Unwettergefahr in der Region Hannover steigt
Vor allem Fallböen und umstürzende Bäume können während des Frontdurchgangs zur Gefahr werden.
REGION HANNOVER (redu) – Die Unwettergefahr in der Region Hannover steigt mit einem markanten Luftmassenwechsel. Auf Temperaturen um 35 Grad, möglicherweise sogar nahe 38 Grad, könnte deutlich kühlere Luft folgen. Begleitend sind kräftige Gewitter, Starkregen, Hagel und schwere Böen möglich. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Amtliche WARNUNG vor SCHWEREN STURMBÖEN von Donnerstag 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr herausgegeben.
Der starke Temperaturgegensatz erhöht das Risiko heftiger Wettererscheinungen. Besonders Fallböen sowie umstürzende Bäume können Menschen, Verkehr und Rettungswege gefährden.
Am Donnerstag sind in Hannover Temperaturen um 35 Grad möglich. Einzelne Wettermodelle berechnen Werte nahe 38 Grad. Hinter der heranziehenden Kaltfront wird deutlich kühlere Luft erwartet.
Bis Samstag könnten die Höchstwerte auf etwa 21 bis 25 Grad zurückgehen. Zwischen der heißen Luft vor der Front und der Luftmasse dahinter liegt damit ein Unterschied von mehr als zehn Grad.
Gewitter können schwere Böen bringen
Der Luftmassenwechsel kann kräftige Gewitter, Starkregen und Hagel auslösen. Zudem sind schwere Sturm- und örtliche Orkanböen möglich.
Eine besondere Gefahr geht von Fallböen aus. Dabei sinkt kalte, durch Niederschlag zusätzlich abgekühlte Luft aus einer Gewitterwolke schnell nach unten. Am Boden breitet sie sich mit hoher Geschwindigkeit seitlich aus.
Solche Böen können für Menschen nahezu unvermittelt einsetzen. Heftiger Wind ist auch außerhalb des stärksten Regengebietes möglich. Selbst bei einer allgemeinen Warnung lässt sich nicht genau vorhersagen, welche Straße oder welcher Ort besonders stark betroffen sein wird.
Voll belaubte Bäume besonders anfällig
Im Sommer bieten voll belaubte Baumkronen dem Wind eine große Angriffsfläche. Regen erhöht zusätzlich das Gewicht von Laub und Ästen. Aufgeweichte Böden oder durch Hitze stark ausgetrocknete Böden können zugleich die Standfestigkeit der Wurzeln beeinträchtigen.
Schwere Böen können deshalb Äste abbrechen oder ganze Bäume entwurzeln. Umgestürzte Bäume können Straßen, Bahnstrecken und Zufahrten innerhalb kurzer Zeit blockieren. Dadurch können auch Rettungswege versperrt werden.
Während des Frontdurchgangs sollten Wälder, Parks und baumbestandene Straßen möglichst gemieden werden. Bei akuter Gefahr gilt der Feuerwehr-Notruf 112. Nicht akute Schäden oder Behinderungen sind kein Grund, die Notrufleitungen unnötig zu belasten. Diese Information gilt als vorsorgliche Warnung, damit sich die Bevölkerung auf eine mögliche Gefahrenlage zeitnah vorbereiten kann.




