Waffenfund bei Kontrolle: Schwerpunktaktion der Bundespolizei
Bilanz: Eine Festnahme, 165 Durchsuchungen und mehrere Strafanzeigen.
HANNOVER (redu). Bei einem Schwerpunkteinsatz im Hauptbahnhof Hannover entdeckte die Bundespolizei am Wochenende eine Machete, mehrere Messer und andere gefährliche Gegenstände. Rund 200 Personen wurden kontrolliert – das Ziel: mehr Sicherheit im Bahnhofsbereich.
Die Bundespolizeiinspektion Hannover führte von Samstag auf Sonntag gemeinsam mit der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) einen umfangreichen Schwerpunkteinsatz im Hauptbahnhof Hannover durch. Ziel der Maßnahme war die Verhinderung von Gewaltkriminalität und die Kontrolle der geltenden Allgemeinverfügung im Bahnhofsbereich.
Im Fokus standen verdächtige Personen und mitgeführte Gegenstände. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem mehrere Messer, Pfeffersprays und einen Schlagstock sicher. Besonders auffällig war der Fund einer rund 40 Zentimeter langen Machete, die ein 17-jähriger Jugendlicher bei sich trug. Die Hintergründe blieben ungeklärt. Das Jugendamt wurde informiert.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr: Ein 19-jähriger Deutscher manipulierte mit einem Schraubendreher an einer öffentlichen USB-Buchse. Bei der anschließenden Kontrolle reagierte der Mann aggressiv, leistete Widerstand und griff die Beamten an. In der Gewahrsamszelle randalierte er minutenlang, bevor er schließlich entlassen wurde.
Auch ein 35-jähriger Mann geriet in den Fokus der Beamten. Er hatte zuvor versucht, ein Parfum aus einer Parfümerie im Bahnhof zu stehlen. Dabei wurde er von Passanten gestellt. Bei ihm wurde ein Obstmesser im Rucksack gefunden, das jedoch nicht eingesetzt worden war.

Waffenfunde in Hannovers Hauptbahnhof © Bundespolizei
Insgesamt wurden rund 200 Personen kontrolliert und 165 Durchsuchungen durchgeführt. Dabei sprach die Polizei mehr als 20 Platzverweise aus, stellte elf gefährliche Gegenstände sicher und nahm eine Person fest. Acht Fahndungstreffer wurden im Zusammenhang mit Aufenthaltsermittlungen erzielt. Die Polizei leitete mehrere Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren ein, unter anderem wegen Körperverletzung, Diebstahl mit Waffen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
Angesichts jüngster Gewalttaten im Stadtgebiet betonte die Bundespolizei die Bedeutung solcher Kontrollen. Auch in Zukunft sind weitere Einsätze geplant.
Michael Schuol, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, kündigte an: „Wir werden unsere konsequente Linie beibehalten und auch in den nächsten Wochen und Monaten mit flexiblen und unberechenbaren Kontrollen dazu beitragen, eine größtmögliche Sicherheit im Hauptbahnhof zu erzeugen.“