INTERSCHUTZ Forum Hannover: Alle Slots 2026 ausgebucht
Praxisnahe Beiträge und täglicher Bundeswehr-Vortrag prägen das Programm.
HANNOVER (redu) – Das INTERSCHUTZ Forum ist zur Messe 2026 vollständig ausgebucht. Rund 100 Expertinnen und Experten präsentieren vom 1. bis 6. Juni in Hannover praxisnahe Beiträge, während täglich ein Bundeswehr-Vortrag zum OPLAN Deutschland zentrale Einblicke liefert.
Das INTERSCHUTZ Forum gilt als zentrale Plattform für den Austausch im Bevölkerungsschutz und spiegelt aktuelle Entwicklungen sowie Herausforderungen der Branche wider.
Das INTERSCHUTZ Forum ist während der gesamten Messe in Hannover ausgebucht und unterstreicht damit die hohe Nachfrage nach fachlichem Austausch im Bevölkerungsschutz. Alle verfügbaren Slots sind belegt, was den gestiegenen Bedarf an praxisorientierten Lösungen und strategischem Dialog in der Branche verdeutlicht.
Besonders im Fokus steht der hohe Praxisbezug der Beiträge. Die Themen sind konsequent entlang der aktuellen Herausforderungen im Bevölkerungsschutz ausgerichtet und richten sich gezielt an Fachkräfte aus Einsatzorganisationen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft.
Täglich präsentiert Oberst im Generalstabsdienst Armin Schaus von der Bundeswehr den OPLAN Deutschland. In seinem Vortrag geht es um die zivil-militärische Zusammenarbeit im Krisenfall sowie um strategische Planungen zur Sicherstellung nationaler Handlungsfähigkeit bei komplexen Gefahrenlagen.
Insgesamt gestalten rund 100 Expertinnen und Experten das Programm. Vertreten sind unter anderem Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie internationale Partner. Auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Akteure bringen ihre Perspektiven ein.
Thematisch deckt das Forum ein breites Spektrum ab. Dazu zählen die Auswirkungen des Klimawandels auf Einsatzlagen, die sogenannte Zeitenwende im Bevölkerungsschutz, nachhaltige Konzepte sowie der Einsatz moderner Technologien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Künstlicher Intelligenz in Leitstellen, Lagezentren und direkt am Einsatzort.
Programmstruktur und Schwerpunkte
Die Beiträge sind unterschiedlich angelegt: Neben kompakten 15-minütigen Impulsvorträgen gibt es ausführliche Sessions von bis zu einer Stunde. Das Programm läuft von Montag bis Freitag jeweils zwischen 9.30 und 17.30 Uhr, am Samstag endet das Forum bereits um 14 Uhr.
Zum Auftakt am Montag thematisiert das Deutsche Rote Kreuz innovative Lösungen für die Stromversorgung im Einsatz. Dabei geht es insbesondere um Effizienzsteigerung und die Schaffung von Redundanzen in kritischen Situationen. Am Nachmittag folgen Beiträge zu digitalen Entwicklungen in der Einsatzführung.
Der Dienstag steht unter anderem im Zeichen von CBRN-Bedrohungen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt die Frage nach der aktuellen Relevanz solcher Szenarien. Ergänzend präsentiert das Technische Hilfswerk konkrete Anwendungen von Künstlicher Intelligenz im Bevölkerungsschutz, darunter Sprachmodelle und Feldtests.
Internationale Impulse und Fachdialog
Zur Wochenmitte rücken strategische Ansätze in den Mittelpunkt. Esri Deutschland zeigt, wie Geodaten zur Resilienzplanung beitragen können. Ergänzt wird das Programm durch den Partnerlandtag Italien, bei dem Vertreter des italienischen Zivilschutzes ihre Erfahrungen und Konzepte vorstellen.
Am Donnerstag diskutieren Fachleute aus Feuerwehr, Forstwirtschaft und Landwirtschaft über Landschaftsbrände als gemeinsame Herausforderung. Die Diskussion verdeutlicht die zunehmende Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit bei großflächigen Schadenslagen.
Weitere Schwerpunkte liegen auf speziellen Einsatzszenarien wie Bränden in Tiefgaragen, bei denen neue taktische Ansätze und technische Lösungen vorgestellt werden.
Am Freitag stehen medizinische Aspekte im Mittelpunkt. Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin präsentiert ein Register für Massenanfall von Verletzten, das künftig zur Auswertung von Einsätzen beitragen soll. Zudem stellt die DLRG Konzepte für ein Hochwasserausbildungszentrum vor.
Den Abschluss am Samstag bilden Beiträge zur Resilienzbildung bei Kindern sowie zur Analyse von Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre.
Alle Vorträge werden simultan in Deutsch und Englisch übersetzt. Das vollständige Programm ist online sowie über die INTERSCHUTZ-App abrufbar.




