Reinigungsroboter „Bürsti“ startet Test in U-Bahnstationen
In den Stationen Kröpcke und Aegi testet die ÜSTRA-Tochter protec erstmals einen autonomen Reinigungsroboter.
HANNOVER (redu) – In den U-Bahnstationen Kröpcke und Aegi startet die ÜSTRA-Tochter protec einen Test mit einem autonomen Reinigungsroboter. Das Gerät mit dem Spitznamen „Bürsti“ soll dort rund zwölf Monate lang Bahnsteigflächen reinigen und Mitarbeitende bei Routinearbeiten unterstützen.
Der Test gilt als erster praktischer Einsatz eines autonomen Reinigungssystems in den unterirdischen Stationen der Stadtbahn in Hannover.
Die ÜSTRA-Tochter protec testet in den U-Bahnstationen Kröpcke und Aegi erstmals einen autonomen Reinigungsroboter. Der Reinigungsroboter trägt den technischen Namen „Tennant X4 ROVR“, wird von den Mitarbeitenden jedoch „Bürsti“ genannt.
Das Gerät erstellt zunächst eine virtuelle Karte seiner Umgebung. Anschließend fährt es die hinterlegten Flächen selbstständig ab. Dabei erledigt es drei Arbeitsschritte gleichzeitig: Wasser aufbringen, Boden scheuern und Schmutzwasser aufnehmen. Nach Angaben des Unternehmens kann der Roboter mit einer Tankfüllung bis zu 2.000 Quadratmeter reinigen und rund zweieinhalb Stunden ohne Aufladen arbeiten.
Technik für Bodenreinigung
Sensoren und Kameras ermöglichen dem etwa 180 Kilogramm schweren und 112 Zentimeter hohen Gerät eine präzise Orientierung. Der Roboter erkennt Menschen, Tiere oder Hindernisse und weicht ihnen aus. Nicht gereinigte Bereiche fährt er anschließend eigenständig erneut an. Zudem hält er Sicherheitsabstände zu Treppen, Rolltreppen und Aufzügen ein.
Testphase über zwölf Monate
Nach Angaben der ÜSTRA soll der Einsatz nicht zu Personalabbau führen. Vielmehr könnten Mitarbeitende von körperlich belastenden Routinearbeiten entlastet werden. Dadurch bleibe mehr Zeit für manuelle Detailreinigung. Parallel startet im Verwaltungsgebäude der ÜSTRA ein weiterer Test mit einem Reinigungsroboter für Flure und Bürobereiche.
Die Testphase für „Bürsti“ in den U-Bahnstationen ist zunächst auf etwa zwölf Monate angelegt. In dieser Zeit sollen unter anderem Navigation, Reinigungsergebnis und Akzeptanz bei Fahrgästen überprüft werden.




