Katastrophenschutz Niedersachsen: Neun geländegängige Krankenwagen in Dienst gestellt
Investition von 4,5 Millionen Euro verbessert Versorgung bei Extremlagen im Katastrophenschutz.
CELLE (redu) – Beim Katastrophenschutz Niedersachsen sind am Samstag neun Spezial-Krankentransportwagen in Celle-Scheuen offiziell in Dienst gestellt worden. Die geländegängigen Fahrzeuge sollen künftig die medizinische Versorgung bei Extremwetter, Hochwasser und schwer zugänglichen Einsatzorten sichern.
Die neuen Fahrzeuge reagieren auf zunehmende Extremlagen und stärken gezielt die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes in Niedersachsen auch überregional.
Mit den neuen Spezial-Krankentransportwagen baut Niedersachsen den Katastrophenschutz Niedersachsen gezielt aus. Die Fahrzeuge wurden am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen vorgestellt und offiziell in den Dienst übergeben.
Die Investition umfasst rund 4,5 Millionen Euro und stammt aus einem Ad-hoc-Programm der Landesregierung zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Innenministerin Daniela Behrens betonte die wachsende Bedeutung solcher Technik angesichts von Hochwasser, Starkregen, Schneelagen und Stromausfällen.

Geländegängiger Krankenwagen in schwerem Terrain. © Carl-Marcus Müller
Die geländegängigen Fahrzeuge sind speziell für schwer erreichbare Einsatzorte konzipiert. Sie können verschlammte, verschneite oder überflutete Straßen deutlich besser passieren als herkömmliche Rettungsmittel. Pro Fahrzeug lassen sich bis zu fünf Patienten liegend oder kombiniert transportieren und medizinisch versorgen.
Neben dem Patiententransport eignen sich die Fahrzeuge auch für Erkundungseinsätze sowie für Aufgaben anderer Fachdienste, etwa an Gewässern oder bei Absturzsicherungen. Jede Einheit wird von drei ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt, die speziell geschult sind.
Neue Einheiten für Krisenlagen
Die Konzeption der sogenannten „Patiententransportgruppen geländegängig“ basiert auf Erfahrungen aus vergangenen Krisen. Dazu zählen unter anderem die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 sowie Versorgungslagen im Zuge internationaler Konflikte und zunehmender Wetterextreme.
Die Analyse zeigte deutlich, dass herkömmliche Einsatzmittel in bestimmten Lagen an ihre Grenzen stoßen. Die neuen Fahrzeuge schließen diese Lücke und sichern die Versorgung auch in schwer zugänglichen Regionen.
Standorte in ganz Niedersachsen
Insgesamt werden neun Fahrzeuge an verschiedenen Standorten stationiert. Jeweils drei Fahrzeuge bilden eine Einheit innerhalb der landesweiten Struktur.
Die zukünftigen Standorte im Überblick:
- DRK KV Wittmund e.V., mit DRK KV Emden
e.V. und DRK KV Leer e.V. - DLRG LV Niedersachsen e.V. (Standort Schwanewede)
- DRK KV Cloppenburg e.V.
- MHD Diözese Hildesheim (Standort Braunschweig)
- DRK KV Alfeld e.V.
- DRK KV Fallingbostel e.V.
- JUH RV Südniedersachsen (Ortsverband Einbeck)
- DRK KV Osterode-Goslar e.V.
- ASB KV Northeim-Osterode e.V.
Die Fahrzeuge sind dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Innenministerium unterstellt und können auch für überregionale Einsätze angefordert werden.
Informationen der Landesregierung und der Kommunen zu aktuellen Notfällen oder Gefahrensituationen größeren Ausmaßes in Niedersachsen sowie aktuelle Hinweise zum Bevölkerungsschutz finden Sie täglich aktuell beim Notfall-Monitor Niedersachsen.

























