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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Es tut sich was in der Oberstraße! – O8 Studio

Es tut sich was in der Oberstraße!

14. Oktober 2020/in Wirtschaft, Hannover

HANNOVER. Die Corona-Krise fördert teilweise auch ungeahnte neue Ideen und Kooperationen. So entstand im Laufe des Jahres in einem ehemaligen Vintageladen in der Oberstraße 8 in Hannover ein neuartiges Studio mit drei Start-up Gründerinnen. Die drei hannoverschen Designerinnen starten mit dem Laden, der einen ganz eigenen Charme vermittelt, in die Herbstzeit und beleben mit ihren Ideen die vielfältige Szene der Nordstadt.

Die wundervolle Ladenfläche in der Oberstraße 8 in Hannovers Nordstadt begeistert mit ihrem Altbaucharme schon lange eine treue Kundschaft. Viele Jahre befüllte Elfie (Sonay Hardt) den Laden mit einzigartiger Vintage Kleidung und sorgte damit für glückliche Kundinnen und Kunden. Vor über einem Jahr bezog sie bereits die große Halle im Hinterhof, in der sie neben Kleidung auch viele, oft in liebevoller Handarbeit restaurierter Möbel und Dekorationen anbietet. Dabei hat sie aber nie den Laden, mit dem alles angefangen hat, aus den Augen verloren. „Der Laden soll besonders belebt bleiben“, so Elfie und lässt nun drei besondere hannoversche Designerinnen dort mit einziehen. Die drei (Start-up) Gründerinnen Stefanie Sieverding mit ihrem Label Dörpwicht, Lorena Winkler mit ihrem Label Wayóm, Ieva Vanaga-Plischke mit ihrem Label Hint Looks, ergänzen den Laden jetzt mit ihrem ganz eigenen Anstrich und schaffen gleichzeitig Freiräume für neue Projekte und Kooperationen.

Gemeinsam mit Elfie gründen die Frauen das O8 STUDIO, ein kreatives Kollektiv, das den starken Community-Charakter der hannoverschen Szene verdeutlicht.

In dem Laden findet nicht nur der Verkauf der verschiedenen nachhaltigen Kleidungsstücke und Accessoires für Damen und Herren statt, sondern er bietet zusätzlich Platz für eine Manufaktur, in der die Produkte vor Ort produziert und neue Designs und Prototypen hergestellt werden können. Auch persönliche Wünsche (upcycling = Änderung) und Maßanfertigungen können dort entgegengenommen werden.

Darüber hinaus arbeiten die Designerinnen eng mit Elfie und ihrem Vintage Institut zusammen:

Für Elfies Kundinnen und Kunden kann nun eine besondere Dienstleistung angeboten werden. Die ergatterten neuen Lieblingsstücke, die nicht perfekt passen, werden im O8 STUDIO nach persönlichem Wunsch verändert und passend gemacht. Die Vintage Kleidung und Secondhandteile werden von den Designerinnen umgestaltet und aufgewertet („Upcycling“), sodass sie in neuem, besonderem Glanz erstrahlen. Die Ladenfläche wird zusätzlich immer wieder mit den wunderschön aufbereiteten VintageMöbelstücken, Accessoires und vielen weiteren kleinen Schätzen von Elfie und Ignaz geschmückt. Das Besondere: Diese statten den Laden nicht nur aus, sondern stehen auch zum Verkauf.

Das O8 STUDIO bringt mit einem besonderen und vor allem nachhaltigen Konzept frischen Wind in Hannovers Nordstadt.

Es bietet Designermode, teils sogar handgefertigt, die sich von der Massenindustrie abhebt, für Slow Fashion, sowie bewusstes Einkaufen. Es steht für besondere Einzelstücke, eine Upcycling Manufaktur und persönliche Beratung.

Gemeinsam wurde der Laden über Wochen renoviert und umgestaltet. Nun sind die Designerinnen bereit, Interessierte in ihre kreativen Räume einzuladen und mit offenen Armen willkommen zu heißen.

„Wir freuen uns auf schöne Begegnungen und einen guten Start mit tollen Kunden.“

Wir stellen uns vor:

Label 1 – WAYÓM

„WAYÓM steht für modische Neuheiten – zeitlose Designs Made in Hannover, Produktion und Materialien Made in Europe. WAYÓM möchte Slow Fashion im Einzelhandel zum Standard in der Textilbranche machen und bietet stark limitierte Einzelteil-Kollektionen für Frauen und Männer an, die anschließend nicht wiederholt werden.

Es gibt über das Jahr verteilt verschiedene Produktgruppen und erst am Ende des Jahres ergibt sich ein komplettes WAYÓM Outfit.

Langlebigkeit steht an erster Stelle. Weniger kaufen, aber dafür von höchster Qualität. Ich designe, entwickle und lasse europaweit in kleinen Stückzahlen ohne Nachproduktion fertigen.“ (Lorena Winkler, Gründerin WAYÓM)

Label 2 – Dörpwicht

„Dörpwicht ist ein nachhaltiges Modelabel und steht für handgemachte, bedachte und exklusive Bekleidung – Design, Produktion und Materialien Made in Germany. Transparente Produktion, hochwertige, fair produzierte Materialien und deren Herkunft sowie die Leidenschaft für Leder liegen bei Dörpwicht klar im Fokus! Der Labelname Dörpwicht (plattdeutsch: Dorfmädchen) repräsentiert meine Herkunft, wodurch ich meine eigenen Wurzeln aufgreife.

Herkunft und Nachhaltigkeit spielen bei meinem Label eine ebenso große Rolle, wie die Entwicklung von Slow-Fashion, wobei der Materialverbrauch möglichst geringgehalten wird. Ich biete sogar Zero-Waste-Designs an, bei deren Schnittproduktion kein Schnipsel Müll produziert wird.“ (Stefanie Sieverding, Gründerin Dörpwicht)

Label 3 – HINT LOOKS

„HINT LOOKS ist meine große Leidenschaft und ermöglicht mir, meine Liebe zu Mustern und Farben auszuleben. Mein Label bietet klassische Männeraccessoires, die von mir in Handarbeit neugestaltet und aufgepeppt werden. Es gibt Fliegen, Westen, Einstecktücher, Socken und Hosenträger natürlich in besonderen und außergewöhnlichen Farben und Mustern. Schon bald können sich die Männer über eine neue Produktgruppe, Westen, freuen.“ (Ieva Vanaga-Plischke, Gründerin HINT LOOKS)

Städtische Häfen bauen Logistikhalle für DB Schenker – Halle Nordhafen© Matthias Falk

Städtische Häfen bauen Logistikhalle für DB Schenker

12. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Im Nordhafen entsteht derzeit für drei Millionen Euro eine rund 4.000 Quadratmeter große Logistikhalle. Das Besondere bei diesem Projekt ist, dass erstmalig in der Historie der Unternehmensgruppe Hafen Hannover ein in Eigenregie geplanter Hallenkomplex gebaut und anschließend vermietet wird.

„Die Strategie der Städtischen Hafen, ihre Logistikaktivtäten weg von der reinen Grundstücksvermieterin hin zur eigenständigen Betreiberin kompakter Anlagen auszubauen, ist geeignet, den trimodalen Standort Nordhafen zu stärken und eine höhere Hafennutzung durch Kund*innen zu erreichen“, zeigte sich Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der heutigen (12. Oktober) Grundsteinlegung erfreut.

Der Betriebsleiter der Städtischen Häfen, Jörn Ohm, unterstrich, dass „mit dem Neubau ein bedeutungsvoller Beitrag zur Sicherung des Hafenstandortes für die Zukunft getätigt wird“. Und er stellte die Geschwindigkeit der Projektumsetzung heraus: „Vom Beschluss des zuständigen Betriebsausschusses der Städtischen Häfen über die Planung des Vorhabens, der Erstellung aller notwendigen Bauunterlagen, der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen und dem Baubeginn vergingen nicht einmal zwölf Monate.“

Nach einer Bauzeit von geplant acht Monaten soll die Halle voraussichtlich im Frühjahr 2021 an die ortsansässige Firma DB Schenker Hannover, die seit Jahrzehnten für Volkswagen Nutzfahrzeuge und andere namhafte Kunden der Automotive-Branche tätig ist, langfristig vermietet werden. Umgesetzt von der Planung bis zur Fertigstellung wird das Vorhaben von der Fischer Bau GmbH aus Elze bei Hildesheim.

Die Halle wird mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Den erzeugte Strom kann DB Schenker künftig unter anderem für den Betrieb elektrischer Gabelstaplern nutzen.

Kellerbrand im Canarisweg in Hannover-Mühlenberg – BGPress 7080© Bernd Günther

Kellerbrand im Canarisweg in Hannover-Mühlenberg

11. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (bg). Am späten Abend des 10. Oktober wurde die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in einem Hochhaus im Canarisweg (Stadtteil Mühlenberg) gerufen. Beim Eintreffen der Löschkräfte war der Keller stark verraucht. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Laut Feuerwehrsprecher Jörg Rühle befand sich in einem Kellerraum ein Sofa aus bislang ungeklärten Gründen in Brand. Zwei Löschtrupps unter Atemschutz konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Vorsorglich wurden einige Anwohner bei den Löschmaßnahmen wegen der Rauchentwicklung vor das Gebäude gebeten. Der Brandrauch drang aber nicht in den Wohnbereich vor.

Während des Einsatzes war der Canarisweg gesperrt. An der Einsatzstelle befanden sich 17 Fahrzeuge der Feuerwehr mit 47 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst.

Erneut Warnstreik im Nahverkehr: Bus und Bahn werden auch heute wieder bestreikt – BGPress 6615© Bernd Günther

Erneut Warnstreik im Nahverkehr: Bus und Bahn werden auch heute wieder bestreikt

7. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (red.). Wer heute Früh mit der Stadtbahn oder dem Bus zur Arbeit oder Schule fahren wollte, sah sich wieder einem Warnstreik bei der ÜSTRA ausgesetzt. Von 3:00 Uhr morgens bis zum Betriebsschluß um 1:00 Uhr nachts steht der Nahverkehr still. Die S-Bahnen und der Regiobus sind von den Warnstreiks nicht betroffen.

Die Gewerkschaft ver.di möchte einen einheitlichen Bundestarif für die 87.000 im ÖPNV vertretenen Arbeitnehmer*innen durchsetzen. In diesem sollen auch die Urlaubs- und Arbeitszeiten geregelt werden. Zurzeit wollen die Arbeitgeber hierüber allerdings nicht verhandeln. Aus diesem Grund versucht die Gewerkschaft nun mit Warnstreiks die Arbeitgeber zu Verhandlungen zu bewegen.

Schon bei Beginn des Berufsverkehrs machte sich deutlich dichterer Verkehr vor allem in der Innenstadt bemerkbar. Schon am Dienstag wurde in dem Tarifkonflikt der Öffentliche Dienst in Hannover bei den Kitas bestreikt. Am kommenden Freitag wird es die Abfallentsorgung von aha in der Stadt Hannover und im Umland mit Streikmaßnahmen treffen.

Die Arbeitgeber sehen in den Streikmaßnahmen eine Zumutung für die Bevölkerung und die von der Corona-Krise betroffenen Betriebe. Die Gewerkschaft ver.di ist bislang mit den Streikmaßnahmen zufrieden. Wegen der Corona-Situation gibt es allerdings keine Kundgebungen, wie es sonst bei solchen Streikmaßnahmen eigentlich üblich ist.

Erneut Warnstreik im Nahverkehr: Bus und Bahn werden auch heute wieder bestreikt – BGPress 6624

Die Stadtbahnen der ÜSTRA, wie hier am Betriebshof in Döhren, bleiben heute bis 1:00 Uhr nachts (Betriebsschluß) stehen © Bernd Günther

Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6550

Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix

7. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Die ersten Strecken des geplanten Veloroutennetzes werden sichtbar: Die Stadt hat heute (7. Oktober) begonnen, fünf der zwölf geplanten Routen provisorisch zu kennzeichnen. Jeweils die Start- und Endpunkte werden mit einer Fahne signalisiert. Der Streckenverlauf wird mit Banderolen an Straßenlaternen sowie mit Straßenmarkierungen sichtbar gemacht. In zehn Jahren sollen die notwendigen Maßnahmen für zügig zu befahrende Velorouten geplant und, wo erforderlich, baulich umgesetzt werden.

„Die Velorouten werden künftig ausgehend vom City-Rad-Ring in der Innenstadt radial in alle Stadtbezirke führen und damit alle Stadtteile komfortabel, unkompliziert und sicher für den Radverkehr untereinander verbinden. Mit der temporären Markierung wollen wir zur Diskussion für die künftigen Streckenführungen anregen und wertvolle Hinweise für die weitere Planung erhalten“, erläuterte Oberbürgermeister Belit Onay heute (7. Oktober) in Wülfel bei der Montage der ersten Fahne und der Anbringung der ersten Banderolen. „Im Mobilitätsmix der Landeshauptstadt Hannover soll das Fahrrad weiter deutlich an Stellenwert gewinnen. Das ist ein wichtiger Baustein der für den Klimaschutz und die Lebensqualität in unserer Stadt erforderlichen Verkehrswende“, betonte Onay.

Die ersten Velorouten, die in den kommenden Wochen sichtbar gemacht werden, sind die Routen:

  • 3: Mitte – Oststadt – List – Sahlkamp – Bothfeld/Lahe,
  • 6: Mitte – Bult – Kirchrode/Bemerode,
  • 8: Mitte – Südstadt – Döhren – Wülfel,
  • 9: Mitte – Linden-Süd – Ricklingen – Oberricklingen,
  • 12: Mitte – Nordstadt – Herrenhausen – Leinhausen – Stöcken.

Die Kennzeichnung dieser Routen soll, abhängig von der Witterung, etwa vier Wochen dauern. Die Routenverläufe stehen zum Nachfahren auch digital als GPX-Dateien für Navigationsgeräte im Internet unter www.hannover.de zur Verfügung.

Das Konzept der Verwaltung, das Oberbürgermeister Belit Onay im Juni öffentlich vorgestellt hat, baut auf einem Vorschlag des ADFC auf und wurde von den politischen Gremien im Juli mehrheitlich als Grundlage für die weitere Planung angenommen. Mit der nun erfolgenden Kennzeichnung der vorgeschlagenen Verläufe von fünf Velorouten setzt die Verwaltung einen Antrag der Mehrheitsfraktionen im Rat um, die künftig auszubauenden Velorouten im Streckenverlauf für die Bürger*innen sichtbar zu machen. Wer Hinweise für die Planung des Routennetzes geben möchte, kann diese per E-Mail an folgende Adresse senden: fb-tiefbau.Veloroutennetz@hannover-stadt.de.

Für Velorouten sollen künftig folgende Standards gelten: Mit einheitlicher Kennzeichnung – etwa durch Markierung oder Beschilderung – sind sie durchgängig erkennbar. Im Einrichtungsverkehr sind sie 2,50 Meter breit, im Zweirichtungsverkehr haben sie eine Mindestbreite von drei Metern. Die Routen sollen Oberflächen mit hoher Qualität erhalten. In bebauten Bereichen sind sie durchgehend beleuchtet. Damit Radler*innen auf den Velorouten zügig vorankommen, sind entsprechende Vorfahrtregeln sowie angepasste Ampelschaltungen vorgesehen. Wartezeiten – etwa an Kreuzungen – sollen dadurch reduziert oder sogar vermieden werden.

  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6535
    Am 7. Oktober 2020 wurden in Hannover durch den Oberbürgermeister Belit Onay die ersten Velorouten symbolisch auf dem Radweg markiert. © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6524
    Tim Gerstenberger zeigt die in Zukunft für die Velorouten angefertigten Aufkleber. © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6517
    Oberbürgermeister Belit Onay kam mit einem Lastenfahrrad zum Termin. © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6550
    Am 7. Oktober 2020 wurden in Hannover durch den Oberbürgermeister Belit Onay die ersten Velorouten symbolisch auf dem Radweg markiert © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6552
    Mit diesem Symbol werden in Zukunft die Velorouten in Hannover kenntlich gemacht. © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6557
    Oberbürgermeister Belit Onay setzt die ersten Aufkleber, die die zukünftigen Velorouten in Hannover kennlich machen werden. © Bernd Günther
  • Veloroute 8
    Mit diesen Bannern werden die Velorouten in Hannover kenntlich gemacht. © Bernd Günther
  • Für die Stärkung des Fahrrads im Mobilitätsmix – BGPress 6602
    Am 7. Oktober 2020 wurden in Hannover durch den Oberbürgermeister Belit Onay (li.) und Tim Gerstenberger die ersten Velorouten symbolisch sichtbar gemacht. © Bernd Günther

 

Pandemie-Nothilfe für Obdachlose: Erfahrungen fließen in Modellprojekt ein – Obdachlos Corona

Pandemie-Nothilfe für Obdachlose: Erfahrungen fließen in Modellprojekt ein

6. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Nothilfe für Obdachlose in Hannover während der Akut-Phase der Corona-Pandemie ist ein Erfolgsmodell. Sie gibt hilfreiche und ermutigende Hinweise für weitergehende Konzepte zur Betreuung von obdachlosen Menschen: Diese Bilanz zieht die Landeshauptstadt mit Blick auf die am 15. Oktober auslaufende Not-Unterbringung im Naturfreundehaus, die von vornherein befristet war.

Die gewohnten und etablierten Anlaufstellen für Obdachlose in Hannover sind auf die aktuellen Herausforderungen vorbereitet. Hygienekonzepte wurden über den Sommer hinweg angepasst. Deshalb läuft das Nothilfeangebot im Naturfreundehaus aus. Von den über 100 Personen, die zu Beginn der Coronakrise untergebracht und betreut wurden, sind ein Großteil in stabilere Wohn- und Lebensverhältnisse vermittelt worden. Beispielsweise ist es gelungen in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Straßenmagazin Asphalt, einzelne Menschen in ein niedrigschwelliges Sprachprojekt zu vermitteln. Einige von ihnen erhielten einen Arbeitsvertrag und konnten daraufhin in eine Unterkunft vermittelt werden.

Mit den derzeit noch im Naturfreundehaus lebenden 28 Personen wird intensiv gearbeitet. Ziel ist es, für diese bis zum 15. Oktober ebenfalls Perspektiven bzw. alternative Betreuungsangebote zu finden.

Die Stadt hält 220 Notschlafplätze an fünf Standorten für obdachlose Menschen vor. Die Winternothilfe der Stadt Hannover wird wie in jedem Jahr aktiv sein – beispielsweise mit dem Kältebus, der von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und der Caritas zusammen mit den Maltesern betrieben wird.

„Wir wissen um die Herausforderungen der obdachlosen Menschen in unserer Stadt und werden alles tun, um Sie zusammen mit den Hilfsinitiativen und sozialen Träger*innen mit unseren Angeboten zu unterstützen. Wir wollen die positiven Erfahrungen aus der Zeit der Not-Unterbringung in der Jugendherberge und im Naturfreundehaus nutzen, um obdachlosen Menschen nachhaltig zu helfen und ihnen eine Perspektive zu geben“, sagte Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Wir wollen gemeinsam mit der Region, möglichst im kommenden Jahr, mit einem neuen Konzept starten.“ Hierzu sei man auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie.

In der ersten Phase der Pandemie hatte die Stadt spontan reagiert, nachdem viele Anlaufstellen für obdachlose Menschen geschlossen hatten und Versorgungsstrukturen stark eingeschränkt waren. Die Landeshauptstadt setzte gemeinsam mit Selbsthilfeinitiativen, Ehrenamtlichen und Träger*innen der Obdach-, Wohnungs- und Suchthilfe unbürokratisch Hilfsangebote um. Dazu gehörten die Essensausgaben sowie die Unterbringung von Obdachlosen zunächst in der Jugendherberge – ein Kooperationsprojekt von Stadt, Region und Land – und anschließend im Hotel Central und im Naturfreundehaus. Diese Häuser wurden extra angemietet. Auch die Region Hannover beteiligte sich an der Finanzierung. Während der Zeit der Not-Unterbringung gelang es mit intensiver sozialer Betreuung eine ganze Reihe von Betroffenen in neue, selbstbestimmte Wohnverhältnisse sowie zum Teil auch in Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Solche Erfahrungen wollen Stadt und Region nun aufgreifen und nutzen. Sie arbeiten an einem Modellprojekt. Es sieht eine Kombination aus zeitlich befristeter, ordnungsbehördlicher Unterbringung und begleitendem, intensiviertem sozialpädagogischem Angebot vor. Das Projekt ist für das kommende Jahr geplant.

Dienstag: Städtische Dienststellen von Streik betroffen - Kitas bleiben geschlossen – Streik Hannover

Dienstag: Städtische Dienststellen von Streik betroffen – Kitas bleiben geschlossen

5. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Öffentlichen Dienst aufgerufen. Am Dienstag, 6. Oktober, kommt es daher auch bei der Landeshauptstadt Hannover zu Beeinträchtigungen. 

Alle städtischen Kindertagesstätten und die Familienzentren bleiben geschlossen. Bedauerlicherweise kann auch kein Notgruppenangebot gemacht werden.

Auch das Familienservicebüro bleibt geschlossen.

Die Tagesgruppen des Heimverbundes bleiben geschlossen.

Die Spielparks Mühlenberg (Hübenerweg 4), Linden (Hiltrud-Grote-Weg 6), List (Isernhagener Straße 82), Holzwiesen (Holzwiesen 71), Döhren (Ziegelstraße 1) und Roderbruch (Rotekreuzstraße 50) bleiben geschlossen. Das in Kooperation mit der Grundschule Hägewiesen organisierte Ganztagsangebot kann ebenfalls nicht durchgeführt werden.

Die Jugend-, Familien- und Erziehungsberatungsstelle Mitte (Kurt-Schumacher-Straße 29) wird telefonisch nicht erreichbar sein.

Für den Bereich Unterhaltsrecht und Elterngeld (Ihmeplatz 5) sind Einschränkungen in Bezug auf die telefonische Erreichbarkeit zu erwarten. Vereinbarte Termine werden jedoch wahrgenommen.

Bestreikt wird auch der Kommunale Sozialdienst, die Erreichbarkeit der Dienststellen ist jedoch sichergestellt.

Gestreiftes Trio wirbelt Sambesi auf – Zebras Erlebnis Zoo

Gestreiftes Trio wirbelt Sambesi auf

5. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Im Erlebnis-Zoo Hannover wirbelt ein gestreiftes Trio am Ufer des Sambesi herum: Gleich drei Zebrajungtiere rennen, toben und machen Bocksprünge, bis die Streifen leicht verwischen. Das dritte Jungtier – Otto – kam vor einer Woche zur Welt und steht inzwischen so fest auf den grazilen Beinen, dass es Lucifer und Lilly locker folgen kann.

Lucifer, das älteste Jungtier, wurde am 14. August geboren. Ihm folgte Lilly, die am 7. September zur Welt kam, und nun Otto am 28. September. Die erste Zeit verbrachten die Jungtiere mit ihren Müttern hinter den Kulissen, damit sie sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen konnten.

Wenn ein Zebrafohlen geboren wird, vertreibt die Mutter zunächst alle Mitglieder ihrer Herde aus ihrer Nähe. Dann stellt sie sich vor ihr Neugeborenes, damit es sich ihre Zeichnung gut einprägen kann. Etwa 20 Minuten später weiß das Kleine genau, welche Streifen zu seiner Mutter gehören und erkennt sie dann in der Herde immer wieder. Denn: Jedes Zebra hat seine ganz eigene Streifenzeichnung!

Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 30 Kilo, es wird 6-8 Monate gesäugt. Erst nach einem Jahr wird der Nachwuchs sich von seiner Mutter trennen und eigene Wege gehen.

Bis dahin werden Lucifer, Lilly und Otto den Sambesi noch ordentlich aufwirbeln. Die drei Streifenträger toben zwischen den Thomson-Gazellen, den Impalas und Elenantilopen herum und imponieren mit ihrem eleganten Galopp, auf den die Impalas wiederum mit ihren Riesensprüngen reagieren.

Potentiell gefährdet

Von allen (Wild-)Pferdearten ist das Steppenzebra am weitesten verbreitet. Trotzdem wird diese Art von der Weltnaturschutzunion IUCN als „potentiell gefährdet“ eingestuft, da die Bestände immer weiter abnehmen. Ein Problem sind beispielsweise die Weidezäune, die den Tieren bei ihrer Wanderung den Weg versperren oder den Zugang zu Trinkwasser verhindern. Im Erlebnis-Zoo Hannover wird das Grant-Steppenzebra, eine Unterart aus Ostafrika, gehalten.

 

 

Feuerwehreinsatz

15 Kaninchen verenden bei Strohbrand in Hannover-Misburg

3. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM).Die Feuerwehr Hannover musste heute Nachmittag zu einer starken Rauchentwicklung in die Ludwig-Jahn-Straße in Hannover-Misburg ausrücken. Auf einer freien Wiese brannten mehrere Strohballen und ein Kaninchenstall. Hierbei verendeten 15 Zuchtkaninchen.

Die Feuerwehr wurde um 16:40 Uhr zu einer starken Rauchentwicklung in die Ludwig- Jahn-Straße in Misburg alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchwolke in weiten Teilen Misburgs wahrnehmbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte ein mit Stroh beladener Unterstand in voller Ausdehnung. Durch die enorme Hitze, konnte sich das Feuer auf eine Hecke, einen Obstbaum und Sträucher auf einem benachbarten Grundstück ausbreiten. Weiterhin wurden bei dem Feuer mehrere Kaninchenställe in Mitleidenschaft gezogen. 15 Zuchtkaninchen konnten von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

Über mehrere hundert Meter mussten Schlauchleitungen verlegt werden, um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. 8.000 Liter Wasser, teilweise mit einem Schaummittel angereichert, wurden von mehreren Löschtrupps der Feuer- und Rettungswache 5 und der Ortsfeuerwehr Misburg eingesetzt. Der Sachschaden und die Brandursache sind unklar. Hierzu hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften bis 19:30 Uhr vor Ort.

Symbolbild Feuerwehr

LKW bleibt unter der Südschnellwegbrücke stecken

2. Oktober 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Ein 7,5 t LKW, beladen mit einem Mercedes-Sprinter, fuhr unter die Südschnellwegbrücke und blieb dort stecken. Verletzt wurde hierbei niemand.

Um 10:30 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 3 zu einer Technischen Hilfeleitung in die Hildesheimer Straße, in Höhe Zeißstraße im Stadtteil Döhren.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte klemmte ein Autotransporter, der mit einem Mercedes Sprinter mit Kastenaufbau beladen war, unter der Südschnellwegbrücke. Der Fahrer wollte mit seinem Gefährt von der Hildesheimer Straße in die Zeißstraße fahren und hatte die Höhe seines Fahrzeuges mit Beladung unterschätzt und blieb unter der Brücke stecken.

Der Fahrer des Transporters konnte sich eigenständig aus seiner Fahrerkabine befreien und blieb unverletzt. An der Brücke entstand kein Schaden. Seitens der Feuerwehr wurden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, so dass der Sprinter nicht vom LKW kippen konnte. Im Anschluss hat ein privates Abschleppunternehmen die Bergung des LKW veranlasst.
Die Höhe des Sachschadens ist unklar.

Die Feuerwehr Hannover war mit 14 Einsatzkräften bis 11:40 Uhr an der Einsatzstelle. Während der Einsatzmaßnahmen war die Auffahrt zum Südschnellweg in Richtung Osten, sowie die Abfahrt zur Hildesheimer Straße in Richtung Zentrum gesperrt.

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