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Wirtschaftsnachrichten aus Hannover, Niedersachsen und Deutschland: Unternehmen, Arbeitsmarkt, Branchen und Entwicklungen.

enercity steigert mit Künstlicher Intelligenz Energieeffizienz und fördert Klimaschutz – enercity KI

enercity steigert mit Künstlicher Intelligenz Energieeffizienz und fördert Klimaschutz

22. September 2020/in Wirtschaft

HANNOVER (PM). Bei der Stadt der Zukunft denken wir an autonom fahrende E-Autos, intelligente Fabriken oder vernetzte Gebäude, die dank schlauer Technik mehr Komfort und Sicherheit bieten. Smarte Steuerungsansätze bringen Kunden aber auch bei der Fernwärmeversorgung viele  Vorteile im Sinne des Klimaschutzes.  

Ein Pilotprojekt des Energiedienstleisters mit der Wohnungsgenossenschaft Ostland zeigt wie Fernwärmekunden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) signifikant CO2 einsparen können. In Summe profitieren inzwischen rund 2.000 Menschen in rund 900 Wohnungen von der neuen Technik − und mit ihnen auch die Wohnungswirtschaft selbst. Weitere Projekte sind geplant.

Internetbasierte Messung und Steuerung in Echtzeit

Die auf KI-Technik basierende Software bindet Gebäude in den Optimierungsprozess des Fernwärmesystems ein und passt auf Basis kontinuierlicher Echtzeitmessungen die Regelung der beheizten Gebäude dynamisch an den tatsächlichen Bedarf an. Mittels selbstlernender Steuerungssoftware profitieren alle Beteiligten: Mieter freuen sich über eingesparte Energiekosten, die Wohnungsgenossenschaft über verbesserte Analyse- und Kommunikationsmöglichkeiten und enercity über mehr Flexibilität sowie niedrige Temperaturen im Fernwärmenetz. Denn insbesondere die Rücklauftemperatur beeinflusst die Leistungsfähigkeit einer Heizungsanlage entscheidend: Wird sie von 60 auf 40 Grad Celsius abgesenkt, kann die  Wärmeleistung um bis zu 70 Prozent erhöht werden. Je niedriger das Temperaturniveau des Wärmenetzes, desto höher kann der Anteil aus regenerativen Wärmequellen sein.

Smarte Software senkt CO2-Ausstoß

Mit dem KI-Einsatz wird die Fernwärme Smart City-fähig, denn in den meisten Wärmenetzen ist die Kundenseite, also die Welt hinter der Übergabestation, bisher nicht aktiv in den Netzbetrieb eingebunden.  „Das Pilotprojekt ergab nach einem Jahr rund neun Prozent Energieeinsparung und um bis zu zehn Grad/Kelvin gesenkte Netzrücklauftemperaturen. Auch der CO2-Ausstoß wurde gesenkt,“ sagt enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva. Durch Digitalisierung lässt sich auch das Fernwärmenetz von der Produktion bis zum Kunden optimieren.

Weitere 100 Mehrfamilienhäuser bekommen smarte Steuerung

Aufgrund der positiven Pilot-Erfahrung mit der selbstlernenden, cloudbasierten Software rüstete enercity in der zweiten Phase weitere 100 angeschlossene Mehrfamilienhäuser nach. Seither profitieren rund 2.000 Bewohner von 900 Wohnungen von der KI-basierten Steuerung. Die Kundenzufriedenheit ist spürbar gestiegen. „Unsere Mieter erhalten durch das Steuerungssystem angenehme und komfortable Wärme, die Energie spart und das Klima schützt. Auch die Kommunikation mit den Servicetechnikern von enercity ist unkomplizierter. Bei Beschwerden greifen sie in Echtzeit auf reale Daten aus unseren Liegenschaften zurück und bieten schneller und gezielter Lösungsvorschläge an“, benennt OSTLAND-Vorstand Andreas Wahl die Vorteile. Die Wohnungsgenossenschaft verwaltet in der Region Hannover etwa 2.000 Wohnungen in 254 Immobilien.

Lastmanagement erhöht Flexibilität im Netz und nutzt Fernwärmekapazitäten effizient

Die zweite Phase des Projekts zielt stärker auf die Spitzenlastoptimierung. Das KI-gesteuerte Programm wirkt Lastspitzen durch deren Voraussage und intelligente Regelung der Raumheizung entgegen, indem es das Heizen verschiebt, ohne das Innenraumklima zu beeinträchtigen. Dabei nutzt die Software die Gebäude selbst als verteilte Wärmespeicher. Die Verschiebung der Bedarfe und damit der Wärmeabnahmen senkt effektiv Lastspitzen, wodurch die Kosten für Kunden sinken. enercity braucht weniger Erzeugungskapazitäten, um die Nachfrage zu befriedigen. Damit wird Fernwärme als Wärmequelle für die Zukunft noch nachhaltiger. Eine moderne Fernwärmeinfrastruktur leistet einen großen Beitrag zu den Maßnahmen der Städte, den Klimawandel einzudämmen. Wie das Pilotprojekt von enercity gezeigt hat, liegt der Schlüssel in der Digitalisierung.

„Der Einsatz der smarten Steuerung bei dem Projekt brachte neben Energieersparnissen auch eine Spitzenlastreduktion um rund 20 Prozent. Eine derartige Spitzenlastsenkung in Gesamtnetz würde es enercity erlauben 25 Prozent mehr Kunden ans Fernwärmenetz anzuschließen, ohne bestehende Produktionskapazitäten erweitern zu müssen“, so enercity-Chefin Zapreva. Langfristig kann die Nutzung der Gebäude als Wärmespeicher den Einsatz von Spitzenlastkesseln, die zur Abdeckung erhöhter Nachfrage dienen, deutlich reduzieren. Der Aufwand für die Fernwärmeerzeugung in Heizkraftwerken würde weiter sinken − und damit auch der CO2-Ausstoß.

Vernetztes Krankenhaus: enercity begleitet Sophienklinik auf dem Weg zum Smart Hospital – Sophienklinik Enercity

Vernetztes Krankenhaus: enercity begleitet Sophienklinik auf dem Weg zum Smart Hospital

9. September 2020/in Wirtschaft

HANNOVER (PM). Krankenhäuser sind große Energienutzer. Durch den klug geregelten Ressourceneinsatz können sie zwar einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der hannoverschen Sophienklinik und dem Energiedienstleister enercity geht dies aber noch nicht weit genug.

Beide schauen ganzheitlich auf das Smart Hospital, also das vernetzte Krankenhaus: Energieverschwendung vermeiden, das Raumklima in Patientenzimmern regeln und die Temperatur von Blutkonserven überwachen − in der Sophienklinik wird dies dank enercitys Expertise im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) zum Kinderspiel. Etwa mithilfe intelligent gesteuerter Raum- und Heiztechnik, vernetzten Temperaturfühlern im Kühlschrank oder Luftgütesensoren auf Klinikfluren sowie in Behandlungs- und Patientenzimmern.

Vernetzte Lösungen können Leben retten

„Das Internet der Dinge ist nahezu überall und so auch im Krankenhaus angekommen“, sagte enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva anlässlich eines Pressegesprächs. Vernetzte Lösungen sorgen für mehr Komfort und Effizienz in Kliniken, entlasten Ärzte und Pflegekräfte bei Routinearbeiten, tragen zum Wohlbefinden der Patienten bei und schaffen mehr Sicherheit: „Sachgemäß eingelagertes und richtig temperiertes Blutplasma kann Patienten bei komplexen OP-Eingriffen das Leben retten“, so Zapreva.

Gesundheits-, Arbeits- und Klimaschutz als Erfolgstrio

„Wir haben das Ziel, nicht nur eine vernetzte, sondern auch eine grüne Klinik zu sein. So wurde bereits beim Bau des neuen Klinikgebäudes ein Fokus auf Umweltschutz gelegt“, sagte Manuel Demes, kaufmännischer Geschäftsführer der Sophienklinik. Sie ist Hannovers erste Klinik, die am Projekt KLIK green des Bundesumweltministeriums zur Reduzierung von CO2 teilnimmt. Neben Umweltaspekten steht das Wohlbefinden der Patienten und Mitarbeiter der Klinik im Vordergrund − auf diese Weise profitieren alle gleichermaßen. „Unter dem Motto ‚green & smart‘ sind wir bereits mittendrin, interne Prozesse noch effektiver, sicherer und umweltfreundlicher zu machen. Gesundheits-, Arbeits- und Klimaschutz schließen sich nicht aus, sondern beeinflussen sich wechselseitig positiv“, so Dr. Stephan J. Molitor und Carlo Brauer, die gemeinsam die ärztliche Geschäftsführung der Sophienklinik wahrnehmen.

Warnhinweis bei Abweichung des Grenzwerts

Im ersten Schritt wird enercity insgesamt 48 Patienten- und Dienstzimmer sowie Funktionsräume der Belegarztklinik mittels intelligent vernetzter Funksensoren auf den CO2-Gehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit überwachen. Werden definierte Grenzwerte über- oder unterschritten, erfolgen ein visueller Warnhinweis im Stationszimmer und eine SMS-Nachricht an das Pflegepersonal. Die lästige manuelle Überprüfung der Parameter entfällt, der gesundheitsförderliche Wohlfühlfaktor für Patienten, Ärzte, Mitarbeiter und Besucher steigt. Die Ausstattung weiterer Räume ist in einem zweiten Schritt geplant.

Mitdenkender Medikamentenschrank

Darüber hinaus installiert enercity in einem Medikamentenschrank der Klinik smarte Temperatursensoren. Die Einlagerungsbedingungen von Blutprodukten und Medikamenten werden konsequent überwacht. Auch hierbei erfolgt ein elektronischer Warnhinweis bei der Abweichung von definierten Grenzwerten, sollte der Schrank längere Zeit offenstehen oder defekt sein. Zudem lässt sich der Temperaturverlauf im Bedarfsfall digital dokumentieren. Einen Beitrag zum Klimaschutz leisten Temperaturfühler in den Flurbereichen des Krankenhauses. Sie sorgen dafür, dass die dort installierten Heizkörper auf geeignete Temperatur geregelt werden und so der Energieverbrauch optimiert wird.

Beitrag zur Digitalisierungsstrategie von Krankenhäusern

Laut einer Roland Berger-Studie haben knapp 90 Prozent aller Krankenhäuser eine Digitalisierungsstrategie entwickelt, um ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu steigern – auch im Bereich der Infrastruktur. „Hierbei werden wir Kliniken unterstützen und unsere Geschäftsaktivitäten im Bereich vernetzter Produkte und Services für Kliniken ausbauen. Mit unseren intelligenten Lösungen wollen wir zu mehr Lebensqualität, Sicherheit und Ressourcenschonung in Krankenhäusern und Städten insgesamt beitragen“, sagte Zapreva.

Weiterer Ausbau der Zusammenarbeit geplant

Der Energiedienstleister enercity und die Sophienklinik beabsichtigen, nach erfolgreicher Umsetzung der Auftaktprojekte weitere IoT-Lösungen im Krankenhaus einzusetzen. Potenziale sehen beide Partner etwa bei der elektronischen Erfassung der Kundenzufriedenheit und Servicequalität sowie in den Bereichen Abfall-, Parkraum- und Beleuchtungsmanagement. Zusätzlich installiert enercity eine E-Ladesäule auf dem Parkplatz der Klinik, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Mittelfristig ist beabsichtigt, den gesamten Fuhrpark der Klinik auf Elektromobilität umzustellen.

Corona und die Folgen: Der Immobilienmarkt 2020 – Immobilienbericht

Corona und die Folgen: Der Immobilienmarkt 2020

5. August 2020/in Wirtschaft

REGION HANNOVER (PM). Auch der Immobilienmarkt in der Region Hannover steht zur Jahresmitte im Zeichen von Corona. Wobei die Auswirkungen auf die einzelnen Teilmärkte unterschiedlich ausfallen: Nach dem zunächst sehr guten Start ins Jahr 2020 gelten nun insbesondere Einzelhandel, Hotel und Gastronomie in Hannover als am schwersten betroffen.

Doch auch in den derzeit vergleichsweise unbeeindruckten Segmenten Wohnen, Büro und Logistik können Auswirkungen der durch die Pandemiebekämpfung verursachten Wirtschaftskrise nicht ausgeschlossen werden. Den gemeinsam mit der bulwiengesa AG und 25 marktprägenden Unternehmen erstellten „Immobilienmarktbericht 2020“ haben Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, und Uwe Bodemann, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover, heute vorgestellt.

Wie Hannovers Immobilienwirtschaft die Corona-Krise meistern wird, ist aus Sicht der meisten Marktakteure derzeit noch nicht deutlich absehbar. Marktdaten, die üblicherweise zur Bewertung genutzt werden, sind nur bedingt aussagekräftig oder nur vorsichtig interpretierbar. Für die Autoren der Bestandsaufnahme ist für das laufende Jahr aber schon jetzt ersichtlich: Corona hinterlässt deutliche Spuren auf dem regionalen Markt für Gewerbe- und Wohnimmobilien. „Zwar hat sich der Standort Hannover in der Vergangenheit bei Krisen weniger verletzlich gezeigt als andere Regionen in Deutschland, doch ist in diesem Jahr die Fallhöhe in allen Teilmärkten aufgrund des außergewöhnlich guten Vorjahres besonders hoch“, so Stadtbaurat Uwe Bodemann.

Investmentmarkt

Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover: „2019 war mit einem Investmentvolumen von rund einer Milliarden Euro in der Region Hannover ein absolutes Rekordjahr!“ Fast 200.000 Quadratmeter Büroflächen- und 380.000 Quadratmeter Logistikflächenumsatz sind absolute Rekordwerte. Die Vorjahresspitzenmiete von 18 Euro/Quadratmeter für Büros stellt einen neuen Spitzenwert dar. Auch in den Bereichen Hotel und Einzelhandel ist Hannover im vergangenen Jahr sehr gut aufgestellt gewesen. Der Wohnimmobilienmarkt ist seit Jahren von einer starken, kaum zu befriedigenden Nachfrage geprägt.

Entsprechend vielversprechend verlief das erste Quartal 2020. So war kurz vor Beginn des Corona-bedingten Lockdowns eigentlich davon auszugehen, dass das Jahresergebnis 2020 wieder ein ähnliches Niveau wie in den vorangegangenen Rekordjahren erreichen könnte. Es ist anders gekommen. Hoffnung macht Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter des auf Immobilien spezialisierten Analysehauses bulwiengesa. Er ist sich im deutschen Standortvergleich sicher: „Der Immobilienstandort Hannover hat das Potenzial, diese beispiellose Krise nachhaltig bewältigen zu können. Für alle Teilmärkte gilt: Hannover hat in der Vergangenheit eine belastbare und vielfältige ökonomische Basis entwickelt, die bei Immobilieninvestoren als wesentliche Voraussetzung für Investitionen gelten. Das ist trotz aller Schwierigkeiten eine gute Voraussetzung, diese Krise zu bestehen – selbst in der Innenstadt.“ Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass das starke Vorjahresergebnis wiederholt werden könne.

Büro

Aktuell präsentiert sich der Büroimmobilienmarkt weitgehend stabil und unbeeindruckt. Die Halbjahresbilanz weist zunächst keine Rückgänge auf: Zur Jahresmitte 2020 liegt der Büroflächenumsatz bei rund 100.000 Quadratmetern; die Spitzenmiete hat nur leicht nachgegeben und liegt immer noch auf hohem Niveau im Vergleich zu den letzten Jahren. Getragen wird der positive Eindruck des ersten Halbjahres von einem außergewöhnlich starken ersten Quartal. Mit Beginn der Corona-Einschränkungen ist das Marktgeschehen aber auch auf dem lokalen Büroimmobilienmarkt zum Erliegen gekommen. Diese anfängliche Phase der Unsicherheit scheint zur Jahresmitte zunächst überwunden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Büroflächenumsätze bis zum Jahresende tatsächlich entwickeln werden.

„Die Nachfrage nach Büroflächen ist vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Zudem ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digitaler Arbeitsprozesse und der Ausbau des Home-Office mittelfristig auswirken werden“, so Ulf-Birger Franz. Möglich sei auch, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working, die zuletzt auch in Hannover festzustellen waren, den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.

Logistik

Bereits in den ersten Wochen der Corona-Krise hat die Logistikwirtschaft ihre Systemrelevanz unter Beweis gestellt und gezeigt, dass die Branche zur Versorgung unverzichtbar ist. Die Krise hat die vor- und nachgelagerte Logistik für den wachsenden Onlinehandel gestärkt. Für Immobilien und logistische Infrastrukturen, die vor allem für Industrielogistik ausgelegt sind, ist die Lage hingegen derzeit angespannt und hat insbesondere die Automotive-Branche stark getroffen. Mittel- bis langfristig sei allerdings wieder von erhöhten logistischen Flächenbedarfen in der Region Hannover auszugehen.

Wohnen

Nach einer kurzen Corona-Flaute, die vermutlich eher einer allgemeinen abwartenden Haltung und Unsicherheit zu Beginn des Lockdowns geschuldet gewesen ist, zeigt sich der Wohnimmobilienmarkt derzeit krisenfest und vergleichsweise unbeeindruckt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die überwiegende Mehrheit der regionalen Marktakteure sieht aktuell noch keinen negativen Einfluss durch Corona auf die laufenden und geplanten Projekte. Die Kaufpreise und Mieten sind weiterhin stabil bis leicht steigend. „Der hannoversche Wohnimmobilienmarkt spürt kurzfristig kaum Auswirkungen der Krise – der Bedarf an Wohnimmobilien ist ungebrochen“, stellt Baudezernent Bodemann fest: „Stadt und Region dürfen trotz der Corona-Krise nicht nachlassen, lebenswerte und nachhaltige Stadtquartiere zu entwickeln und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Einzelhandel

Der Einzelhandel in Stadt und Region Hannover muss sich neu sortieren, auch dies ist eine Erkenntnis des Immobilienmarktberichtes. Eröffnungen neuer Handelskonzepte in Hannovers Innenstadt sind vorerst weitgehend ausgesetzt, die Nachfrage nach klassischen Handelsflächen zunächst vollständig eingebrochen. Der Lebensmitteleinzelhandel beziehungsweise die Nahversorger konnten sich dank ihrer Grundversorgungsfunktion dem Corona-Abwärtstrend im übrigen Einzelhandel entziehen und den Umsatz teilweise erheblich steigern. Diese erhöhte krisenbedingte Nachfrage hat sich inzwischen normalisiert. Und auch in Hannovers Innenstadt werden wieder 70 bis 80 Prozent der Vorjahreswerte bei den Passantenfrequenzen erreicht. Zwischenzeitlich waren die Besucherzahlen in einzelnen Haupteinkaufsstraßen um über 80 Prozent zurückgegangen.

Hotel

Der Hotelmarkt spürt die Auswirkungen der Pandemie besonders deutlich. Ein Ausbleiben von Geschäftsreisenden, Absagen von Messen und anderen Großveranstaltungen und Reiseeinschränkungen haben die Hotels in den letzten Wochen extrem belastet. Und auch die ersten Lockerungen haben mit Blick auf die nationalen Marktdaten und übertragen auf die Region Hannover die Situation nur bedingt entspannt. Insbesondere die Hotellerie in den Städten ist noch weit entfernt von Erlösen, die kostendeckend oder gar gewinnbringend wären. Hotels zählten in den vergangenen Jahren auch in Hannover zu den verstärkt nachgefragten Anlageklassen. Ob die zahlreichen Projekte, die in der Pipeline stecken, allerdings tatsächlich realisiert werden, ist fraglich. Aktuell sind viele Verhandlungen und strategische Projekte auf Eis gelegt, die Verhandlungen abgebrochen oder ausgesetzt. Die regionalen Marktakteure erwarten, dass vor allem die Hotellerie und damit der Hotelimmobilienmarkt am längsten brauchen wird, um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen.

Der Immobilienmarktbericht

Der Immobilienmarktbericht wurde von der Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt und weiteren 25 Partnerinnen und Partnern aus der regionalen Immobilienwirtschaft erarbeitet. Seit 2004 arbeitet die Projektgruppe mit der bulwiengesa AG zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie und der Absage der internationalen Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München werden die Ergebnisse der Immobilienexpertinnen und Experten in diesem Jahr bereits jetzt einer Kurzversion veröffentlicht

Scheuer: Busbranche kann Hilfsgelder abrufen – Busbranche© Bernd Günther

Scheuer: Busbranche kann Hilfsgelder abrufen

16. Juli 2020/in Wirtschaft

BERLIN. Die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Notlage geratenen Reisebusunternehmen können ab dem 24.07.2020 die von Bundesminister Andreas Scheuer zugesagten Hilfsgelder in Höhe von 170 Millionen Euro abrufen. Die dafür notwendige Finanzierungsregelung wird am Freitag im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Andreas Scheuer: „Die Busbranche wurde von Corona besonders hart getroffen. Das sind vor allem Mittelständler, die um ihre Existenz fürchten. Jetzt dürfen nicht ausgerechnet die bestraft werden, die in den vergangenen Jahren intensiv in neue und klimafreundliche Mobilität mit neuen Bussen investiert haben. Wir werden den betroffenen Busunternehmen deshalb schnell und unbürokratisch helfen. Dafür nehmen wir 170 Millionen Euro in die Hand. Die Gelder können ab dem 24. Juli abgerufen werden.“

Die Reisebusunternehmen waren durch das Verbot von Reisebusreisen, auf das sich Bund und Länder am 16.03.2020 verständigt hatten, bereits zu einem frühen Zeitpunkt von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Seit März gab es keine touristischen Reisen, keine Vereinsfahrten, keine oder nur reduzierte Schülerverkehre. Die Fixkosten aber sind weitergelaufen. Mit dem nun aufgelegten Programm des BMVI werden die sogenannten Vorhalte- und Vorleistungskosten, die zwischen dem 17.03.2020 und dem 30.06.2020 angefallen sind, finanziert. Die Mittel kommen aus dem Haushalt des BMVI und müssen noch in diesem Jahr ausgezahlt werden.

Eckpunkte der Finanzierungsregelung

  • Ausgleichbar sind sogenannte Vorhaltekosten. Das sind fortlaufende Tilgungs- oder Leasingraten für die Anschaffung der Reisebusse vor der Corona-Pandemie sowie „Vorleistungskosten“ z.B. für Reisekataloge oder Werbeanzeigen.
  • Die Hilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen gewährt.
  • Berücksichtigt werden neue oder gebrauchte Busse mit der Schadstoffklasse Euro V oder besser.
  • Der Höchstbetrag liegt bei 26.334 Euro pro Bus. Doppelförderungen sind mit Blick auf andere COVID-19-bedingte Unterstützungsleistungen ausgeschlossen.
  • Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Güterverkehr (BAG).
  • Anträge können elektronisch bis zum 30.09.2020 beim BAG gestellt werden. Die Antragsformulare können ab dem 24.07.2020 auf der Internetseite des BAG heruntergeladen werden: www.bag.bund.de.
Deutsche Messe erhält eigene 5-G-Lizenz der Bundesnetzagentur – 5G

Deutsche Messe erhält eigene 5-G-Lizenz der Bundesnetzagentur

23. Juni 2020/in Wirtschaft

Hannover. Startschuss für die private 5-G-Campus-Lizenz der Deutschen Messe: Das Messegelände in Hannover hat von der Bundesnetzagentur die offizielle Urkunde für die Frequenz-Zuteilung des privaten 5-G-Netzes erhalten.

„Wir freuen uns sehr über unsere erste private 5-G-Campus-Lizenz“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe. „Besonders in Zeiten von Corona ist das ein wichtiges Signal, das für Zukunft, Fortschritt, neue Technologien und Investitionsbereitschaft steht. Wir bieten unseren Kunden mit unserer Lizenz die volle 100 Megahertz (MHz) Bandbreite für Ihre vielfältigen Anwendungsszenarien und unterschiedliche Showcases.“

Bis Jahresende will die Deutsche Messe das Messegelände 5-G-ready machen. Im ersten Schritt werden in allen 25 Hallen entsprechende Kabel verlegt, sodass in der Folge kabellos von den montierten 5-G-Antennen zu allen Geräten in den Messehallen gefunkt werden kann. Erste professionelle Anwendungen können dann beispielsweise im Bereich des automatisierten Fahrens oder in der Gesichtserkennung in den Eingängen realisiert werden.

„Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422736

„Night of Light 2020“ – Hannover leuchtet Rot

23. Juni 2020/in Hannover, Wirtschaft

HANNOVER. In der Nacht von Montag (22.06.) auf Dienstag erstrahlten für drei Stunden in der Landeshauptstadt viele Gebäude in rotem Licht. Unter dem Motto „Wir sind viele“ verband die Veranstaltungswirtschaft ihre Aktion mit vielen Gebäuden der Stadt. Unter anderem waren wurde das neue Eingansportal des Erlebniszoo-Hannover, das Opernhaus, Teile der Innenstadt und das Rathaus mit roten Lichtinstallationen und Lichtschriftzügen beleuchtet. Aber auch viele Unternehmen der Veranstaltungsbranche vom Hannover Congress Centrum über das Theater am Aegi, vom NDR-Funkhaus bis zur HDI-Arena erstrahlten mahnend im roten Licht.

Deutschland ist in rotem Licht erstrahlt. Fast 9000 Gebäude in bundesweit mehr als 1500 Städten sind in der Nacht vom 22.06.2020 auf den 23.06.2020 mit rotem Licht illuminiert worden. Mit der Aktion „Night of Light 2020“ machen die mehr als 8000 Teilnehmer auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam.

Durch die behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise droht einem der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft eine Pleitewelle enormen Ausmaßes. Mit der „Night of Light 2020“ rufen Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft zu einem Dialog mit der Politik auf, um Lösungen und Wege aus der Krise zu entwickeln.

„Die überwältigende Zahl von Unterstützern und Teilnehmern aus allen Disziplinen der Veranstaltungswirtschaft zeigt deutlich, dass wir ein riesengroßes Problem haben“, sagte Tom Koperek, Initiator der Aktion „Night of Light 2020“ und Vorstand der LK-AG Essen. Die nächsten 100 Tage werde die Veranstaltungsbranche nicht überstehen, wenn es keine alternativen Lösungsansätze gebe. „Wir hoffen, dass die Politik jetzt wach geworden ist und sich dazu bereit zeigt, mit uns in einen lösungsorientierten Dialog einzutreten.“

Mit der größten Aktion dieser Art jemals haben sich Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft zusammengeschlossen und ein strahlendes Zeichen für eine vom Aussterben bedrohte Branche gesetzt: Eventlocations, Spielstätten, Veranstaltungszentren und andere Bauwerke sind im Rahmen der „Night of Light“ zu rot leuchtenden Mahnmalen geworden. Durch das Medium des Lichts sollte der Wirtschaftszweig der Veranstaltungsbranche in seiner Gänze sichtbar gemacht werden – einer Branche, die über 150 Gewerke und Disziplinen umschließt und daher über keine einheitliche Lobby verfügt, obwohl sie in ihrer Gesamtheit hinsichtlich Beschäftigtenzahlen und Umsatz unter den Top 3 Branchen in Deutschland rangiert. Allein Konzerte, Volksfeste, Firmenfeiern und Messen ziehen in normalen Jahren in Deutschland knapp 500 Mio. Besucher an. Da diese gar nicht oder nur unter erheblichen Auflagen stattfinden können, ist der Veranstaltungsbranche die Arbeitsgrundlage entzogen worden: Gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt drohen.

Die derzeitigen Hilfeleistungen in Form von Kreditprogrammen stellen kein probates Mittel dar, um die Veranstaltungswirtschaft zu retten, da die Kredite nicht wertschöpfend investiert werden können. Sie müssen aufgewendet werden, um die Betriebskosten zu decken, während es weiterhin keine Einnahmen gibt. Am Ende steht daher die erneute Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen. „Das ist nur eine Verlängerung des Siechtums“, sagte Koperek in einer Pressekonferenz am Montag. „Man hängt die Veranstaltungswirtschaft an ein Beatmungsgerät, und irgendwann wird die Sauerstoffflasche leer sein.“ Er fügte hinzu, dass sich die Aktion ausdrücklich nicht gegen die im Zuge der Corona-Krise beschlossen Hygienemaßnahmen wende. „Das Virus ist da. Es ist gefährlich und für uns nicht beherrschbar“, sagte Koperek. Ziel der Aktion sei der Dialog der Veranstaltungsbranche mit der Politik, um echte Hilfemaßnahmen zu entwickeln. „Wie können wir erreichen, dass die Mehrheit der Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft die Corona-Krise übersteht?“

  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1412719
    Das Eingangsportal des Erlebniszoo-Hannover erstrahlt im Rot © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1412723
    Die Stadthalle in Hannover leuchtet in Rot © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1412726
    Auch das Congress Hotel am Stadtpark beteiligte sich an der Aktion © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422728
    Hannovers Einkaufsmeile vor dem Kröpcke leuchtet Rot © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422729
    Selbst die Bäume an der Georgsstraße wurden mit roten Scheinwerfern angestrahlt © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422731
    Auch am Opernhaus beleuchten rote Scheinwerfer ab 22 Uhr die Fassade © Bernd Günther
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    Das Theater am Aegi glüht von Innen in rotem Licht © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422741
    Rotes Licht und Schriftzüge werden auf das hannoversche Rathaus projiziert © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422743
    Am Mittelstreifen des Friedrichswall haben die Veranstalter rote Leuchtstäbe aufgestellt © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422749
    Rotes Licht und Schriftzüge werden auf das hannoversche Rathaus projiziert © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422750
    Rotes Licht und Schriftzüge werden auf das hannoversche Rathaus projiziert © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422752
    Rotes Licht und Schriftzüge werden auf das hannoversche Rathaus projiziert © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422754
    Rotes Licht und Schriftzüge werden auf das hannoversche Rathaus projiziert © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422759
    Der Sendesaal des NDR in Hannover am Maschsee erstrahlt in Rot © Bernd Günther
  • „Night of Light 2020“ - Hannover leuchtet Rot – BGPress 1422767
    Selbstverständlich wird auch das Fußballzentrum Hannovers, die HDI Arena, in rotes Licht getaucht © Bernd Günther
Startup-Gründerinnen in Niedersachsen sichtbarer machen - Studie #femalestartupsnds – femalestartup2

Startup-Gründerinnen in Niedersachsen sichtbarer machen – Studie #femalestartupsnds

22. Juni 2020/in Wirtschaft

HANNOVER. Gründerinnen wie Rima Rifai setzen mit neuronalen Düften aus ihrer Duftmanufaktur auf ein besonderes Werbekonzept für Firmen und Kirsten Büchler beschäftigt sich mit ihrem Gründungsteam bei FORMHAND mit der Entwicklung und dem Vertrieb von hochanpassungsfähigen Greifern für die Produktion und Logistik.

Was Innovationsgründerinnen brauchen, um sichtbarer zu werden, was sie inspiriert und was sie ausbremst, das zeigt die Studie #femalestartupsnds. Sie wurde sowohl vom Niedersächsischen Sozialministerium als auch vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium sowie mit EU-Mitteln finanziert. Dazu hat die Beratungsstelle GründerinnenConsult des Trägers hannoverimpuls gemeinsam mit der Juniorprofessur Female Entrepreneurship der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg erstmals 30 Startup-Unternehmerinnen aus Niedersachsen befragt. Die Ergebnisse sind von Viktoria Vorwachs, Gründerinnen-Consult, in konkreten Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteurinnen und Akteure des Startup-Ökosystems zusammengefasst.

Niedersachsens Gleichstellungsministerin Carola Reimann betont: „Die Studie ist ein wichtiger Schritt zu mehr ‚Female Empowerment‘, sprich mehr Emanzipation, Durchsetzungskraft und schlussendlich Gleichberechtigung. Junge Frauen glänzen oft mit exzellenten Studienabschlüssen und kreativem Potential. Auf der Bühne stehen am Ende aber meistens die Männer.“ Dies solle sich ändern. Das Forschungsprojekt zeige auf, dass Frauen durchaus erfolgreich Unternehmen gründen und etwas bewegen können. „Gute Beispiele und gute Rahmenbedingungen tragen schon jetzt dazu bei, dass junge Frauen in der Startup-Szene sichtbarer werden. All diese Ideen brauchen wir für ein wirtschaftlich erfolgreiches und sozial fortschrittliches Niedersachsen“, unterstreicht Dr. Carola Reimann.

Der Niedersächsische Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Althusmann, sagt:  „Wir begrüßen die vorgelegte Studie sehr. Sie zeigt uns, dass Niedersachsen bei den Gründerinnen als Bundesland mit einem positiven Gründungsklima wahrgenommen wird. Mit unserer Startup-Initiative und den darin enthaltenen Bausteinen zur Förderung von Startup-Zentren, den Förderprogrammen NSeed, Gründungsstipendium und MikroSTARTer sowie der sich immer weiterentwickelnden Internetseite startup.niedersachsen.de arbeiten wir seit Jahren an einer nachhaltigen und guten Gründungsinfrastruktur. Gleichzeitig zeigt die Studie ein breites Handlungsspektrum auf, wie das Gründungsverhalten von Frauen noch besser unterstützt und ausgebaut werden kann. Wenn wir Niedersachsen als Gründungsland weiter nach vorne bringen wollen, dann brauchen wir noch mehr weibliche Gründungen. Die Ergebnisse der Studie werden uns dabei helfen.“

Fakt ist: Die Innovationskraft niedersächsischer Startup-Unternehmen ist für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes unverzichtbar. Nach wie vor werden jedoch nur 15 Prozent der deutschen Startups von Frauen gegründet. Dabei geben neue digitale Lösungen und Geschäftsmodelle wichtige Impulse für traditionelle Unternehmen und erhöhen die Wertschöpfung in Niedersachsen.

Doris Petersen, Geschäftsführerin der hannoverimpuls GmbH, betont: „Die Studie gibt uns konkrete Hinweise darauf, wie wir als Wirtschaftsförderung mit neuen Formaten „Female Startups“ besser unterstützen können. Sie gibt darüber hinaus ein klares Signal, dass viele Rahmenbedingungen noch immer nicht passend sind für die weibliche Gründungsethik. Wir wünschen uns, dass die Studie Veränderungsprozesse bei allen Akteurinnen und Akteuren des Startup-Ökosystems anregt.“

Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten fasst Professorin Dr. Stephanie Birkner, die gemeinsam mit Lisa Heinrichs und Juliane Friedrich für das Studiendesign und deren Durchführung verantwortlich war, wie folgt zusammen: „Erste wichtige Schritte sind getan, um Genderstereotypen in der Start-up Szene aufzubrechen. Die Gründungswelt ist jedoch weiterhin noch sehr stark männlich geprägt. Um auf die vielfältigen Bedarfe und Bedürfnisse der Gesellschaft reagieren zu können, braucht es jedoch auch eine vielfältige Gründungsgemeinschaft. Das Sensibilisieren für und das Überwinden von (unbewussten) Vorurteilen ist hier ebenso wichtig wie die Erweiterung des Repertoires an Rollenvorbildern. Vor allem braucht es aber auch Rahmenbedingungen und Förderungen, die bedarfsorientiert angelegt sind und die zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrer aktuellen Welt abholen und auf ihren Gründungswegen flexibel und individuell begleiten.“

Darüber hinaus schätzen Startup-Unternehmerinnen den Austausch mit Gleichgesinnten, wünschen sich aber auch mehr Kontakt zu Expertinnen und Experten in Sachen Vermarktung und Finanzierung. Dabei sei auffällig, dass Frauen eine nachhaltige und sinnhafte Gründung besonders wichtig sei. Es gehe ihnen selten nur um schnelles Geld. Vielmehr solle ihre Idee für Menschen oder Firmen konkrete Verbesserungen bringen; ökologische Verträglichkeit und ein sozialer Mehrwert spielen eine wichtige Rolle. Frauen gründeten zudem auch gerne in gemischten Teams – sehr männlich geprägte Netzwerke und Wettbewerbe blieben ihnen oft fremd.

Die Studie können Sie gern hier einsehen: female-startups-nds.de

Aufsichtsrat verlängert Vertrag von enercity-Chefin Susanna Zapreva – 2020 06 11 Zapreva von der Ohe

Aufsichtsrat verlängert Vertrag von enercity-Chefin Susanna Zapreva

11. Juni 2020/in Wirtschaft

Der Aufsichtsrat der enercity AG hat in seiner Sitzung am 11. Juni den Vertrag der Vorstandsvorsitzenden Dr. Susanna Zapreva um fünf Jahre verlängert. Ihr neuer Vertrag läuft bis 2026. Susanna Zapreva war 2016 zu enercity gekommen.

Der enercity-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Axel von der Ohe erklärte nach einer Sitzung des Gremiums am Donnerstag in Hannover: „Die von Frau Dr. Zapreva gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen und den Beschäftigten in den vergangenen vier Jahren vorangetriebene Modernisierung und Neuausrichtung des Unternehmens erfährt mit dieser Entscheidung die notwendige personelle Kontinuität. Ich freue mich sehr über diese Weichenstellung. Gerade angesichts der großen Herausforderungen etwa im Bereich der Digitalisierung oder der Energiewende ist damit eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen.“

enercity-Chefin Zapreva freute sich über die Bestätigung ihrer bisherigen Arbeit. „Die Vertragsverlängerung zeigt mir, dass der Aufsichtsrat den strategischen Kurs von enercity unterstützt“, so Zapreva. „Ich hatte das Glück, in den vergangenen Jahren mit einem tollen Team viel zu bewegen. Ich freue mich darauf, auch in den kommenden Jahren meinen Beitrag dazu zu leisten, dass enercity noch erfolgreicher wird.“

Susanna Zapreva war vor ihrem Wechsel zu enercity Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH und davor Geschäftsführerin der Wienstrom GmbH. Die gebürtige Wienerin ist Doktorin der Ingenieurwissenschaften (Elektrotechnik) und Diplom-Kauffrau.

Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411709© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Spatenstich für den „Karriere-Campus“ von Swiss Life Deutschland in Lahe

11. Juni 2020/in Wirtschaft, Hannover

HANNOVER. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers nahm heute im Beisein von Jörg Arnold (CEO Swiss Life Deutschland) und weiteren geladenen Gästen am Spatenstich für den Neubau teil. Swiss Life investiert 30 Millionen Euro in das neues Seminar- und Tagungszentrum „Karriere-Campus“, welches in Lahe entsteht.

Der Minister begrüßte in seiner Ansprache die Entscheidung der Swiss Life Deutschland, sich für den Standort Hannover entschieden zu haben. Er sei stolz, auf solche Partner wie Swiss Life in Niedersachsen an seiner Seite zählen zu können.

Das Versicherungs- und Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Deutschland beginnt den Bau des neuen Seminar- und Tagungszentrums am Firmenstandort in Hannover-Lahe. Der Spatenstich fand heute mit dem Finanzminister des Landes Niedersachsen, Reinhold Hilbers, statt. Das über 7.000 Quadratmeter große Tagungszentrum trägt den Namen „Karriere-Campus“ und dient vor allem der Aus- und Weiterbildung der 4.200 lizenzierten Finanzberater, die für die Unternehmen Swiss Life Select, tecis, HORBACH und ProVentus tätig sind und ihre Kunden zu Vorsorge, Absicherung und einer selbstbestimmten Zukunftsplanung beraten. Gleichzeitig entstehen dort weitere Arbeitsplätze für die 750 Mitarbeitenden von Swiss Life am Standort Hannover. Die Veranstaltungsräume können auch von anderen Unternehmen gebucht werden.

Der Spatenstich fand Corona-bedingt unter strengen Hygienestandards statt. Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland, begrüßte am Firmensitz in Hannover den Finanzminister des Landes Niedersachsen, Reinhold Hilbers, den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Adis Ahmetovic, den Bezirksbürgermeister vom Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide, Harry Grunenberg sowie Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen und Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands.

Jörg Arnold sagte: „Finanzberatung ist heute wichtiger denn je. Die Menschen stellen zurecht höchste Qualitätsansprüche an die Beratung. Wir investieren sehr bewusst in das Know-how unserer Berater. Dieses Bildungszentrum ist für Swiss Life ein Symbol für Beratungsqualität und ein klares Bekenntnis zu unserem Firmenstandort in Hannover. Es freut mich, dass der Bau nun beginnt. An dieser Stelle möchte ich mich auch ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der regionalen Politik und auch dem Bauamt Hannover bedanken.“

Reinhold Hilbers, Finanzminister des Landes Niedersachsens, sagte bei seinem Grußwort beim Spatenstich: „Der Neubau eines Gebäudes dokumentiert insbesondere den Glauben an die Zukunft eines Projekts, er steht für die Vision von Entwicklung, Dynamik, wirtschaftlichem Engagement, Arbeitsplätzen und hier in ganz besonderen Maße für Bildung 1/3 und Ausbildung. Der heutige erste Spatenstich steht also für Optimismus und Zuversicht trotz der Pandemie. Im Namen der Landesregierung danke ich der Swiss Life für diese Investitionsentscheidung.“

Karriere-Campus in Hannover: Nachhaltige Bauweise für 7.300 Quadratmeter Tagungs- und Bürofläche

Der Neubau mit seiner Gesamtfläche von etwa 7.300 Quadratmetern verfügt über mehr als 30 Schulungs- und Tagungsräume sowie über einen 650 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal. Bei voller Auslastung finden dann bis zu 1.000 Personen Platz im Karriere-Campus. Vor Ort entstehen außerdem 170 moderne Arbeitsplätze und ein neuer Betriebskindergarten. Der gesamte Neubau wird die Gold-Zertifizierungskriterien der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllen und zudem Lademöglichkeiten für Elektroautos und Elektrofahrräder bieten.

„Menschen zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist unser gesellschaftlicher Auftrag. Gleichzeitig wollen wir unseren Finanzberatern eine starke Heimat bieten. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Karriere-Campus einen weiteren Beitrag dazu leisten. Es ist uns deshalb eine Herzensangelegenheit, bei unserem neuen Gebäude auch hohe Nachhaltigkeitsstandards zu erfüllen“, sagte Jörg Arnold weiter.

Swiss Life Deutschland befindet sich auf einem klaren Wachstumskurs, der von einer steigenden Nachfrage nach persönlicher Finanzberatung getrieben wird. Das spiegelt sich sowohl in der Anzahl der Finanzberater der Vertriebsgesellschaften Swiss Life Select, tecis, HORBACH und ProVentus wider, als auch im Wachstum der Belegschaft. Insbesondere junge Menschen suchen aktiv nach Vorsorgelösungen und persönlicher Unterstützung, um fürs Alter vorzusorgen, sich gegen Risiken abzusichern oder ihre Lebenspläne zu erreichen. Die Beraterinnen und Berater der Swiss Life-Vertriebsgesellschaften beraten derzeit rund 1,3 Millionen Kunden produktgeberübergreifend nach dem Best-Select-Prinzip.

  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411619
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411725
    Auf dem Gelände der Swiss LIfe im Stadtteil Lahe in Hannover wird der Karriere-Campus entstehen © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411636
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411659
    Jörg Arnold, CEO der Swiss LIfe Deutschland, begrüßte die anwesenden Gäste © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411663
    Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers begrüßte die Entscheidung für den Stadtort Hannover © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411676
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411689
    Josephine Weigelt, Abteilungsleiterin der Swiss Deutschland Holding GmbH, erläuterte die Vorteile des neuen Karriere-Campus den anwesenden Gästen © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411696
    Der Leiter Personal der Swiss Life Deutschland hob die Vorzüge des Neubaus hervor © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411709
    Spatenstich für den Karriere-Campus (v.l. Josephine Weigelt, Jörg Arnold, Reinhold Hilbers, Dirk von der Crone)
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411722
    Josephine Weigelt (Swiss Life) erläutert Finanzminister Reinhold Hilbert das Baugelände © Bernd Günther

 

Busunternehmer machen auf ihre Probleme in der Corona-Krise aufmerksam – Busdemo© Bernd Günther

Busunternehmer machen auf ihre Probleme in der Corona-Krise aufmerksam

16. Mai 2020/in Wirtschaft

HANNOVER (bg). Knapp 30 Busse unterschiedlicher Busreiseunternehmen trafen sich heute Mittag auf dem Schützenplatz in Hannover. Versammlungsleiter Oliver Beckmann vom Busreiseunternehmen Beckmann Reisen GmbH aus Hannover demonstrierte mit seinen ebenfalls betroffenen Kollegen mit einem Buskonvoi durch die Innenstadt von Hannover, um auf die Problematik für Busunternehmer hinzuweisen.

Die Branche der Reise- und Touristik-Unternehmen gehören ebenso wie die Gastronomiebetriebe und die Luftfahrtgesellschaften zu denjenigen, die zurzeit mit am schwersten von der Corona-Krise betroffen sind. Dort hängen Tausende von Arbeitsplätzen an den Folgen der Einschränkungen. Die Bundesregierung hat vorerst neben der weltweiten Reisewarnung ein Busreiseverbot verkündet.

Der Buskonvoi wurde durch eine Vielzahl von Polizeimotorrädern zur Verkehrslenkung begleitet. Dadurch ergaben sich nur kurzfristige Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Knapp eine halbe Stunde nach dem Start vom Schützenplatz hatte der Konvoi schon die Hälfte der genehmigten Strecke  zurückgelegt. (bg)

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