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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Erbprinz Ernst August tauft neue Rose der Herrenhäuser Gärten – BGPress 1893© Bernd Günther

Erbprinz Ernst August tauft neue Rose der Herrenhäuser Gärten

23. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Nach „Kurfürstin Sophie“ und „King George I.“ kommt jetzt eine dritte Rosenzüchtung auf den Markt, die sich in die Kollektion der Herrenhäuser Gärten einreiht. Auch sie trägt einen royalen Namen: Ernst August Prinz von Hannover taufte die rosafarbene Edelrose auf den Namen „Königin Marie“. Als Paten waren Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, sowie Wilhelm-Alexander Kordes und Thomas Proll von der Rosenschule W. Kordes Söhne bei der Taufe anwesend.

Getauft wurde standesgemäß im Schloss Herrenhausen, dem früheren Sitz des Hauses Hannover. Den Blick von der Dachterrasse auf den Großen Garten genießen heute die Gäste des Tagungszentrums. In dem von der VolkswagenStiftung wiedererrichteten Schloss am Eingang zum Großen Garten befinden sich zudem Museumsräume.

Die Edelrose „Königin Marie“ vereint Duft, Schönheit und Widerstandskraft

Die Edelrose „Königin Marie“ trägt gefüllte Blüten in einem kräftigen Rosaton. Sie besticht durch einen intensiven Duft. Die Rosenschule Kordes beschreibt ihn als „citrisch-frisch mit fruchtigen Akkorden aus Litschi und Apfel in der Kopfnote. Die Herznote ist weich und sehr abgerundet mit einem cremig-seifigen Akkord aus Geranie. Die Basisnote erinnert an erdige Noten und Patschuli.“ Es lohnt sich also, die Blüten nicht nur zu bewundern, sondern auch daran zu riechen. Im eigenen Garten gepflanzt, verspricht „Königin Marie“ zur Blütezeit ein besonderes Dufterlebnis. Die Rose wird etwa 80 Zentimeter hoch und 40 Zentimeter breit. Sie blüht von Juni bis September, ist winterhart und unempfindlich gegen Blattkrankheiten. Die neue Sorte ist eine Farbvariante der Duft-Edelrose „Carmen Würth“.

„Königin Marie“ ist in diesem Sommer in begrenzter Stückzahl ausschließlich im Infopavillon der Herrenhäuser Gärten erhältlich. Die Pflanzen entsprechen höchster Gartenqualität und kosten im Topf 24,99 Euro pro Stück. Ab Herbst wird die Rosenschule Kordes die neue Rose in größerer Anzahl überregional anbieten.

Königin Marie von Hannover zu Ehren

Ausgewählt und benannt hat die königliche Rose Gartendirektor Ronald Clark. „Königin Marie ist eine interessante Persönlichkeit aus der Geschichte der Herrenhäuser Gärten, und sie liebte Rosen“, so Clark. „Es lag nahe, ihr die auf Kurfürstin Sophie und König Georg folgende Herrenhäuser Rose zu widmen.“

Königin Marie von Hannover (1818-1907), Ur-Ur-Ur-Großmutter des Erbprinzen Ernst August, war eine große Rosenliebhaberin. Auf fast allen Porträts ist sie mit Rosen abgebildet. Sie war die letzte Königin von Hannover und lebte mit König Georg V., der das Schloss Marienburg für sie bauen ließ, mehrere Jahre im Schloss Herrenhausen.

Die Rosenschule W. Kordes‘ Söhne

W. Kordes‘ Söhne zählt zu den weltweit größten Rosenschulen für Garten-, Schnitt- und Topf-Rosen. Das 1887 gegründete Unternehmen wird in fünfter Generation geführt und hat seinen Sitz mit Verkauf und Schaugarten in der Nähe von Elmshorn in Südholstein.

Schritt für Schritt aus der Krise – Oberbürgermeister zieht eine erste Bilanz – Corona Hannover

Schritt für Schritt aus der Krise – Oberbürgermeister zieht eine erste Bilanz

22. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Hannovers Weg aus der Corona-Krise ist ein Kraftakt. Mit der langersehnten Wiedereröffnung des Neuen Rathauses gelang ein weiterer – wenn auch kleiner – Schritt. Oberbürgermeister Belit Onay machte das Haus, das zu den beliebtesten Besucherzielen der Landeshauptstadt gehört, an diesem Dienstag für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Er sprach dabei von einem Signal, das zu Optimismus Anlass gebe.

Für Onay war es gleichzeitig die Gelegenheit, eine Zwischenbilanz der Corona-Krise aus städtischer Sicht zu ziehen. Seine Botschaft: Die Stadt sieht eine ihrer vordringlichsten Aufgaben darin, weiterhin flankierende Unterstützung für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Strukturen in der Stadt zu geben.

Es war dieser Anspruch, von dem sich die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen und Monaten leiten ließ. Die Corona-Krise habe die Bürger*innen und die Verwaltung gleichermaßen einem massiven Stresstest ausgesetzt, stellte der Oberbürgermeister auf einer Pressekonferenz fest. Der Lockdown sei absolut notwendig gewesen. Den weitgehend funktionierenden staatlichen Strukturen – nicht zuletzt auf kommunaler Ebene – sei es zu verdanken, dass die Lage nicht schlimmer sei.

Dabei habe die Landeshauptstadt durchaus eine besondere Rolle gespielt. „Mit unseren drei Hilfspaketen, die wir schnell und pragmatisch auf den Weg gebracht haben, nehmen wir eine Vorreiterrolle unter den Kommunen ein“, so Onay. Damit sprach er das Zehn-Millionen-Euro-Sofortprogramm für die lokale Wirtschaft, den Corona-Sozialfonds für soziale Notfälle sowie den hannoverschen Stabilitätspakt an.

Letzterer ist mit drei Millionen Euro hinterlegt. Er stützt unter anderem Sportvereine, Marktbeschicker, Veranstalter, die Außengastronomie sowie Kulturschaffende und Kultureinrichtungen. Die Nachfrage sei hoch, führte Onay aus. So sei das Hilfspaket für die Kultur deutlich überzeichnet. Das sei auch schon beim Zehn-Millionen-Programm für Wirtschaftsunternehmen so gewesen. Die Stadt habe das aber auch nicht anders erwartet.

Als Dienstleisterin einen schweren Stand

Als Dienstleister hat die Stadtverwaltung aufgrund der durch die Pandemie bedingten Auflagen einen schweren Stand. Das gilt vor allem für die Dienststellen, in denen es Publikumsverkehr gibt. Die Bürgerämter oder auch die KFZ-Zulassungsstelle funktionieren nur mit Terminvergaben. In den Räumen sind Abstands- und Hygieneregeln strikt einzuhalten. „Das ist eine Belastung – für die Bürger*innen und für die Mitarbeitenden“, sagte Onay.

Er warb um Verständnis und verdeutlichte, dass die Bürger*innen bei all ihren berechtigten Erwartungen an die Stadt auch berücksichtigen sollten, dass die städtischen Mitarbeitenden immer noch im Krisen-Modus seien. Der OB stellte fest, dass die städtischen Strukturen in der Ausnahmesituation funktionieren. Beispielhaft nannte er die Zulassungsstelle, die inzwischen mehr Anträge als vor der Pandemie bearbeitet, die Bauverwaltung, die im ersten Quartal 2020 mehr Baugenehmigungen als im Vorjahresvergleich auf den Weg gebracht hat, oder auch den städtischen Ordnungsdienst, der Tausende Kontrollen und Ansprachen vorgenommen hat.  Ein Problemfall, der öffentliche Kritik provoziert hatte, war die Elterngeldstelle. Hier habe man gezielt personell gegengesteuert, so Onay.

Bündel von Initiativen für Wirtschaft und Soziales

Mit einer Reihe von Maßnahmen und Initiativen – über die finanziellen Hilfspakete hinaus – flankierte die Stadt die Wirtschaft und soziale Einrichtungen. Beispielhaft nannte Onay Beratungsangebote für Unternehmen, den Runden Tisch Standortvermarktung oder die Initiative „Gemeinsam für Hannover“. Im sozialen Bereich hat die Stadt beispielsweise in der Akutphase der Pandemie für sechs Essensausgaben gesorgt. Sie hat eine Jugendherberge für die Unterbringung von Obdachlosen angemietet. Dieses Angebot wurde inzwischen auf zwei andere Standorte verlegt. In Alten- und Pflegeeinrichtungen richtete die Stadt Besuchszimmer ein.

Eine besondere Herausforderung für die Verwaltung war der Neustart der Schulen und der Kitas – insbesondere was die Bereitstellung von Hygienemitteln anging. An einigen Schulstandorten wurden mobile Waschtische und Sanitärcontainer aufgestellt. Viel Kreativität und Geduld waren notwendig gewesen. Die Schulen seien aber für das neue Schuljahr gewappnet, meinte Onay. Auch gehe es mit dem digitalen Unterricht voran. Allen Schulen Hannovers stünde jetzt die Online-Plattform schulen-hannover.de zur Verfügung. 90 Einrichtungen seien bereits angeschlossen. Nach den Sommerferien werde die Stadt die Schulen mit 7500 I-Pads ausstatten. Ein Programm des Bundes macht das möglich.

In den Kitas läuft der eingeschränkte Regelbetrieb mit einem Betreuungsangebot für alle Kinder. Die Lage für Eltern, Kinder und Betreuer*innen ist Onays Angaben zufolge „herausfordernd“. Es sei ein Balance-Akt, die Hygiene-Regeln einzuhalten. Viele städtische Einrichtungen arbeiten im Normalbetrieb nach dem offenen Konzept – das sei aber für den derzeit eingeschränkten Betrieb untersagt.  Es gebe immer wieder Einschränkungen – etwa dann, wenn Kinder oder Betreuer*innen getestet werden müssen. Zudem sei die Personallage angespannt.

Lastenausgleich gefordert

Die finanziellen Spielräume der Stadt sind in den kommenden Jahren deutlich reduziert. Das machte Onay mit Hinweis auf die Haushaltslage deutlich. Die Corona-Krise sorgt für einen starken Einbruch bei den Gewerbesteuern. Auch sind der Stadt Einnahmen entgangen. Das zu erwartende Defizit dürfte sich auf 300 bis 400 Millionen Euro belaufen. Es werde eine große Herausforderung für Verwaltung und Politik, den Haushalt 2021/2022 aufzustellen. Hannover werde vieles auf den Prüfstand stellen, jedoch „nicht gegen die Krise ansparen“. Es gelte, wichtige Investitionen vorzunehmen und die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Onay begrüßte die Initiative des Bundes, den Kommunen unter die Arme zu greifen – mit einem Ausgleich für Gewerbesteuerausfälle, den Länder und Bund tragen, sowie Entlastungen bei den Sozialkosten.  „Zu gegebener Zeit werden wir bewerten müssen, ob dieser Lastenausgleich ausreicht“, meinte Onay.

Neben all den negativen Folgen hat die Corona-Krise auch Entwicklungen beschleunigt.  Onay nannte beispielhaft die Digitalisierung. Die Stadt werde sie konsequent vorantreiben.

Der Oberbürgermeister beschloss die Pressekonferenz mit einem positiven Ausblick: „Das Zusammenrücken der Stadtgesellschaft – so, wie wir es gerade erleben – sollte Mut machen. Die Corona-Krise rückt das Lokale und den Wert lokaler Strukturen wieder deutlich mehr in den Mittelpunkt. Das gibt uns den Rückhalt, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.“

Einbau der Technik in die Feuer- und Rettungswache 1 startet – Feuerwache1 cmm BGP© Carl-Marcus Müller

Einbau der Technik in die Feuer- und Rettungswache 1 startet

21. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Der Bau der Regionsleitstelle in der Feuer- und Rettungswache 1 (FRW 1) geht voran. Davon hat sich Oberbürgermeister Belit Onay am Montag (20. Juli) bei einem Rundgang ein Bild gemacht. Von außen wirkt der Bau fast fertig, innen stehen nun noch aufwändige technische Einbauten an. Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 wird dieser zweite Bauabschnitt am Weidendamm komplett fertig sein.

Dann werden dort die Regionsleitstelle sowie das städtische Rechenzentrum ihren Betrieb aufnehmen. Das neue Gebäude wurde als Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft durch die Ed. Züblin AG errichtet.

„Die Erweiterung der Feuer- und Rettungswache 1 ist ein besonderes Projekt nicht nur für die Stadt, sondern auch für die gesamte Region Hannover. Hier wird die Regionsleitstelle für rund 1,2 Millionen Menschen tätig sein“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay bei dem Rundgang durch das Gebäude. „Ein wichtiger Schritt für die Stadtverwaltung wird zudem der Einzug des städtischen Rechenzentrums in dieses moderne Gebäude sein“, so der Oberbürgermeister. Begleitet wurde Belit Onay bei dem Rundgang von Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, Rita Maria-Rzyski, Personal-, Bildungs-, Jugend-, Familien- und Feuerwehrdezernentin, sowie Jens Quade, technischer Direktionsleiter Nord der Ed. Züblin AG.

Der zweite Bauabschnitt der FRW 1 mit einer Nettogrundfläche von 15.650 Quadratmetern knüpft an den ersten an, der 2014 startete. Er umfasst zwei Gebäudeteile, die an den bestehenden zum einen im Südosten des Grundstückes zur Kopernikusstraße hin und zum anderen im Nordwesten angebaut wurden.

Ein Teil erstreckt sich entlang der Kopernikusstraße. Hier sind die Fachbereichsleitung der Feuerwehr Hannover, ihre fünf Bereichsleitungen, die Regionsleitstelle, die Stelle für die persönliche Schutzausrüstung und Bekleidung („Kleiderkammer“), der medizinische Dienst sowie das Rechenzentrum der Landeshauptstadt Hannover untergebracht.

Der zweite entstehende Gebäudeteil beinhaltet eine Mensa nebst Speiseraum, die Feuerlöscher-Werkstatt als Kompetenzzentrum der Stadt und die Reifenwerkstatt der Feuerwehr. Die Bau- und Ausstattungsstandards entsprechen dem des ersten bereits erstellten Bauabschnittes.

Ganzheitliches Sicherheitskonzept

Die Betriebs- und Versorgungssicherheit wird durch eine redundante Bauweise der technischen Anlagen gewährleistet. Dies bedeutet, dass einige Technikkomponenten so dimensioniert und gebaut sind, dass sie eine große Reserve beinhalten. Im Standardbetrieb laufen die Anlagen jeweils bei maximal 50 Prozent. Fällt eine der Anlagen aus, können die anderen auf 100 Prozent hochgefahren werden und so die Funktion der ausgefallenen Anlage kompensieren. Hierdurch ist das Gebäude für Notfälle sehr gut vorgerüstet, aber auch bei Wartungen kann der volle Betrieb – ohne Störungen – weitergeführt werden.

Darüber hinaus benötigen insbesondere die Regionsleitstelle und das Rechenzentrum ein ganzheitliches Sicherheitskonzept. Die Zertifizierung des Rechenzentrums nach den Vorgaben der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) ist eine weitere Anforderung, die erfüllt wird. In Bezug auf die Regionsleitstelle Hannover für Brandschutz, Hilfeleistung und Rettungsdienst, die für die Entgegennahme und Bearbeitung aller Hilfeersuchen der circa 1,2 Millionen Einwohner*innen in der Region Hannover zuständig ist, wird eine komplett neue technische Sicherheitsarchitektur entstehen. Aus Sicherheitsgründen sind die Notrufleitungen und der Digitalfunk an zwei Standorte angebunden. Sollte ein Leitstellenbetriebspunkt ausfallen, stehen den Hilfesuchenden so weiterhin ausreichende Leitungskapazitäten zur Verfügung. Auch unter diesem Aspekt sind die technischen Komponenten an dem Standort Weidendamm redundant ausgeführt. Zudem sind sowohl die Funktion der Leitstelle als das Rechenzentrum an den zwei Standorten FRW 1 und FRW 2 miteinander koppelbar, damit die nahtlose gegenseitige „Vertretung“ möglich ist, wenn eine der Anlagen ausfällt.

Übererfüllung energetischer Standards

Für die Energieversorgung hat die Ed. Züblin AG ein effizientes Gesamtkonzept vorgelegt. Da im Gebäude durch das Rechenzentrum sowie die Leitstelle hohe Wärmelasten auftreten, erwies es sich als nicht sinnvoll, den zweiten Bauabschnitt im Passivhaus-Standard zu erstellen.

Um baulichen Wärmeschutz zu gewährleisten, werden für den zweiten Bauabschnitt – die für 2019 gemäß EU-Gebäuderichtlinie geforderten – Niedrigenergiestandards umgesetzt und sogar übererfüllt. An der Gebäudehülle werden Passivhaus-Komponenten, zum Beispiel Passivhausfenster mit Dreifachverglasung, verwendet. Bei der Anlagetechnik wird Wärme der Lüftungsanlagen zurückgewonnen

Feuerwehreinsatz

Küchenbrand in einer Kleintierpraxis

19. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Am heutigen Samstagabend wurde die Feuerwehr Hannover zu einem Küchenbrand in den Stadtteil Isernhagen Süd gerufen. Durch den Brand entstand Sachschaden, Menschen und Tiere wurden nicht verletzt.

Die Regionsleitstelle Hannover erhielt gegen 19:43 Uhr die Information über einen Brand in der Küche einer Tierarztpraxis in der Straße Am Rotdorn. Als kurz darauf Feuerwehrkräften am Ort des Geschehens eintrafen, drang ihnen bereits dichter Brandrauch aus dem Gebäude entgegen. Durch die ins Gebäude vorgegangenen Einsatztrupps konnte der Brandherd schnell lokalisiert und bekämpft werden. Der Küchenraum wurde durch das Brandgeschehen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die gesamte Kleintierpraxis ist durch die starke Kontamination mit Brandrauch derzeit nicht benutzbar. Glücklicherweise wurden weder Menschen noch Tiere bei dem Einsatz verletzt.

Der entstandene Sachschaden kann durch die Feuerwehr nicht beziffert werden.

Zur Klärung der Brandursache hat die Polizei vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 29 Einsatzkräften und 9 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz war gegen 21:00 Uhr beendet.

Symbolbild Feuerwehr

Zimmerbrand in Hannover-Vahrenwald

18. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Am Samstagmorgen wurde die Feuerwehr Hannover zu einem Zimmerbrand in die Halkettstraße im Stadtteil Vahrenwald gerufen. Hierbei wurde eine Person verletzt und durch die Feuerwehr gerettet.

Gegen 05:40 Uhr wurde die Feuerwehr durch einen piependen Rauchwarnmelder in die Halkettstraße Ecke Helmholtzstraße alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm, drang dichter Rauch aus einem Fenster des dreigeschossigen Gebäudes.

Die Tür zu der betroffenen Brandwohnung musste aufgebrochen werden. Der Mieter lag in seiner Wohnung und wurde umgehend ins Freie gebracht und dort vom Rettungsdienst versorgt. Im Anschluss wurde der 36-Jährige in ein Krankenhaus transportiert.

Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte so Schlimmeres verhindert und das brennende Mobiliar schnell gelöscht werden.

Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Schätzungen 10.000.- €. Die Brandursache ist unklar. Hierzu hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

15 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren bis 06:15 Uhr vor Ort.

Der 800.000ste Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers – Christoph 4

Der 800.000ste Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers

17. Juli 2020/in Hannover

Hannover. Ein besonderer Zivilschutz-Hubschrauber-Einsatz ist heute durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn-Dransdorf gewürdigt worden. Der in Hannover stationierte Rettungshubschrauber Christoph 4 hob am 16. April in Richtung eines Waldstückes bei Abbensen (Landkreis Peine) ab, um dort ein verletztes Kind nach Fahrradsturz im Wald zu suchen und zu retten.

Es war der 800.000ste Einsatz in der Bundesrepublik für die orangefarbige Flotte des BBK, zu der auch der Christoph 4 gehört. Start der Zählung war 1971, als der Bund begonnen hat, spezielle Helikopter für den Zivilschutz vorzuhalten.

Der Rettungshubschrauber, besetzt mit einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord), einem Notfallsanitäter/TC-HEMS (Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services) der Johanniter-Unfall-Hilfe und einer Notärztin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) musste den 14-Jährigen Tom Joshua erst in unwegsamen Gelände suchen, um ihn dann medizinsch versorgen zu können.

„Ich erinnere mich gut an den Tag, denn wir hatten bereits einige Traumaeinsätze hinter uns. Wenn dann noch eine Rettung mit unklarer Ortsangabe dazu kommt, ist das schon ungewöhnlich. Aber dafür sind wir ausgebildet. Wir trainieren regelmäßig, um für die unterschiedlichsten Rettungsaktionen gewappnet zu sein“, sagt Johanniter-Notfallsanitäter/TC-HEMS Marc-Oliver Lüpkemann.

Der 14-Jährige war mit seiner Schwester und seinem besten Freund in einem Waldstück bei Abbensen (Landkreis Peine) Mountain Bike gefahren. Er fuhr über eine Wurzel, überschlug sich und blieb verletzt liegen. Freund und Schwester haben schnell reagiert: Sein Freund blieb bei ihm, während seine jüngere Schwester Lilly Hilfe holte. Eine Spaziergängerin leistete Erste Hilfe und verständigte die Rettungsleitstelle. Als ausgebildete Krankenschwester konnte die Frau die Lage gut überblicken. Es war klar: In dem unwegsamen Gelände muss ein Rettungsteam mit Helikopter helfen. So startete Christoph 4 vom Luftrettungszentrum (LRZ) an der MHH aus zum 800.000sten Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers in der Bundesrepublik. Die Crew des Helikopters fand die Unfallstelle, half schnell und brachte Tom Joshua mit einem komplizierten Armbruch in das Kinderkrankenhaus „Auf der Bult“ nach Hannover. Dem jungen Patienten geht es wieder gut.

“An dem Tag hatten wir gutes Wetter und aus der Luft hatten wir eine ausreichende Sicht über das Areal – besser als vom Boden. Einsatztaktisch war das auf jeden Fall von Vorteil. Dass es sich bei diesem Flug um den 800.000sten Einsatz gehandelt hat, ist uns nicht bewusst gewesen. Umso mehr freut es uns, dass die Zivilschutz-Hubschrauber im gesamten Bundesgebiet bereits so oft unterstützen konnten. Diese Zahl verdeutlicht die enorme Bedeutung der Luftrettung,“ sagt Marc-Oliver Lüpkemann.

Die zivile Luftrettung in Deutschland ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. Der Bund verfügt über eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern (ZSH). Die in erster Linie für den Zivilschutzfall vorgesehenen ZSH starten von zwölf Luftrettungszentren in acht Bundesländern aus und leisten einen wichtigen Beitrag für den Bevölkerungsschutz. Der Präsident des BBK, Christoph Unger, hat den Jubiläums-Einsatz zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Aufgabe der ZSH im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Bei dem heutigen Pressetermin in Bonn-Dransdorf waren nicht nur Marc-Oliver Lüpkemann und Dr. Christian Macke (MHH), Ärztlicher Leiter Rettungshubschrauber Christoph 4, sondern auch Torsten Hallmann, Leiter der Fliegergruppe der Bundespolizei und Tom Joshua geladen, zu dessen Rettung der Hubschrauber zu dem Jubiläumsflug abgehoben hatte.

Der Luftrettungshubschrauber Christoph 4

Christoph 4 besitzt einen Einsatzradius von ungefähr 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von maximal 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Peine, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist er alarmierbar. Seit 1972 ist der Rettungshubschrauber in Hannover im Einsatz. Im Juli 2019 flog er seinen bereits 70.000sten Einsatz. Er wird durch die Leitstelle nach einsatztaktischen Überlegungen eingesetzt und ist somit über die Rufnummer 112 für die Bevölkerung alarmierbar. Für den Melder eines Notfalls – gleich, welches Rettungsmittel kommt – entstehen keine Kosten.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung mit Christoph 4 sind mehrere Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Notfallsanitäter und HEMS-TC. Die Piloten gehören der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn, an und führen die Wartung und Instandhaltung des Hubschraubers durch. Die Notärzte kommen aus der Unfallchirurgischen Klinik der MHH. Die ärztliche Leitung hat seit 2016 Dr. Christian Macke inne. Träger des Luftrettungsstützpunktes ist das Land Niedersachsen. Christoph 4 gehört zur orangenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Dies sind die Luftrettungszentren, an denen Zivilschutz-Hubschrauber in Deutschland stationiert sind.

  • Christoph 2 Frankfurt am Main
  • Christoph 3 Köln
  • Christoph 4 Hannover
  • Christoph 7 Kassel
  • Christoph 9 Duisburg
  • Christoph 12 Siblin
  • Christoph 13 Bielefeld
  • Christoph 14 Traunstein
  • Christoph 17 Kempten
  • Christoph 29 Hamburg
  • Christoph 34 Güstrow
  • Christoph 35 Brandenburg
Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0651

Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover

17. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER. Premiere im Dschungelpalast: Der internationale Künstler NIKO NIKOLAIDIS ließ erstmals eines seiner beeindruckenden Werke im Erlebnis-Zoo Hannover entstehen – mitten auf der leeren Elefantenanlage begeisterte er mit einer eindrucksvoll inszenierten Livepainting-Aktion während des Late-Zoo Jung und Alt.

Normalerweise wird seine Kunst unter anderem in Miami, New York, Shanghai und Beijing ausgestellt – am 16. Juli griff der erfolgreiche Pop-Art-Star nun abends im Erlebnis-Zoo zu Acrylfarben, Öl, Neon und setzte zusätzlich mit Licht und Nebel seine Kunst besonders in Szene. Zoo-Besucher konnten ab 19 Uhr live dabei sein und – bis der Zoo um 21 Uhr seine Pforten schloss – zusehen, wie dort, wo normalerweise die Elefanten über die Anlage toben, NIKO NIKOLAIDIS sein Kunstwerk entstehen ließ. „Ein sehr seltener Einblick“, wie NIKOLAIDIS betonte. „Ich folge meiner Leidenschaft und meinem Instinkt, lasse mich für den Moment fallen und tauche mit der Umgebung unterbewusst in ein tiefes Meer voller Emotionen und Musik ein.“

Und so konnten die Besucher des Late-Zoo im Verlauf des Abends immer mehr erahnen, was mit bunten Farben, die der junge Künstler mit den Händen, Pinsel und Sprühdosen auftrug, auf der Leinwand entstand: der Kopf eines imposanten Löwen, begleitet von Wörtern wie „King“, „Power“, „Wild“ und „Fear“. In der Dunkelheit entfaltete das Werk schließlich seine volle Wirkung: Die mit Schwarzlicht angeleuchteten Neonfarben strahlten, Nebel, Scheinwerfer und Musik setzten es noch mehr in Szene.

Der 29jährige Pop-Art-Star möchte mit seinen Werken zum Ausdruck bringen, was die Welt bewegt und die kulturelle Welt miteinander verbinden, ganz nach seinem Motto „Connect the World“. So schätzt er auch den Erlebnis-Zoo als ganz besonderen Ort: „Er verbindet Kulturen, bringt Menschen zusammen, macht sie glücklich und lässt sie für die Stunden ihres Aufenthaltes im Zoo, für diesen Moment, ihren Alltag vergessen. Diese Zeit des Verweilens im Zoo ist es wert, immer wieder diese Oase aufs Neue zu schätzen und zu genießen“, so NIKO NIKOLAIDIS. Mit dem asiatischen Dschungelpalast, in dem er bis in die Nacht hinein an seinem Kunstwerk arbeitete, verspürte er die größte Verbundenheit: „Ein Ort der Inspiration und Ruhe. Das ist mein Augenblick und ich weiß die Genehmigung sehr zu schätzen, dass ich dort malen durfte.“

Ganz fertig wurde NIKOLAIDIS in der Nacht im Dschungelpalast nicht. So arbeitete der Pop-Art-Künstler nach der Livepainting-Aktion im Zoo schließlich in seinem Atelier weiter an dem Werk.  

Livepainting für den guten Zweck

Das fertige Kunstwerk von NIKO NIKOLAIDIS wird bei Europas größtem Charity-Auktionsportal „United Charity“ für einen guten Zweck versteigert. Die Auktion beginnt am 20. Juli.

Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0455

Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis © Bernd Günther

Über den Künstler:

Der 29jährige NIKO NIKOLAIDIS ist ein international erfolgreicher Pop-Art-Star. Seine Werke wurden unter anderem in Miami, New York, Chongqing, Shanghai, Beijing und Kunming ausgestellt. Er hat griechische Wurzeln und wuchs in der Nähe von Hannover auf. Er bezeichnet sich als Revoluzzer, Rebell, wild und unangepasst. Unter seinem Motto „Connect the world“ möchte er die kulturelle Welt miteinander verbinden.

  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0416
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0433
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0445
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0455
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0504
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0522
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0527
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0557
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0579
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0587
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0630
    Das Werk von Niko Nikolaidis steht kurz vor der Vollendung © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0643
    Der internationale Pop-Art-Star und Künstler Niko Nikolaidis bei dem Livepainting in Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0651
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0734
    Neonlicht und Nebelschwaden verstärken die Liveperfomance des Künstlers Niko Nikolaidis © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0804
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0846
    Das fast fertige Werk des internationalen Pop-Art-Künstlers Niko Nikolaidis © Bernd Günther
  • Internationaler Künstler NIKO NIKOLAIDIS im Erlebnis-Zoo Hannover – BGPress 0851
    Charity-Livepainting mit dem Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis im Erlebniszoo-Hannover © Bernd Günther
Feuerwehreinsatz

Person in zwei Meter Höhe in Rolltor eingeklemmt

17. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER. Um 19:48 Uhr gingen gestern Abend mehrere Hinweise zu einer in einem Rolltor einer Tiefgaragenzufahrt eingeklemmten Person im Stadtteil Sahlkamp in der Regionsleitstelle Hannover ein. Die alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst konnten das 16-jährige Mädchen zügig aus dieser bedrohlichen Situation befreien, nachdem aufmerksame Ersthelfer das in dem hochgefahrenen Rolltor hängende Mädchen in der Straße Hägewiesen gestützt hatten. Mit einem Rettungswagen erfolgte der Transport unter Notarztbegleitung in die nächstgelegene Medizinische Hochschule.

Aufgrund des Lagebildes, welches sich aus den eingehenden Notrufen ergab, alarmierte die Regionsleitstelle ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache 5 sowie einen Rettungswagen zu der Tiefgarageneinfahrt in die Straße Hägewiesen. Die ersteintreffenden Rettungskräfte fanden vor Ort ein in zirka zwei Meter mit dem Handgelenk in einem hochgefahrenen Rolltor eingeklemmtes 16-jähriges Mädchen vor. Aufmerksame Ersthelfer hatten das im Rolltor hängende Mädchen bereits gestützt. Umgehend erfolgte die Befreiung der 16-Jährigen unter Einsatz eines mobilen akkubetriebenen Spreizgerätes des Hilfeleistungslöschfahrzeuges. Der durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte nachalarmierte Notarzt und die Notfallsanitäter*innen der Feuerwehr führten in einem Rettungswagen eine medizinische Erstversorgung der verletzten 16-Jährigen durch und transportierten sie in die Medizinische Hochschule.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren mit drei Fahrzeugen und acht Einsatzkräften für rund 45 Minuten im Einsatz.

Auszeichnung „Humanitäre Schule“ für die BBS 2 – Humanitäre Schule

Auszeichnung „Humanitäre Schule“ für die BBS 2

15. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER. Im Zeichen einer humanen Gesellschaft ist ein miteinander- und füreinander Handeln ein brandaktuelles Thema. Das Jugendrotkreuz (JRK) im DRK-Landesverband Niedersachsen e. V. zertifiziert Schulen zur „Humanitäre Schule“ seit 2004.

Um das Zertifikat zu erlangen, erleben die Schülerinnen und Schüler das Planspiel „h.e.l.p“ und engagieren sich anschließend in einem selbst initiierten humanitären Projekt. Am Ende des Schuljahres werden die beteiligten Schulen ausgezeichnet. (Quelle: Humanitäre Schule)

„500 Postkarten als Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit“ Die Schülervertretung der BBS 2 initiierte während der Corona-Pandemie das großartige Projekt „500 Postkarten als Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit“, die an die „CoronaHeld*innen“ verschickt wurden. Einen Bericht über das Projekt lesen Sie hier.

Mit großer Freude haben die am Projekt beteiligten Schüler Bela Brandwein und Moritz Schuberth sowie die das Projekt betreuende Lehrerin Vanessa Genz und der Schulleiter Ulf Jürgensen die Auszeichnung in Empfang genommen.

Erlebnis-Zoo blickt in die Zukunft – Elefantenhaus

Erlebnis-Zoo blickt in die Zukunft

15. Juli 2020/in Hannover

HANNOVER. Im Frühjahr 2015 wurden im Masterplan 2025+ Ideen zur Weiterentwicklung des Erlebnis-Zoo zusammengefasst und offiziell beschlossen. Teil dieser Pläne ist der Bau einer beheizten Laufhalle und eines erweiterten Außenbereiches für die Elefanten, die den Tieren auch in den Wintermonaten viel Auslauf ermöglichen. Besucher finden in der Halle ebenfalls einen gemütlich-warmen Platz, von dem aus sie die Herde beobachten und spannendes Wissen über die Tiere und ihren Schutz erlangen können.

Im Rahmen eines 2019 ausgerufenen Architektenwettbewerbs haben sechs internationale Architekten-Teams ganz unterschiedliche Ansätze entwickelt, um die besonderen Anforderungen umzusetzen. Eine Jury, zu der unter anderem Architekten und Stadtplaner, Zoologen und Experten des europäischen Zoo-Dachverbands EAZA zählten, hat den Gewinnerentwurf für die Pläne des Warmhauses und der Erweiterung der Elefanten-Außenanlagen gekürt: die Idee des Architekturbüros PASD Feldmeier Wrede Architekten BDA überzeugte das Preisgericht einstimmig.

„Der Wettbewerb hat beeindruckende Ideen geliefert, wie der Dschungelpalast mit noch mehr Platz für Elefanten und der Vergesellschaftung mit neuen Tierarten erweitert werden könnte“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.  Der Gewinnerentwurf werde jetzt in aller Ruhe geprüft: „Trotz der wirtschaftlich extrem herausfordernden Zeiten in diesem Jahr wollen und müssen wir in die Zukunft blicken.“ Die Weiterentwicklung des Zoos mit seinem hohen Anspruch an Tierhaltung sowie – als größter außerschulischer Lernort der Region – die Ausweitung des Bildungsangebots seien auch in diesen Zeiten essentiell für den Zoo und seine Aufgaben als wissenschaftlich geführter zoologischer Garten, so Casdorff.

„Als touristischer Leuchtturm der Region Hannover und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Menschen in Hannover und weit über die Grenzen der Region hinaus, sehen wir in dem Gewinnerentwurf für die Erweiterung des Dschungelpalasts auch die Chance, bei einem erlebnisreichen Spaziergang durch den Zoo Groß und Klein unterhaltsam für Tiere, Biologie und Artenschutz zu begeistern.“

Die Kuppel als neue Landmarke

Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs greift in seinem Vorschlag die Thematisierung des Dschungels auf und konnte die Jury mit einem architektonischen Highlight begeistern: „Die Elefantenlaufhalle interagiert in besonderer Weise mit dem bestehenden Dschungelpalast, indem sie diesen fortsetzt und mit dem Kuppelbauwerk der Elefantenhalle krönt.“

Die Kuppel, mit beeindruckender und energieeffizienter Folienkissendachkonstruktion gedacht, soll die Elefantenlaufhalle mit viel Tageslicht durchfluten, gleichzeitig einen Sonnen- und Wärmeschutz bieten. Schon von außen springt die auffällig designte Kuppel auf den Skizzen des Architekturbüros ins Auge und „fasziniert“, wie die Jury befand. Gleichzeitig habe sie das Potential zur Landmarke und setze einen eindrucksvollen Bezug zu Hannover: Nicht nur im Dschungelpalast ziert auf der Palasthalle eine verspielt-indische Kuppel das Gebäude, sondern auch in unmittelbarer Nachbarschaft des Zoos ist das Kuppeldach charakteristisch für ein bekanntes Veranstaltungs-Gebäude der Landeshauptstadt.

Mehr Platz und neue Arten

In dem Gewinner-Entwurf soll der Besucherweg entlang der Innenanlage des Hauses viele verschiedene Blickwinkel auf die Elefantenherde eröffnen, Edutainment-Stationen laden zum interaktiven und spielerischen Lernen über die Tiere, ihre Biologie und ihren Schutz ein. Ein Forum im Inneren der Halle soll für Schulklassen und Besuchergruppen ein witterungsgeschützter Ort zum gemeinsamen Lernen sein, zum Studieren der Tiere und Verweilen einladen.

Neben dem Warmhaus, das den Elefanten vor allem bei kühleren Temperaturen viel Auslauf und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, könnten im Rahmen des Neubaus weitere Außenanlagen und damit noch mehr Platz für die grauen Dickhäuter entstehen. Das Gewinnerbüro integrierte in seinen Entwurf zudem weitere Tieranlagen für weitere Arten wie Wildrinder und Rote Pandas sowie ein Aquarium für asiatische Süßwasserfische in die Erweiterung des Dschungelpalasts, wodurch die Artenvielfalt des Erlebnis-Zoo zusätzlich bereichert würde. „Wir sind sehr gespannt auf neue Möglichkeiten, verschiedene Tierarten zu vergesellschaften, und darauf, welche Synergien und Interaktionen sich zwischen den Tieren ergeben werden“, so Casdorff.

Um das Projekt weiterzuentwickeln, wird der Entwurf des Architekturbüros jetzt zusammen mit den Fachbereichen des Zoos auf die besonderen zoologischen und logistischen Anforderungen detailliert durchdacht und berechnet. „Erst dann kann die Entscheidung zur Realisierung getroffen werden“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen ist es für den Zoo aber auch wichtig, verschiedene Alternativen zu haben.  „Wir müssen deshalb immer in verschiedenen Szenarien denken“, so Casdorff.

Der Erlebnis-Zoo stellt alle Entwürfe des Architektenwettbewerbs inklusive des Gewinnerentwurfs auf seiner Internetseite unter www.erlebnis-zoo.de/elefantenlaufhalle vor.

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