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Festnahme durch die Polizei

Kriminalstatistik 2024: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltfälle

14. März 2025/in Polizei
Veröffentlicht: 14. März 2025, 11:26 Uhr

Häusliche Gewalt und Angriffe auf Einsatzkräfte steigen deutlich an.

HANNOVER (redu). Die Polizeidirektion Hannover hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2024 veröffentlicht. Während die Gesamtzahl der Straftaten um 5 % gesunken ist, gibt es eine besorgniserregende Zunahme von Gewaltkriminalität, häuslicher Gewalt und Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Polizei setzt verstärkt auf Präventionsmaßnahmen.

Rückgang der Gesamtkriminalität bei stabiler Aufklärungsquote

Die Zahl der registrierten Straftaten in Hannover sank im Jahr 2024 auf 110.575 Fälle – ein Rückgang um 5.887 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Kriminalität unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote bleibt mit 61,11 % auf einem konstant hohen Niveau (2023: 61,29 %). Besonders deutlich rückläufig sind Rauschgiftdelikte, Fahrraddiebstähle und einfache Ladendiebstähle.

Die häufigsten Delikte bleiben einfache Körperverletzungen, sonstige einfache Diebstähle und Ladendiebstähle. Letztere sind trotz des Rückgangs weiterhin auf einem hohen Niveau.

Besorgniserregender Anstieg bei Gewaltkriminalität und häuslicher Gewalt

Besonders auffällig ist der Anstieg der Gewaltkriminalität (+1,29 % auf 5.036 Fälle) und häuslicher Gewalt (+9,87 % auf 6.814 Fälle). Die meisten Fälle häuslicher Gewalt betreffen Körperverletzungen. In acht Fällen handelte es sich um Tötungsdelikte – vier davon wurden vollendet, vier blieben im Versuchsstadium. Die Polizei geht davon aus, dass ein erheblicher Teil der Fälle weiterhin im Dunkelfeld bleibt.

Die Behörden setzen verstärkt auf Präventionsmaßnahmen, um Gewalt frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Am 25. November 2024 fand erstmals der „Orange-Day-Lauf“ unter der Schirmherrschaft der Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten statt. Mehr als 1.250 Teilnehmer setzten ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Zusätzlich unterzeichneten der Oberbürgermeister, der Regionspräsident und die Polizeipräsidentin eine gemeinsame Erklärung zur verstärkten Bekämpfung häuslicher Gewalt.

Gewalt gegen Einsatzkräfte auf Rekordniveau

Ein weiteres großes Problem ist die zunehmende Gewalt gegen Polizei- und Rettungskräfte. 2024 wurden 1.086 Übergriffe auf Polizeibeamte (+4,32 %) und 68 Angriffe auf Rettungskräfte (+33,33 %) verzeichnet. Beide Werte erreichen damit einen neuen Höchststand. Die Polizei kündigt verstärkte Schutzmaßnahmen und eine konsequentere Strafverfolgung an.

Leichter Rückgang bei Messerangriffen und Sexualdelikten

Die Zahl der Messerangriffe ist nach vorherigen Anstiegen leicht gesunken und liegt bei 815 Fällen (-0,85 %). Dennoch bleibt das Niveau hoch. Die Polizei führt die Entwicklung auf verstärkte Präsenzmaßnahmen und Waffenverbotszonen zurück.

Die Zahl der Sexualdelikte sank um 248 Fälle (-10,17 %) auf 2.191 Taten. Ein Großteil dieser Straftaten betrifft die Verbreitung pornografischer Inhalte (41,4 % der Fälle). Besonders besorgniserregend: Fast die Hälfte der Tatverdächtigen in diesem Bereich ist unter 21 Jahre alt. Die Polizei verstärkt daher die Präventionsarbeit an Schulen und klärt über Mediensicherheit auf.

Zunahme jugendlicher Gewaltstraftäter

Während die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger insgesamt leicht sank (-189 Fälle), gab es bei der Gewaltkriminalität einen Anstieg um 9,98 %. Besonders betroffen sind Raubstraftaten und gefährliche Körperverletzungen. Die Polizei sieht Ursachen in sozialer Benachteiligung, Schulabsentismus und dem Einfluss gewaltverherrlichender Inhalte in sozialen Medien.

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten betont, dass Prävention entscheidend sei: „Nur durch gezielte Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen kann das Abrutschen junger Menschen in die Kriminalität verhindert werden.“

Internationale Kriminalität: Erstmals separate Erfassung von Online-Betrugsfällen

Erstmals wurden 11.099 Fälle erfasst, die nicht in die polizeiliche Kriminalstatistik einfließen, weil sie von Tätern aus dem Ausland begangen wurden. Hierzu zählen vor allem Betrugsmaschen wie der „Enkeltrick“, „Schockanrufe“ oder Online-Warenbetrug. Diese Straftaten werden zunehmend von organisierten Gruppen aus dem Ausland verübt.

Fazit: Weniger Kriminalität, aber neue Herausforderungen für die Polizei

Während der Rückgang der Gesamtkriminalität positiv bewertet wird, sieht die Polizei vor allem in der steigenden Gewaltkriminalität eine große Herausforderung. Gewalt gegen Einsatzkräfte, häusliche Gewalt und jugendliche Gewaltstraftäter sind zentrale Problemfelder, die verstärkte Präventionsmaßnahmen erfordern. Die Polizei Hannover setzt auf gezielte Schutzmaßnahmen, verstärkte Präsenz und Aufklärung, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

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