Hannover setzt Tausalzverbot wegen Glätte außer Kraft
Stadt sieht außergewöhnliche Glättegefahr durch Frost und Schnee.
HANNOVER (redu) – Die Stadt Hannover setzt das grundsätzliche Tausalzverbot ab Freitag, 9. Januar, vorübergehend außer Kraft. Grund ist eine außergewöhnliche Wetterlage mit starkem Frost und Schneefall. Die zeitlich befristete Regelung gilt zunächst bis zum 23. Januar.
Mit der Maßnahme reagiert die Stadt auf eine erhöhte Glättegefahr. Ziel ist es, die Sicherheit von Fußgängern und Verkehrsteilnehmenden in einer extremen Winterphase zu gewährleisten.
Nach Angaben der Stadt hat der Wintereinbruch am vergangenen Wochenende bereits zu erheblichen Schneemengen geführt. Für die kommenden Tage werden erneut starker Schneefall und zweistellige Minusgrade erwartet. In Kombination mit vorhandenem Eis und Schnee entsteht laut Stadt eine Glättegefahr, der mit rein mechanischer Räumung nicht mehr sicher begegnet werden kann.
Das sonst geltende Tausalzverbot dient dem Schutz von Umwelt, Vegetation und Grundwasser. In der aktuellen Lage überwiege jedoch der Schutz von Leib und Leben, heißt es. Die Ausnahme erfolgt per Allgemeinverfügung und ist zeitlich begrenzt. Bürgerinnen und Bürger sollen Tausalz nur dort einsetzen, wo es zur unmittelbaren Gefahrenabwehr notwendig ist.
Oberbürgermeister Belit Onay verweist auf den seit Tagen verstärkten Winterdiensteinsatz. Trotz aller Anstrengungen könne die Sicherheit nicht überall allein mit mechanischer Räumung gewährleistet werden. Wo möglich, sollen weiterhin abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt genutzt werden.
Auch die Stadtreinigung aha betont den Ausnahmecharakter der Maßnahme. Tausalz werde gezielt und sparsam eingesetzt, um gefährliche Glätte zu reduzieren. Der Umweltschutz bleibe dabei weiterhin ein wichtiges Ziel. Die Regelung gilt im gesamten Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover.




