit intensiven Spülungen und mehr als 400 Probenahmen im Wassernetz.  „Tagelang hieß es Proben, Proben, Proben. Für uns gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit. Bei der Wasserqualität machen wir keine Kompromisse“, so der enercity-Vorstand Prof. Dr. Marc Hansmann. Für den Nachweis der Trinkwasserqualität hat enercity dem Gesundheitsamt Hunderte von Probenergebnisse aus insgesamt fünf bundesweit verteilten Fachlaboren, umfangreiche Berichte über Maßnahmen und Befunde, Gutachten zum Fremdeintrag des Reinigungsmittels sowie Duftstoffanalysen vorgelegt. Die wichtigsten beteiligten Labore waren das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser (Mülheim an der Ruhr) sowie Dr. Wirts und Partner (Hannover), das DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW, Karlsruhe), Geodata (Garbsen) und das Labor der enercity-Netzgesellschaft.

Gemeinschaftsleistung zur Bewältigung der Lage

Zur mobilen Trinkwasserversorgung und Unterstützung der Betroffenen trat die Stadt Langenhagen in Aktion. Zeitweilig waren vor Ort über 50 Kräfte im Einsatz. Über den Krisenstab wurden THW und JUH zur Aufstockung der Wasserwagenstandorte und Hilfsleistungen für Mobilitätseingeschränkte mobilisiert. Die Feuerwehr unterstützte bei der raschen Information der Betroffenen im Gebiet. Die Stadt organisierte Duschmöglichkeiten in einer Turnhalle.

„Nachdem sich bei enercity abzeichnete, dass die Störung länger andauern könnte, haben wir einen Krisenstab einberufen. In der Taskforce aus Mitarbeitern von Stadt und enercity und mit den Ehrenamtlichen von THW, Johannitern und Freiwilliger Feuerwehr, haben wir schnell reagiert und geholfen: noch in der Nacht haben wir eine Website freigeschaltet und schon am Samstag früh am Bürgertelefon erste Fragen beantwortet und Trinkwasser für die Betroffenen organisiert“, berichtet Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer. „Die vergangenen Tage haben aus meiner Sicht gezeigt, dass wir so eine schwierige Situation nur gemeinsam meistern können und welche Bedeutung das Ehrenamt hat.“

Allein im öffentlichen Trinkwassernetz spülte enercity über 5.000 Kubikmeter, also mehr als fünf Millionen Liter, durch die Leitungen, um Rückstände des fremd eingetragenen Reinigungsmittels zu entfernen. Selbsthilfe-Tipps für das Spülen der Wasserinstallationen in den Gebäuden waren eine weitere Hilfe für die Betroffenen, um den Weg zur Freigabe der Trinkwassernutzung zu ebnen. „Wir danken allen betroffenen Haushalten und Betrieben für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Arbeiten. Dieser Dank geht auch in Richtung Feuerwehr, THW, Johannitern und der Stadt Langenhagen, die mit ihren Unterstützungsleistungen halfen die die Versorgungslage der Betroffenen zu verbessern“, so Hansmann.

enercity hat das Problem frühzeitig erkannt und durch sofortige Absperr- und Spülmaßnahmen am Morgen des 28. Oktober die räumliche Ausweitung erfolgreich gestoppt. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Verunreinigung hat enercity Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen stammt das Reinigungsmittel aus einem Gewerbebetrieb, Ermittlungen dazu laufen noch.

Trockenheit und Corona - Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich – Trinkwassermangel

Trockenheit und Corona – Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich

8. August 2020/in Region Hannover

GARBSEN / NEUSTADT (PM). Der WVGN ruft zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Aufgrund der letzten niederschlagsarmen Wochen läuft die Trinkwasserförderung auf Hochtouren. Wegen der anhaltenden Trockenheit wird bereits wieder viel kostbares Trinkwasser zur Gartenbewässerung benutzt. Nicht nur die Hitze führt zu höheren Wasserverbräuchen.

Es gibt auch hier einen „Corona Effekt“: Viele Kunden, die sonst in den Ferien verreist wären, sind zu Hause. Andere pendeln wegen Kurzarbeit oder Home-Office nicht zu ihren Arbeitsplätzen außerhalb des Versorgungsgebietes. Der tägliche Verbrauch hat die Wasserabgabe wieder an die Spitzenauslastung der Anlagen geführt. Der WVGN bittet alle Kunden um einen umsichtigen und wohldosierten Umgang mit Trinkwasser.

Selbstverständlich ergreift der Verband alle erforderlichen Maßnahmen zur Erhöhung der eigenen Gewinnungsmengen. Neue Brunnen wurden, wie der WVGN im März berichtete, im Wasserschutzgebiet Hagen und im Wasserschutzgebiet Forst Esloh in Betrieb genommen. Der Bau weiterer Brunnen ist geplant um ältere Brunnen mit abnehmender Ergiebigkeit zu ersetzen.

Auch in der Gemeinde Lauenau im Landkreis Schaumburg kommt es zu einem teilweisen Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung. Die Feuerwehr rief die Bewohner auf, sich mit Trinkwasser aus dem Supermarkt vorsichtshalber zu versorgen. Betroffen sind ca. 4.000 Einwohner. Die Freiwillige Feuerwehr will in den betroffenen Wohngebieten Brauchwasser ab heute zur Verfügung stellen, so das die Anwohner z.B. Toilettenspülungen aufzufüllen können. Die Verantwortlichen haben hierzu einen Krisenstab installiert. Die Deisterquelle für die Wasserversorgung dieser Gegend reicht wegen der Trockenheit zurzeit nicht mehr aus, um den angestiegenen Wasserbedarf zu decken. Normalerweise liefern drei Hochbehälter, die aus Wasser vom Deister gespeist werden, konstant rund um die Uhr Wasser.

Nach Rücksprache mit dem Samtgemeindebürgermeister von Rodenberg, Georg Hudalla, haben sich die am Freitagnachmittag begonnenen Aufklärungsmaßnahmen der Bevölkerung durch die Feuerwehr und die Gemeinde schon positiv bemerkbar gemacht. So wurde der Wasserverbrauch um 2/3 gesenkt. Auch in Lauenau macht sich der Corona-Effekt bemerkbar. Viele Einwohner sind nicht in Urlaub gefahren und nutzen die freien Tage, um im Garten zu sein oder kleine aufblasbare Swimmingpools zur Abkühlung zu nutzen. Aber trotz der Reduzierung warten noch mindestens eine Woche Sommerhitze auf uns, so Hudalla.

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