Gorillaweibchen „Anandi“ verlässt Zoo Hannover
Zehnjähriges Gorillaweibchen wechselt im Rahmen des Zuchtprogramms den Zoo.
HANNOVER (redu) – Das Gorillaweibchen „Anandi“ wird den Erlebnis-Zoo Hannover in Kürze verlassen und in einen Zoo nach Frankreich umziehen. Der Wechsel erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms und soll zum langfristigen Schutz der vom Aussterben bedrohten Flachlandgorillas beitragen.
Der Umzug ist Teil einer europaweit koordinierten Zuchtplanung und dient dem Erhalt genetisch vielfältiger Gorilla-Populationen in zoologischen Einrichtungen.
„Anandi“ wurde im November 2025 zehn Jahre alt. Mit diesem Alter beginnt für Gorillaweibchen auch in der Natur eine neue Lebensphase, in der sie ihre Geburtsgruppe verlassen und sich einem anderen Clan anschließen. Entsprechend sieht das koordinierte Zuchtmanagement vor, dass das Tier eine neue Gruppe kennenlernt.
Der Wechsel erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Ziel dieses Netzwerks zoologischer Gärten ist es, bedrohte Tierarten durch abgestimmte Zuchtmaßnahmen langfristig zu erhalten und genetisch stabile Populationen aufzubauen.
Vorbereitung auf den Umzug
Bereits seit einiger Zeit wird das Gorillaweibchen auf die Reise vorbereitet. In ruhigen Trainingseinheiten lernt „Anandi“, selbstständig in die Transportkiste zu gehen. Der Aufenthalt darin gehört inzwischen zum Alltag des Tieres und wird positiv begleitet, unter anderem mit Futterbelohnungen wie Tee, Nüssen und speziellen Pellets.
Auf dem Weg in den neuen Zoo wird „Anandi“ von vertrauten Tierpflegenden begleitet. So soll sichergestellt werden, dass der Transport möglichst stressfrei verläuft und das Tier gut betreut ankommt.
Beitrag zum Artenschutz
Gorillas gelten in ihrem natürlichen Lebensraum in Afrika als stark gefährdet. Wilderei, der Verlust von Lebensräumen und Konflikte mit dem Menschen setzen insbesondere dem Westlichen Flachlandgorilla zu. Zoologische Gärten beteiligen sich daher sowohl an Erhaltungszuchtprogrammen als auch an Schutzprojekten vor Ort.
Mit dem Wechsel nach Frankreich leistet „Anandi“ einen weiteren Beitrag zum internationalen Artenschutz. Ihr weiterer Werdegang soll auch aus Hannover aufmerksam verfolgt werden.




