Finals 2026 in Hannover: 143 Meistertitel in vier Tagen
Vom 23. bis 26. Juli werden in der Landeshauptstadt und am Steinhuder Meer deutsche Meisterschaften ausgetragen.
HANNOVER (redu) – Die Finals 2026 in Hannover bringen vom 23. bis 26. Juli insgesamt 24 Sportarten und 143 deutsche Meistertitel in die Landeshauptstadt und die Region. Viele Wettbewerbe sind frei zugänglich, ARD und ZDF übertragen mehr als 30 Stunden live.
Die Wettkämpfe verteilen sich auf zentrale Plätze, Hallen und Gewässer. Neben etablierten Disziplinen feiern sechs Sportarten ihre Premiere bei dem Multisportevent.
Die ersten temporären Sportstätten entstehen bereits. Für die Finals 2026 in Hannover wird derzeit unter anderem die Kletterwand für das Speed-Klettern auf dem Opernplatz aufgebaut. Dort finden außerdem die Wettbewerbe im Beach-Volleyball und Stabhochsprung statt.

Die begehrten Medaillen bei den Finals 2026 © Matthias Falk
Sportstätten in Stadt und Region
Am Neuen Rathaus werden 3×3-Basketball, Bogensport und BMX Flatland ausgetragen. Die Breaking-Wettbewerbe finden im Rathaus statt. Das Gerätturnen zieht in die ZAG Arena ein, das Schwimmen wird im Stadionbad veranstaltet. Kanu und Rudern sind am Nordufer des Maschsees vorgesehen.
Auch die Region Hannover ist beteiligt. Am Steinhuder Meer kämpfen die Teilnehmenden im Coastal Rowing, Segeln, Triathlon und Windsurfen um die nationalen Titel. Beach-Volleyball, Gewichtheben, Ju-Jutsu, Rapid Surfen, Segeln und Windsurfen gehören erstmals zum Programm der Finals.
Triathlon-Olympiasiegerin Laura Lindemann erwartet einen hochklassigen Wettbewerb. „Ich freue mich mal wieder, um den deutschen Meister Titel mitzukämpfen vor allem, weil wir aktuell so ein starkes Frauen Team in Deutschland haben“, sagte sie bei der Pressekonferenz in der Staatsoper.
Beach-Volleyballerin Louisa Lippmann wird mit ihrer neuen Partnerin Melanie Paul antreten. Die Olympia-Teilnehmerin und EM-Dritte hofft auf viele Besucherinnen und Besucher. Für Gerätturner Glenn Trebing vom TK Hannover ist es der erste Wettkampf in seiner Heimatstadt. Er hält den Einzug in das Barren- und Reck-Finale für möglich.
Mehr als 130 Stunden Berichterstattung
ARD und ZDF berichten an allen vier Veranstaltungstagen mehr als 30 Stunden live in ihren Hauptprogrammen. Hinzu kommen mehr als 100 Stunden Berichterstattung in bis zu acht parallelen Streams. Rund 140 Kameras und etwa 400 Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sollen zum Einsatz kommen.
Der NDR übernimmt federführend für die ARD-Anstalten die Radioproduktion. Die Eröffnungsfeier am Mittwoch, 22. Juli, überträgt der Sender zudem als Livestream.
Zur Orientierung hat die Finals GmbH erstmals eine App entwickelt. Sie ist nach Angaben des Veranstalters in den Stores von Apple und Google verfügbar. Geschäftsführer Hagen Boßdorf bezeichnete die Veranstaltung mit 24 Sportarten als die bislang größten Finals.
Das Land Niedersachsen unterstützt die Austragung nach Angaben von Staatssekretär Stephan Manke mit bis zu drei Millionen Euro. Oberbürgermeister Belit Onay sieht darin zugleich eine Gelegenheit, Hannover als Sportstadt und Gastgeberin einem Millionenpublikum zu präsentieren.
Finals-Meile verbindet die Wettkampfstätten
Entlang der Culemannstraße und im Maschpark entsteht die VGH Finals-Meile. Mehr als 50 Aussteller und 47 Mitmachstationen sollen dort Live-Sport und Angebote für Familien verbinden. Zwei große LED-Bildschirme zeigen das Programm der Wettbewerbe.
Kinder können einen Finals-Sportpass absolvieren. Am Sonntag besteht außerdem die Möglichkeit, das Deutsche Sportabzeichen in den Disziplinen Schwimmen und Leichtathletik abzulegen.
Die Meile verbindet die Austragungsorte für 3×3-Basketball, BMX Flatland, Breaking und Bogensport am Neuen Rathaus mit den Kanu- und Ruderwettbewerben am Maschsee.
Eröffnungsfeier auf dem Maschsee
Der offizielle Auftakt ist für Mittwoch, 22. Juli, um 16 Uhr auf einer schwimmenden Bühne auf dem Maschsee geplant. Die Feier fällt mit dem Beginn des Maschseefestes zusammen.
Athletinnen und Athleten stellen dabei die 24 Sportarten vor. Angekündigt sind unter anderem Turn-Europameisterin Karina Schönmaier, Laura Lindemann, Para-Kanu-Weltmeisterin Kathrin Marchand und Beach-Volleyball-Olympiasilbermedaillengewinner Clemens Wickler. Zum Abschluss soll unter anderem Fury in the Slaughterhouse auftreten. Zwei LED-Bildschirme ermöglichen den Blick auf das Programm vom Maschseeufer.
Viele Wettbewerbe ohne Eintrittskarte
Ein großer Teil des Sportprogramms kann ohne Eintrittskarte besucht werden. Die Beach-Volleyball-Wettbewerbe sind bereits für alle Tage ausverkauft. Für das Gerätturnen in der ZAG Arena sind noch Karten erhältlich.
Beim Schwimmen im Stadionbad sind Freitag und Samstag ausverkauft. Für Donnerstag und Sonntag gibt es noch Eintrittskarten. Beim 3×3-Basketball werden erst ab den Halbfinals Tickets benötigt; die vorherigen Begegnungen sind frei zugänglich. Alle weiteren in der Mitteilung nicht gesondert genannten Sportarten können ohne Eintrittskarte besucht werden.
Für die Anreise zum Steinhuder Meer empfiehlt die Region die Zugfahrt bis Wunstorf. Von dort sollen zusätzliche Busse auch morgens und abends nach Steinhude fahren. Alternativ wird die Anreise mit dem Fahrrad empfohlen.



© Carl-Marcus Müller
© Bernd Günther



