Mit Sicherheit zusammen: Hannover bündelt Ordnung und Prävention
Ordnung, Sozialarbeit und Stadtgestaltung werden systematisch verzahnt.
HANNOVER (redu) – Die Landeshauptstadt Hannover hat am Donnerstag das integrierte Sicherheits- und Stadtbildkonzept „Mit Sicherheit zusammen“ vorgestellt. Das Papier bündelt Maßnahmen zu Ordnung, Prävention, Stadtgestaltung, Sozialarbeit und Sauberkeit und soll das Sicherheitsgefühl in Innenstadt und Stadtteilen langfristig stärken.
Mit dem Konzept reagiert die Stadt auf aktuelle Debatten und formuliert einen verbindlichen Handlungsrahmen für Verwaltung, Sicherheitsbehörden und soziale Akteure im öffentlichen Raum.
Die Landeshauptstadt Hannover hat ihr neues Sicherheits- und Stadtbildkonzept als ressortübergreifendes Arbeitsinstrument angelegt. Ziel ist es, Sicherheit nicht isoliert zu betrachten, sondern Ordnung, Prävention, soziale Angebote und Stadtentwicklung dauerhaft miteinander zu verbinden. Das Konzept wurde von mehreren Dezernaten gemeinsam erarbeitet.
Ordnung und Präsenz im Alltag
Ein Schwerpunkt liegt auf sichtbarer Präsenz und klaren Regeln im öffentlichen Raum. Die Stadt baut die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei aus und setzt auf gemeinsame Streifen mit Bundespolizei und weiteren Akteuren, insbesondere im Bahnhofsbereich. Zusätzlich wird die Waffenverbotszone erweitert und die Videoüberwachung an bekannten Kriminalitätsschwerpunkten modernisiert.
Geplant ist außerdem eine Novellierung der Sicherheits- und Ordnungsverordnung. Ordnungsbotschafterinnen und Ordnungsbotschafter sollen künftig in allen Stadtbezirken außerhalb der Mitte eingesetzt werden. Ergänzt wird dies durch eine gestärkte Leitstelle des Ordnungsdienstes und neue Kooperationsstrukturen.
Soziale Angebote und Stadtgestaltung
Neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen setzt das Konzept auf soziale Präsenz. Die Straßensozialarbeit soll kurzfristig ausgebaut werden, perspektivisch stadtweit. Geplant sind zudem Kontaktkioske als niedrigschwellige Anlaufstellen sowie neue Konfliktmanagementangebote im öffentlichen Raum.
Auch städtebauliche Maßnahmen sind Teil des Pakets. Vorgesehen sind bessere Beleuchtung in dunklen Bereichen, die Aufwertung zentraler Plätze und Straßenzüge sowie Impulse für das nördliche Bahnhofsviertel. Der Raschplatz soll bis zur Umsetzung des Masterplans durch kulturelle Nutzungen und soziale Präsenz stabilisiert werden. Flankierend ist eine stadtweite Kampagne vorgesehen, die Beteiligung und Eigenverantwortung in der Stadtgesellschaft stärken soll.




