Grillen am Silbersee verboten – Stadt Langenhagen greift durch
Allgemeinverfügung tritt am 9. Mai in Kraft – Verstöße können bis zu 5.000 Euro kosten.
LANGENHAGEN (redu) – Die Stadt Langenhagen untersagt ab dem 9. Mai das Grillen am gesamten Silbersee. Hintergrund sind wiederholte Verstöße gegen bestehende Regeln, erhebliche Vermüllung sowie Gefahren durch offene Feuerstellen und unsachgemäß entsorgte Grillreste.
Mit der Allgemeinverfügung reagiert die Stadt auf anhaltende Probleme im Naherholungsgebiet. Trotz zusätzlicher Kontrollen und neuer Müll- sowie Aschebehälter habe sich die Situation laut Verwaltung nicht nachhaltig verbessert.
Die Stadt Langenhagen hat das Grillen am gesamten Silbersee bis auf Widerruf verboten. Bürgermeister Mirko Heuer erließ dazu eine Allgemeinverfügung. Das Verbot tritt am 9. Mai in Kraft. Verstöße können mit einem Zwangsgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.
Nach Angaben der Stadt kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Vermüllung und gefährlichen Situationen durch offenes Feuer außerhalb der vorgesehenen Bereiche. Heiße Asche und Glutreste seien mehrfach in Müllbehälter entsorgt oder in Grünanlagen sowie am Gewässer zurückgelassen worden.
Maßnahmen ohne Wirkung
Die Stadt hatte zuvor zusätzliche Müllcontainer und Aschebehälter aufgestellt. Zudem wurden Reinigungen intensiviert, der Ordnungsdienst verstärkt und weitere Hinweisschilder angebracht. Dennoch seien weiterhin zahlreiche Verstöße festgestellt worden.
Bürgermeister Mirko Heuer erklärte, die Stadt habe lange versucht, mit Aufklärung und zusätzlichen Maßnahmen eine Lösung zu erreichen. Der bisherige Ansatz sei jedoch gescheitert. Die zunehmende Vermüllung und Rücksichtslosigkeit hätten ein nicht mehr hinnehmbares Ausmaß erreicht.
Dauerhafte Regelung geplant
Parallel zur Allgemeinverfügung brachte Heuer eine Änderung der städtischen Sicherheits- und Ordnungsverordnung in die politischen Gremien ein. Ziel ist es, das Grillverbot dauerhaft in der Verordnung zu verankern. Über die entsprechende Beschlussvorlage soll im Juni beraten werden.









