Wildwechsel im Herbst: Zeitumstellung erhöht Unfallrisiko
Autofahrer müssen nach der Zeitumstellung besonders morgens und abends mit Wildtieren auf der Fahrbahn rechnen.
MÜNCHEN (redu) – Mit der Zeitumstellung am Wochenende steigt für Autofahrer das Risiko von Wildunfällen. Besonders während der morgendlichen und abendlichen Dämmerung ist mit Wildwechsel im Herbst zu rechnen. Der ADAC empfiehlt deshalb erhöhte Aufmerksamkeit und eine angepasste Geschwindigkeit.
Wenn der Berufsverkehr in die Dämmerung fällt, treffen Autofahrer häufiger auf aktive Wildtiere. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ereigneten sich 2024 rund 276.000 Wildunfälle mit Pkw.
Besonders aufmerksam sollten Autofahrer bei Wildwechsel im Herbst auf Straßen durch Waldgebiete sowie bei schlechter Sicht und nasser Fahrbahn sein. Der ADAC rät, ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und die Fahrbahnränder aufmerksam zu beobachten.
Richtig reagieren bei Wild auf der Fahrbahn
Taucht ein Wildtier am Straßenrand oder auf der Fahrbahn auf, sollten Autofahrer ihre Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Dadurch kann sich das Tier möglicherweise aus seiner Starre lösen. Gleichzeitig muss mit weiteren Tieren gerechnet werden.
Läuft ein Tier unmittelbar vor das Fahrzeug, empfiehlt der ADAC, stark zu bremsen und nicht auszuweichen. Unkontrollierte Ausweichmanöver können zu schweren Zusammenstößen mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen führen.
Nach einem Wildunfall Polizei verständigen
Kommt es zu einem Zusammenstoß, muss zunächst die Unfallstelle abgesichert werden. Dazu gehören das Einschalten der Warnblinkanlage, das Anziehen einer Warnweste und das Aufstellen eines Warndreiecks.
Anschließend ist die Polizei zu verständigen. Verletzte oder getötete Wildtiere dürfen keinesfalls angefasst werden. Für die spätere Schadenregulierung durch die Versicherung wird außerdem eine Wildschadenbescheinigung benötigt.









