Großbrand auf ehemaligem Vion-Gelände in Wunstorf hält Feuerwehr in Atem
Seit Mitternacht bekämpfen zahlreiche Feuerwehren einen Brand auf dem ehemaligen Vion-Gelände am Luther Weg.
WUNSTORF (redu) – Ein Großbrand Wunstorf beschäftigt seit Mitternacht rund 280 Einsatzkräfte auf dem ehemaligen Vion-Gelände am Luther Weg. Dort steht eine Lagerhalle in Flammen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über Warn-Apps informiert, während die Löscharbeiten weiterhin andauern.
Für die Stadtfeuerwehr Wunstorf zählt der Einsatz zu den größten laufenden Brandlagen der vergangenen Zeit. Zahlreiche Spezialkomponenten und überörtliche Kräfte unterstützen die Maßnahmen.
Der Großbrand Wunstorf auf dem ehemaligen Vion-Gelände am Luther Weg wurde gegen Mitternacht gemeldet. Nach Angaben der Stadtfeuerwehr steht eine Lagerhalle in Brand. Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin an der Brandbekämpfung.
Zur Unterstützung wurden sämtliche Ortsfeuerwehren der Stadt Wunstorf alarmiert. Insgesamt befinden sich rund 280 Einsatzkräfte vor Ort. Neben allen Tanklöschfahrzeugen kommen auch der Wasserförderzug sowie die Einsatzleitung Ort zum Einsatz.
Umfangreiche Unterstützung bei Löschmaßnahmen
Unterstützung erhält die Stadtfeuerwehr durch die Drehleitern aus Wunstorf, Neustadt und Garbsen. Zusätzlich ist die Bundeswehr mit einem Z8-Fahrzeug eingebunden. Die Feuerwehr Großenheidorn setzte außerdem ihr Hochdruck-Schneidsystem „Cobra“ ein. Die SEG der Johanniter unterstützen die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken.
Warnung wegen Rauchentwicklung
Aufgrund der starken Rauchentwicklung informierte die Feuerwehr die Bevölkerung in betroffenen Bereichen über Warn-Apps. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
Die Löscharbeiten dauern weiterhin an. Weitere Informationen zum Einsatzverlauf sollen im Laufe des Tages folgen. Wir berichten weiter über den Einsatz.
Nachtrag 08:45 Uhr
Dach kontrolliert durchbrennen gelassen
Beim Großbrand auf dem ehemaligen Vion-Gelände haben die Einsatzkräfte ihre Taktik angepasst. Nach Angaben der Feuerwehr wurde das Hallendach gezielt durchbrennen gelassen, um Löschwasser und Schaum wirksam in das Gebäude einbringen zu können.
Erst dadurch sei eine effektive Brandbekämpfung im Inneren der Lagerhalle möglich geworden. Die Feuerwehr spricht davon, dass das Feuer nun erstmals gezielt gelöscht werden könne. Im weiteren Verlauf konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf die Bekämpfung von Glutnestern und einzelnen Rauchentwicklungen innerhalb der Brandruine.
Kräfte reduziert und Unterstützung angefordert
Im Laufe des Morgens wurde die Zahl der eingesetzten Kräfte deutlich reduziert. Hintergrund ist die inzwischen lange Einsatzdauer seit den Nachtstunden. Viele Feuerwehrleute befinden sich bereits seit mehreren Stunden im Einsatz. Die Johanniter sind mit 25 Einsatzkräften vor Ort.
Zur Absicherung wurden zusätzliche Fahrzeuge angefordert. Neben den bereits eingesetzten Drehleitern aus Wunstorf, Neustadt und Garbsen unterstützte zwischenzeitlich auch ein Flugfeldlöschfahrzeug (12.000 Liter) der Bundeswehr beziehungsweise des Fliegerhorstes. Dieses wurde inzwischen durch ein kleineres Fahrzeug (10.000 Liter) ersetzt. Die zusätzlichen Wassertankkapazitäten sollen bei Bedarf eine schnelle Versorgung der Einsatzstelle mit großen Wassermengen sicherstellen.
Vom Technischen Hilfswerk wurden ein Fachberater THW und ein THW-Baufachberater zur Beurteilung der Brandruine angefordert.
Wie lange die Nachlöscharbeiten noch andauern werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Feuerwehr rechnet weiterhin mit einem längeren Einsatz. Inzwischen informierte sich auch der Bürgermeister von Wunstorf, Carsten Piellusch (SPD), direkt vor Ort von der Situation und Lage.
Nachtrag 15:50 Uhr
Auch am Nachmittag dauert der Großbrand auf dem ehemaligen Vion-Gelände weiter an. Nach Angaben der Einsatzleitung sind derzeit noch rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Das Feuer ist weiterhin nicht vollständig gelöscht.
Zur Unterstützung der Maßnahmen wurde ein ortsansässiges Abrissunternehmen hinzugezogen. Mit schwerem Gerät werden Gebäudeteile kontrolliert zurückgebaut. Ziel ist es, zu verhindern, dass beschädigte Konstruktionsteile auf den Schornstein der Anlage stürzen und dessen Standfestigkeit gefährden.
Um 17:57 Uhr wurde die Bevölkerungswarnung wegen der Rauchentwicklung durch KATWARN aufgehoben. Gegen 18:05 Uhr meldete der Pressesprecher der Stadtfeuerwehr, dass der Brand gelöscht ist. Die Feuerwehr wird ihren Einsatz beenden.

























