Vier Jahre THW-Unterstützung für Ukraine
Größter Logistikeinsatz in 75 Jahren THW-Geschichte.
BONN (redu) – Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 leistet das Technische Hilfswerk umfassende THW-Unterstützung für die Ukraine. In vier Jahren wurden Hilfsgüter im Wert von 170 Millionen Euro geliefert und ukrainische Einsatzkräfte geschult.
Der Einsatz ist der größte Logistikeinsatz in der 75-jährigen Geschichte des THW. Er verbindet Materiallieferungen mit Ausbildung und enger Kooperation mit ukrainischen Partnerbehörden.
Die THW-Unterstützung für die Ukraine begann unmittelbar nach dem Angriff Russlands im Februar 2022. Seither wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums Hilfsgüter im Wert von über 170 Millionen Euro beschafft und größtenteils in die Ukraine transportiert.
Fahrzeuge geliefert und Infrastruktur mit aufgebaut
Geliefert wurden hunderte Fahrzeuge, darunter Spezial- und Feuerwehrfahrzeuge, sowie zahlreiche Baumaschinen. Zuletzt übergab das THW unter anderem drei Abrissbagger für stark zerstörte Städte. Auch Walzenzüge gingen an den ukrainischen Grenzschutz „State Border Guard Service of Ukraine“, damit Straßen instand gesetzt und Grenzanlagen befestigt werden können.
Neben schwerem Gerät stellte das THW sieben Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und zahlreiche Stromerzeuger bereit. Die Ausstattung wurde aus Sondermitteln sowie Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert und gesondert beschafft.
Ausbildung in Hoya für ukrainische Hilfskräfte
Um die Hilfsgüter effizient einsetzen zu können, schulte das THW ukrainische Einsatzkräfte im Ausbildungszentrum in Hoya. Vermittelt wurden Kenntnisse im Umgang mit grundlegender Ausstattung sowie im Betrieb von Trinkwasseraufbereitungsanlagen.
Nach Abschluss der Trainings stattet das THW kommunale Rettungsstationen in frontnahen Regionen mit standardisiertem Gerät aus. Der Ausbau erfolgt gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
THW-Präsidentin Sabine Lackner erklärte: „Jeder Hilfsgütertransport und jede Weitergabe unserer Expertise tragen dazu bei, das Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung zu mindern.“
Der regelmäßige Austausch mit ukrainischen Partnern liefert dem THW zudem Einblicke in aktuelle Einsatzlagen. Diese Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der deutschen Zivilschutzstrukturen ein.




