Malteser stärken Trauerbegleitung in Hannover
Ausbildung stärkt Angebot für Trauernde in der Region.
HANNOVER (redu) – Die Trauerarbeit der Malteser Hannover hat Verstärkung bekommen. Nach einer einjährigen Ausbildung begleiten drei Frauen und ein Mann künftig trauernde Menschen. Das Angebot ergänzt die ambulante Hospizarbeit und richtet sich an Hinterbliebene in Hannover und Umgebung.
Mit der Erweiterung der Trauerbegleitung reagieren die Malteser auf den wachsenden Bedarf an persönlicher Unterstützung für Menschen nach dem Verlust nahestehender Angehöriger in der Region.
Seit 2013 bauen die Malteser in Hannover neben ihrer ambulanten Hospizarbeit auch gezielt die Trauerbegleitung aus. Nun haben vier neue Ehrenamtliche ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und verstärken das Team. Sie begleiten künftig Menschen, die einen nahestehenden Angehörigen verloren haben, im Rahmen einer strukturierten Trauerbegleitung.
Erfahrung aus Hospizarbeit
Alle vier neuen Trauerbegleiter verfügen über langjährige Erfahrung in der Hospizarbeit der Malteser. Diese Praxis gilt als wichtige Voraussetzung für die Aufgabe, da sie Einfühlungsvermögen, persönliche Reife und die Fähigkeit zur Abgrenzung erfordert. Die Malteser betonen, dass Trauerbegleitung eine zeitlich begrenzte Unterstützung ist und keine therapeutische oder freundschaftliche Rolle ersetzt.
Umfangreiche Ausbildung und Förderung
Die einjährige Qualifizierung erfolgte bei der Katholischen Erwachsenenbildung in Hildesheim und umfasste rund 100 Unterrichtseinheiten. Themen waren unter anderem Kommunikation in der Trauer, unterschiedliche Trauerformen sowie Schuld und Vergebung. Die Kosten von rund 10.000 Euro wurden durch eine Förderung der Klosterkammer Hannover unterstützt.
Die Trauerbegleitung der Malteser umfasst in der Regel bis zu zehn Treffen über etwa ein Jahr. Ergänzend bieten die Malteser offene Trauergesprächskreise an, unter anderem in der katholischen Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit in Seelze. Insgesamt tragen rund 20 Ehrenamtliche das Angebot, das überwiegend durch Spenden finanziert wird.



