Aktionswoche in Region Hannover stärkt Moorschutz
Region, aha und Klimaschutzagentur werben für torffreie Erde.
REGION HANNOVER (redu) – Die Aktionswoche „Torffrei Gärtnern“ rückt den Schutz der Moore in den Fokus. Region, aha und Klimaschutzagentur informieren über klimafreundliche Alternativen und zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger mit torffreier Erde aktiv zum Erhalt wichtiger Kohlenstoffspeicher beitragen können.
Moore speichern enorme Mengen Kohlenstoff und sind entscheidend für den Klimaschutz. Wer torffreie Erde nutzt, kann den Abbau stoppen und Emissionen vermeiden.
Moore gelten als bedeutende Kohlenstoffspeicher, obwohl sie nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche bedecken. Torffrei gärtnern trägt dazu bei, diese natürlichen Reserven zu erhalten und klimaschädliche Emissionen zu vermeiden.
Wird ein Moor entwässert oder Torf abgebaut, gelangt gespeicherter Kohlenstoff als CO2 in die Atmosphäre. Besonders beim Abbau entstehen innerhalb kurzer Zeit hohe Emissionen. Deshalb setzt die Region Hannover auf konsequenten Moorschutz und die Wiedervernässung geschädigter Flächen.
Nach Angaben der Verwaltung laufen im Toten Moor weiterhin genehmigte Abbauprojekte. Diese sollen jedoch schrittweise auslaufen. Parallel kauft die Region Flächen auf, um den Abbau vorzeitig zu beenden und die Gebiete zu renaturieren.
Kostenloser Kompost aus Bioabfällen
Gleichzeitig werben aha und die Klimaschutzagentur für torffreie Alternativen im Alltag. Kompost aus regionalen Bioabfällen wird zu hochwertigem Humus verarbeitet und steht Bürgerinnen und Bürgern bei den Komposttagen kostenlos zur Verfügung.
Auch die sogenannte Hannoversche Gartenerde ergänzt das Angebot. Sie besteht vollständig aus torffreien Materialien und eignet sich besonders für nährstoffhungrige Pflanzen oder neue Rasenflächen.
Bewusster Einkauf als Beitrag
Neben lokalen Angeboten können Verbraucherinnen und Verbraucher auch im Handel auf torffreie Produkte achten. Entscheidend ist die klare Kennzeichnung, da torfreduzierte Erde weiterhin große Mengen Torf enthalten kann.
Mit der Aktionswoche wollen die beteiligten Institutionen zeigen, dass Klimaschutz bereits im eigenen Garten beginnt und gemeinsames Handeln den Druck auf den Torfabbau verringert.




