Zwei Amokalarme führen zu Großeinsätzen in Schulen in Hannover
Technischer Defekt und Missverständnis lösen Alarmketten aus.
HANNOVER (redu) – Am Freitagmorgen, 29. August 2025, haben zwei Amokalarme an Schulen in Hannover-Bult und an der KGS in Hemmingen-Westerfeld umfangreiche Einsätze von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Beide Schulen wurden evakuiert, das Umfeld großräumig abgesperrt. Am Ende stellte sich heraus, dass es sich um Fehlalarme handelte.
Alarm im Stadtteil Bult
Gegen 08:30 Uhr ging am Freitag der Amokalarm an einer Schule im hannoverschen Stadtteil Bult ein. Das technische System ist speziell für Notfälle eingerichtet, in denen ein akuter Gefahrenverdacht besteht. Innerhalb weniger Minuten trafen zahlreiche Polizeikräfte am Ort ein. Unterstützt wurden sie von Rettungsdiensten, die sich ebenfalls auf eine mögliche Bedrohung einstellten.
Der Bereich um die Schule wurde sofort abgesperrt. Einsatzkräfte mit Schutzausrüstung durchsuchten das Gebäude, während parallel die Evakuierung anlief. Schülerinnen und Schüler verließen das Schulgebäude geordnet und wurden auf dem Gelände von 16 Einsatzkräften des DRK mit Unterstützung von vier speziell ausgebildeten PSNV-Kräften (Psychosoziale Notfallversorgung) des DRK-Region Hannover e.V. in Empfang genommen. Für die Betreuung stellte eine benachbarte Firma Räumlichkeiten zur Verfügung.
Im Verlauf der Maßnahmen stellte sich heraus, dass ein technischer Defekt das Alarmsystem ausgelöst hatte. Gegen 10:30 Uhr beendete die Polizei den Einsatz. Bis dahin kam es im Umfeld zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Auch das nahegelegene Krankenhaus war betroffen, blieb jedoch für Notfälle jederzeit erreichbar. Der Zugang für Patientinnen und Patienten wurde über gesicherte Wege gewährleistet.
Zweiter Alarm in Hemmingen
Während die Einsatzkräfte in Hannover-Bult noch vor Ort waren, erreichte gegen 09:15 Uhr ein weiterer Amokalarm die Polizei. Betroffen war dieses Mal die KGS in Hemmingen-Westerfeld. Auch hier rückten die Kräfte sofort an und begannen mit Evakuierungs- und Sicherungsmaßnahmen.
Nach kurzer Zeit wurde deutlich, dass auch dieser Alarm unbegründet war. Falschinformationen, die im Kontext des Einsatzes in Hannover kursierten, hatten innerhalb der Schülerschaft zu einem Missverständnis geführt. Dieses Missverständnis löste den Alarm aus, obwohl keine konkrete Gefahr bestand.
Professionelles Vorgehen der Einsatzkräfte
In beiden Fällen handelten die Einsatzkräfte nach festgelegten Abläufen, um im Ernstfall jede Bedrohungslage sofort einzudämmen. Die taktischen Maßnahmen umfassten die Durchsuchung der Gebäude, das geordnete Herausführen der Schülerinnen und Schüler sowie die umfassende Absicherung des Umfelds.
Die Einsätze verdeutlichten die Sensibilität der eingesetzten Systeme und die Bedeutung eines strukturierten Vorgehens im Ernstfall. Auch wenn es sich in beiden Fällen um Fehlalarme handelte, waren die Maßnahmen notwendig, um die Sicherheit der Beteiligten jederzeit gewährleisten zu können.