Bundesweiter Protesttag der Apotheken
Kundgebung und Schließungen am 23. März auch in Hannover geplant.
BERLIN (redu) – Beim bundesweiten Protesttag Apotheken bleiben am Montag zahlreiche Betriebe geschlossen, während zentrale Kundgebungen auch in der Hauptstadt stattfinden. Hintergrund sind Forderungen nach höherer Vergütung und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die rund 160.000 Beschäftigten.
Die Branche kritisiert seit Jahren steigende Kosten bei stagnierenden Honoraren. Mit dem Aktionstag soll politischer Druck für kurzfristige Reformen aufgebaut werden.
Am Protesttag Apotheken beteiligen sich bundesweit zahlreiche Teams an Schließungen und Demonstrationen. In Berlin ist eine der vier zentralen Kundgebungen geplant, die parallel auch in München, Düsseldorf und Hannover stattfinden.
Mit den Aktionen wollen die Apothekenteams ein sichtbares Zeichen setzen und sowohl Politik als auch Öffentlichkeit auf die angespannte Lage aufmerksam machen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach einer wirtschaftlichen Stabilisierung der Betriebe.
Nach Angaben der ABDA sind die Honorare seit mehr als einem Jahrzehnt unverändert, während Betriebskosten deutlich gestiegen sind. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Apotheken seit 2013 spürbar reduziert.
Vertreter der Branche fordern daher eine kurzfristige Anpassung der Vergütung. Ziel sei es, die Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern und Apotheken wirtschaftlich zu stabilisieren.
Für akute Fälle bleibt die Versorgung am Montag über Notdienstapotheken gewährleistet. Patientinnen und Patienten wird empfohlen, nicht dringende Rezepte vor oder nach dem Protesttag einzulösen.




