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Meldungen zu Kultur, Veranstaltungen, Museen und Bühnen aus Hannover und Niedersachsen. Berichte, Hintergründe und Termine im Überblick.

Der Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotierter Lyrikpreis, geht in diesem Jahr an Marion Poschmann – Marion Poschmann© Matthias Falk

Der Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotierter Lyrikpreis, geht in diesem Jahr an Marion Poschmann

18. September 2020/in Kultur

HANNOVER (PM). Mit dem „Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover“ haben heute (17. September) Oberbürgermeister Belit Onay und Marina Barth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hannover, die Dichterin, Romanautorin und Essayistin Marion Poschmann ausgezeichnet.

Mit 20.000 Euro, die von der Sparkasse Hannover gestiftet werden, ist der Hölty-Preis für Lyrik, der heute zum siebten Mal verliehen wurde, der höchstdotierte Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Stadt und der Sparkasse Hannover verliehen.

Der Preis geht an eine Lyrikerin, deren oeuvre sich in subtiler Konsequenz einer produktiven Neuaneignung der poetischen Tradition verpflichtet weiß. In der Begründung der Jury für die diesjährige Preisträgerin heißt es:

„Marion Poschmanns Dichtung gewinnt seit ihrem Debütband ‚Verschlossene Kammern‘ (2002) ihre Fragestellungen und Motive aus der ästhetischen Auseinandersetzung mit Philosophie und Naturmythologie, aber auch aus der Begegnung mit visuellen Impulsen und bildender Kunst. Bereits in ihren Gedichtbüchern ‚Grund zu Schafen‘ (2004) und ‚Geistersehen‘ (2010) hat Poschmann einen neuen Typus des Naturgedichts entwickelt, der die ästhetische Erfahrung von Landschaft auf neue Fundamente stellte.

In ihrem neuen, meisterlichen Band ‚Nimbus‘ (2020) hat Poschmann nun ihre Dichtkunst noch weiter verfeinert – mit Gedichten über die globalen Verheerungen der Natur, über flirrende Farbeindrücke, Phantasie-Reisen nach Sibirien und ‚Stadtschamanen‘. In neun zyklisch angelegten Kapiteln, die mit freirhythmischen und auch klassischen Formen arbeiten, findet die Dichterin eine ungeheuer bildstarke Sprache für naturgeschichtliche Urszenen. Im Zentrum steht dabei ein Sonettenkranz über ‚Die Große Nordische Expedition‘, der an eine abenteuerliche Reise des Sibirienforschers Johann Georg Gmelin angelehnt ist. ‚Nimbus‘ präsentiert Gedichte, die vom irreversiblen zerstörerischen Eingriff des Menschen in die Natur erzählen und zugleich der noch nicht verschwundenen Magie der einzelnen Naturphänomene zu sinnlicher Präsenz verhelfen. Die im Titelgedicht aufgerufene ‚schwarze Wolke‘ ist nicht nur ein wetterkundliches Zeichen, sondern verweist auch auf die spirituelle Bedeutung von ‚Nimbus‘ als Aura oder Gloriole. Marion Poschmanns fabelhaftes Gedichtbuch enthält filigran konstruierte, von Natur- und Kunsterfahrung getragene Texte, die uns die Welt vor Augen stellen, als sähen wir sie zum ersten Mal.“

Zu Marion Poschmann:

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Klopstock- Preis 2018 für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und auf jener des Man Booker International Prize 2019 stand. Anfang 2020 erschien ihr neuer Gedichtband „Nimbus“.

Die Hölty-Preisträger*innen:

Thomas Rosenlöcher (2008)

Paulus Böhmer (2010)

Christian Lehnert (2012)

Silke Scheuermann (2014)

Christoph Meckel (2016)

Norbert Hummelt (2018)

Zum „Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover“

Die literarische Bedeutung seines Namensgebers Hölty steht für die enge Verbindung des Preises mit Stadt und Region. Ludwig Christoph Heinrich Hölty (geboren am 21. Dezember 1748 im Kloster Mariensee bei Hannover, gestorben am 1. September 1776 in Hannover) ist von seinem künstlerischen Rang her einer der bedeutendsten deutschen Lyriker. Die Bedeutung beruht vor allem auf der Formenvielfalt, Eigenständigkeit und Stimmungs-Eindringlichkeit seiner etwa 140 Gedichte. Hölty ist neben den Brüdern Schlegel, Karl Philipp Moritz, Carl Sternheim und Kurt Schwitters der wichtigste mit der Stadt und der Region verbundene Dichter. Er verbrachte seine Kindheit und Schulzeit im Dorf Mariensee und die letzten Lebensjahre in Hannover, wo er, erst 28-jährig, 1776 starb.

Die bedeutende Auszeichnung wird an eine lebende deutschsprachige Lyrikerin beziehungsweise einen Lyriker für ein lyrisches Gesamtwerk oder eine einzelne Veröffentlichung vergeben.

Weitere Bundeshilfen für Kultur- und soziokulturelle Zentren – Kultur Neustart

Weitere Bundeshilfen für Kultur- und soziokulturelle Zentren

15. September 2020/in Kultur

BERLIN (PM). Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt soziokulturellen Zentren, Netzwerken und Initiativen weitere Hilfen für den Wiedereinstieg in ihre Programmarbeit unter Corona-Bedingungen zur Verfügung. Insgesamt sind für diese Förderlinie 15 Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR vorgesehen. Projektträger können jeweils bis zu 50.000 Euro zur Planung neuer Veranstaltungen, Kurse, Workshops und Begegnungsformate unter den geltenden Corona-Regelungen erhalten.

Dazu erklärt Monika Grütters: „Die vielen Kulturzentren, soziokulturellen Zentren und ähnlichen kulturellen Initiativen leisten einen wertvollen Beitrag zur Vielfalt der Kulturlandschaft in Deutschland. Oft sind sie es, die im ländlichen Raum eine Teilhabe am Kulturleben überhaupt noch ermöglichen. Diese kulturelle Teilhabe ist die Voraussetzung dafür, unser gesellschaftliches Leben mitzugestalten. Wir unterstützen die Kulturzentren vor Ort, weil sie Menschen zusammenbringen, weil sie Arbeitsplätze erhalten und weil sie aktiv dazu beitragen, das direkte Netz kreativer Angebote in ganz Deutschland zu mobilisieren.“

Anträge für eine Förderung können ab dem 1. Oktober 2020 beim Bundesverband Soziokultur e.V. gestellt werden. Dieser bietet Projektträgern ab dem 15. September 2020 telefonische Beratung zur Beantragung der Hilfen. Die Anträge werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.

Damit Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren ihren Betrieb unter Corona-Bedingungen wieder aufnehmen können, hatte der Bund Anfang September bereits eine erste Förderlinie in Höhe von 25 Millionen Euro für notwendige Umbaumaßnahmen auf den Weg gebracht.

Willkommen an Bord – Hafen erwacht© Jana Kreft

Willkommen an Bord

7. September 2020/in Kultur, Region Hannover

CELLE (PM). Siebzig Prozent unserer Erde sind von Wasser bedeckt. Der menschliche Körper besteht zu siebzig Prozent aus Wasser. Wasser ist der Ursprung des Lebens. Das deutsch-finnisches Fotoprojekt im Schloß Celle findet vom 23. August bis 29. September im Schloß Celle statt. Sie ist zu besichtigen jeweils Di. – So. im Zeitraum von 13:00 – 17:00 Uhr.

Das Element Wasser zählte seit jeher bei kreativen Menschen zu den großen Inspirationen für ihr Schaffen. DichterInnen, MalerInnen, KomponistInnen und später auch FotografInnen haben sich davon inspirieren lassen.

Auf der Suche nach einem Fotothema für gemeinsame Ausstellungen in Tuusula und Celle haben sich die beiden engagierten Fotogruppen der Partnergemeinden, schnell auf den Titel: „WASSER-verbindet!“ einigen können. Dann begann 2018 die Arbeit. Es gab unterschiedliche Herangehensweisen an das vereinbarte Thema. Das FOTO-PROJEKT-CELLE (das sind 10 Beteiligte) hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Wasser individuell von verschiedenen Seiten zu betrachten. Alle haben sich eine eigene Motiv-Nische gesucht, gefunden und bearbeitet.  TUUSULAN VALOKUVAAJAT RY (hier gibt es 21 Beteiligte) hatten den Vorteil, schon über viele Jahre an dem Thema gearbeitet zu haben, der Fundus ist enorm. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Wer an einem Ufer steht, denkt an die Trennung durch die Wasserfläche. Wer ein Boot hat, kann zum anderen Ufer kommen. Wasser ist Verbindung und Trennung zugleich. Kellokoski, ein Ort in Tuusula hatte einst eine Bootsfabrik. Boote gingen von hier aus in alle Welt. Eins davon landete im Landkreis Celle. Was für ein Grund eine gemeinsame Arbeit zu starten! Eben diese hier vor Ihnen liegende: WASSER – verbindet! 

Das Wasserbuch Celle als kleiner Vorgeschmack zur Ausstellung:

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„Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – Titel BGPress 4720© Bernd Günther

„Hört ihr Leut und lasst euch sagen“

5. September 2020/in Kultur, Hannover

HANNOVER (bg). Neun Schläge ertönen vom Turm der Basilika St. Clemens zur Nacht in Hannover. Vor ihr hat sich eine kleine Gruppe von 12 Personen vor dem Portal versammelt, um sich für eineinhalb Stunden mit der mittelalterlichen Geschichte von Hannover zu befassen. BG-PRESS.de begleitete die Gruppe bei der abendlichen Veranstaltung.

Stattreisen-Hannover e.V. veranstaltet inzwischen wieder interessante Touren zur vielfältigen Geschichte Hannovers und ihrer Persönlichkeiten aus mehreren Epochen.

So begrüßt der Nachtwächter Melchior, gespielt von Wolfgang Schiemann, die „Fremden“ vor den damaligen Stadttoren von Hannover anno 1712. „Was sie sich vor den Mauern rumtreiben, die Fremden, in diesen unsicheren Zeiten, wo auch noch die Seuche in der Stadt wütet“, spricht sie der Nachtwächter an. Er wird den Teilnehmern dieses Rundganges in den nächsten Stunden vieles über die Zeit von damals berichten können.

Zuerst nimmt er das Grüppchen mit zum nächstgelegenen Stadttor. Mit etwas Mühe kann er dort den Torwächter bestechen, dass er noch mit den Fremden in die Stadt eingelassen wird. Um diese Uhrzeit konnte man von außen die Stadt früher nicht mehr betreten. Alle Stadttore waren verschlossen und mit Torwachen gesichert. Die Einwohnerzahl zählte damals gerade einmal 5.000 Bürger.

In der Stadt erzählt eine Beginenschwester von der Auflösung ihres katholischen  Schwesternhauses und begleitet die Gruppe ein kleines Stück weiter in die Altstadt.

Auf den Treppen des Landtages sitzt die Hofdame Eleonore von dem Knesebeck, die Geschichten von ihrer Herrin Prinzessin Sophie-Dorothea zu berichten weiß. Im Anschluss geht es zum Alten Rathaus und vor der Marktkirche bekommt die Gruppe unverhofft vom Julchen, einer Magd aus dem Ratskeller, altes hannoversches Broyhan-Bier, „Leinewasser“ und Laugengebäck zu Stärkung für den noch weiten Weg.

An der Kreuzkirche taucht aus der Dunkelheit eine Kräuterfrau auf und gibt gute Ratschläge für das Wohlbefinden bei allerlei Wehwehchen.

Der Rundgang endet mit einer musikalischen Einlage eines Hofsängers auf dem Platz vor dem Ballhof, vor dem sich dann noch einmal alle Darsteller versammeln. Die Schauspieler Kerstin Ahten, Andrea Welsch, Paul le Butt und Wolfgang Schiemann haben für abwechslungsreiche Stunden gesorgt. Wer mehr von der Stadtgeschichte, vergangenen Zeiten und den Persönlichkeiten von Hannover erfahren möchte, kann sich über das derzeitige Programm auf www.stattreisen-hannover.de/ informieren.

Immerhin zeigen diese Veranstaltungen, wenn auch mit den gebotenen Einschränkungen nach den Corona-Schutzregeln, dass die kulturelle Szene in Hannover langsam wieder erwacht. Sicherlich kein Ende des Lockdowns für die Veranstaltungsbranche, aber immerhin für einige ein kleines Licht am Ende des Tunnels.

  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4669
    Der Torwächter (Paul le Butt) bewacht schlafend das Tor an der Stadtmauer von Hannover © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4671
    Der Nachtwächter versucht noch die "Fremden" in die Stadt zu bekommen © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4679
    Der Torwächter (Paul le Butt) bewacht das Tor an der Stadtmauer von Hannover © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4683
    Die Begine (Kerstin Ahten) klagt dem Nachwächter ihr Leid © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4684
    Der Nachtwächter (Wolfgang Schiemann) entdeckt die Hofdame Eleonore von dem Knesebeck (Andrea Welsch) auf den Stufen des Landtages © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4694
    Die Hofdame Eleonore von dem Knesebeck (Andrea Welsch) auf den Stufen des Landtages © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4698
    Der Nachtwächter (Wolfgang Schiemann) trifft vor der Marktkirche das Julchen, eine Magd vom Ratskeller (Kerstin Ahlten) © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4702
    Das "Julchen" (Kerstin Ahlten) sorgt für eine kleine Erfrischung der Teilnehmer am Rundgang "Rendezvous mit der Geschichte" von Stattreisen Hannover e.V. © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4706
    Die Kräuterfrau (Andrea Welsch) vor der Kreuzkirche © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4704
    Der Nachtwächter (Wolfgang Schiemann) trifft eine Kräuterfrau (Andrea Welsch) vor der Kreuzkirche in der Altstadt von Hannover © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4715
    Nachtwächter (Wolfgang Schiemann li.) und der Hofsänger (Paul de Butt) © Bernd Günther
  • „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ – BGPress 4720
    Rendezvous mit der Geschichte - Darsteller: Wolfgang Schiemann (re.), Kerstin Ahlten (2.v.r.), Andrea Welch (Mitte), Paul le Butt (li.) © Bernd Günther
Kultur im Schloss: „Schön, dass es schön war“ – Joanna Schulte

Kultur im Schloss: „Schön, dass es schön war“

3. September 2020/in Kultur, Veranstaltungen

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (PM).  Discokugeln, Plattencover oder Diabetrachter: Die Künstlerin Joanna Schulte stellt im Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, 31535 Neustadt am Rübenberge, ihre Werke aus.

Vom 12. September bis zum 25. Oktober können Besucherinnen und Besucher von Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, die Gegenstände besichtigen. Passend zum Ort spielt die Ausstellung mit einem nostalgischen Reflex, der durch bildhafte, multimediale Szenen erzeugt wird, die sich über die Ausstellungsfläche ziehen. Die Installationen beinhalten Materialien wie Lampen und Möbel der 60er und 70er Jahre, Discokugeln, Plattencover oder Diabetrachter. Neben diesen kollektiven Erinnerungsmomenten, die sich auf eine vergangene Alltagsästhetik beziehen, tritt in Joanna Schultes Arbeiten oft noch ein weiteres Moment: das Erzählerische, häufig verbunden mit einer Anbindung an die Person der Künstlerin selbst. Die Gegenstände werden emotional aufgeladen, quasi wiederbelebt. So ist sie selbst die unermüdliche Verfasserin und Absenderin hunderter geschichtsträchtiger Ersttagsbriefe „An Oliver“, den fiktiven Adressaten ohne Wohnsitz, der sie letztlich wieder zur Empfängerin ihrer eigenen Briefe macht. Das Unerreichbare, die Abwesenheit und die Wiederholung sind wichtige Motive in Joanna Schultes Kunst. Die Ausstellung zeigt, neben der bewusst erzeugten Nostalgie, das eine Rückkehr ins Gestern unmöglich ist. Der barrierefreie Zugang zur Ausstellung ist nur nach vorheriger Absprache unter der Telefonnummer 0511/616-26416 möglich.

Termin:          12. September bis 25. Oktober,
Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr und zu den Konzerten.

Eröffnung:     Freitag, 11. September, 19 Uhr
Ort:                 Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, 31535 Neustadt a. Rbge.
Eintritt:           frei

Vorverkauf

Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich – www.reservix.de. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail – kultur@region-hannover.de. Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9-12 Uhr und 13-16 Uhr; Fr. 9 bis 12 Uhr.

"Die Verbindung wird gehalten." – BGPress 1423874© Bernd Günther

„Die Verbindung wird gehalten.“

2. September 2020/in Kultur

HANNOVER (PM).  Simone Liedtke ist Pastorin in der Evangelischen Studierendengemeinde Hannover und am Religionspädagogischen Institut in Loccum (RPI). Im Interview spricht sie über ein besonderes Projekte für Studierende in der Corona-Zeit und wie sich die Pandemie auf das Leben von Studentinnen und Studenten auswirkt. Ein Bericht der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover:

Frau Liedtke, „Die Verbindung wird gehalten“ lässt einen zunächst an eine Telefon-Warteschleife denken. Es geht aber um ein Fotoprojekt. Was verbirgt sich dahinter?

In den letzten Monaten fühlte man sich oft, als würde man in Warteschleife leben. Und in der Tat spielt das Smartphone in Zeiten von Kontakteinschränkungen eine große Rolle. Viele Menschen haben einander monatelang nur über ein kleines Display gesehen. Aber die meisten beklagen sich nicht darüber, sondern sind froh, dass das überhaupt möglich ist. Und werden kreativ, um miteinander in Verbindung zu bleiben: Sie veranstalten gemeinsame Spielabende über Skype, halten Arbeitsgruppen durch Telefonkonferenzen aktiv, feiern Andachten via Zoom. All das kann konkrete, persönliche Begegnung nicht ersetzen. Aber es bezeugt, dass Menschen sich nicht so leicht aufhalten lassen, wenn es darum geht, Verbundenheit zu schaffen und zu pflegen. Um diese Verbundenheit zu dokumentieren und als Hoffnungszeichen sichtbar zu machen, haben Fotograf Bernd Günther, Choreograph und Coach Ercan Carikci und ich auf ein Foto-Projekt gesetzt.

Gibt es ein Foto, das Sie ganz besonders berührt hat und warum?

Wenn ich jetzt antworte: „Mich berühren alle Fotos dieses Projekts!“ ist das vorhersehbar und langweilig – aber ehrlich. Es war unheimlich schwer, eine Auswahl von Bildern zu treffen. Zum ersten Mal den Datei-Ordner mit den Fotos zu öffnen, war wie das Öffnen einer Schatzkiste. Und auch als die Texte zu den Bildern nach und nach bei mir ankamen, hatte ich das Gefühl, beschenkt zu werden. Das Projekt war ein Experiment, aus der Situation geboren. Keiner hat so genau gewusst, wohin die Reise geht. Aber alle Mitwirkenden haben sich darauf eingelassen, sich in Bildern und Worten unverfälscht und sehr persönlich zu zeigen. Das Shooting war intensiv, wir haben dabei viel über uns selbst erfahren. Ich denke, das spürt man, wenn man die Bilder betrachtet. Die Verbundenheit der Menschen auf diesen Fotos ist nicht gespielt, sondern echt. Wir haben durch dieses Projekt erfahren, wieviel Lebensmut es vermittelt, wenn sich Menschen aufmerksam und liebevoll begegnen und einander würdigen. Ich hoffe, dass sich dieses Gefühl auf die Menschen überträgt, die unser Projekt erreicht.

"Die Verbindung wird gehalten." – BGPress 1423630

Pastorin Dr. Simone Liedtke © Bernd Günther

Über das Projekt hinaus: Wie sind Sie als Pastorin in der ESG in der Corona-Zeit gefordert?

Krisenzeiten bringen immer einen erhöhten Bedarf an seelsorgerlicher Begleitung mit sich. Dabei ist das persönliche Gespräch wichtig, das auch mit Wahrung von Abstandsregelungen möglich ist.

Viele ESG-Veranstaltungen konnten nicht im üblichen Setting stattfinden – aber es ließen sich alternative Formen finden und neue Formate generieren. Digitale Formate funktionieren gut. Und gegen Ende des Sommersemesters waren auch schon wieder viele Live-Veranstaltungen möglich, dann zum Beispiel als Outdoor-Event. Trotz Lockdown war viel zu tun! Nicht nur unter dem Eindruck der Corona-Krise haben Menschen ein starkes Bedürfnis nach Spiritualität. Und sie fragen danach, wie man dieses Leben deuten und ethisch angemessen gestalten kann. Ob man diskutieren, sich engagieren, Gemeinschaft erfahren oder sich trösten lassen will – Kirche macht diesbezüglich relevante Angebote, ob auf traditionellen oder neuen Wegen.

Mir ist außerdem schnell deutlich geworden, dass die Situation von Studierenden während der Pandemie bisher keine nennenswerte Aufmerksamkeit erhalten hat. Studium in Corona-Zeiten bedeutet nicht einfach nur, dass Seminare jetzt online gehalten werden. Das ist für sich genommen übrigens bereits eine gewisse Hürde für einige Studierende, denn nicht alle haben zuverlässig Zugang zu digitalen Medien. Praktika und praxisorientierte Vorbereitungsdienste wie Referendariate wurden erst einmal auf Eis gelegt, verschoben oder finden nun unter abenteuerlichen Bedingungen statt. Prüfungen können meist abgelegt werden, aber oft in recht provisorischen Settings; das vergrößert den Prüfungsstress. Viele junge Erwachsene wissen nicht mehr, wie sie sich finanzieren sollen, weil sie ihre Jobs verloren haben. Studieren mit Kind war schon immer eine große Herausforderung, jetzt gilt dies um so mehr. Und nicht wenige Studierende fragen sich, wie sich die berufliche Laufbahn gestalten soll, für die sie sich mit dem Studium entschieden haben. Denn die COVID-19-Pandemie wird unsere Lebens- und Arbeitswelt zum Teil grundlegend verändern, das ist wohl anzunehmen. Die Zukunft ist zwar immer ungewiss, aber im Moment haben die meisten jungen Erwachsenen mit eklatanten Unwägbarkeiten zu rechnen. Von all diesen jungen Menschen wird nun stillschweigend viel erwartet. Darum möchte ich mit dem Foto-Projekt auf die Situation der Studierenden aufmerksam machen. Und zeigen, was mich außerdem tief beeindruckt: Wie flexibel und zuversichtlich, freundlich und solidarisch erfreulich viele von ihnen auch in diesen schweren Zeiten agieren.

„Sommernächte im Gartentheater" erfolgreich abgeschlossen – Sommernächte–c Christian Wyrwa

„Sommernächte im Gartentheater“ erfolgreich abgeschlossen

1. September 2020/in Kultur

HANNOVER (PM). Bereits zum fünften Mal lockten die „Sommernächte im Gartentheater“ zahlreiche Menschen nach Herrenhausen. Vom 7. bis 30. August kamen mehr als 3.300 Besucher*innen und ließen sich von Live-Musik, Lesungen, Poetry Slams und Kino unter freiem Himmel begeistern.

Insgesamt 17 Veranstaltungen waren in der sommerlichen Atmosphäre des Gartentheaters zu erleben. Ein funkelndes Lichterzelt überspannte den Publikumsraum, die goldenen Figuren wurden festlich beleuchtet. Die auf Abstand bestuhlten Ränge taten der Stimmung keinen Abbruch. Das Publikum war bestens gelaunt und auch die Künstler*innen waren sichtlich froh, endlich wieder auftreten zu können. „Das Sicherheitskonzept hat bestens funktioniert und wir freuen uns über die positive Resonanz, sowohl vom Publikum als auch von den Künstler*innen“, resümierte Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. Die Musik-Veranstaltungen im Gartentheater waren die ersten größeren Konzerte, die in Hannover nach Ausbruch der Corona-Pandemie wieder stattfinden konnten (abgesehen von „Auto-Konzerten“). Entsprechend groß war die Nachfrage: Fast alle Veranstaltungen waren bereits im Vorfeld ausverkauft. Auch das Wetter zeigte sich in diesem Jahr von seiner besten Seite. Die hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen sorgten für viele laue Sommerabende. Lediglich zwei Veranstaltungen mussten aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen abgesagt werden.

Live-Musik, Lesungen, Poetry Slam und Open-Air-Kino

Das Programm der „Sommernächte“ war erneut sehr vielseitig und teilweise eigens auf das Gartentheater zugeschnitten. Zum Auftakt regte der Berliner Singer-Songwriter Max Prosa mit seiner Musik zum Nachdenken und Mitfühlen an. Am zweiten Abend überraschte die Band „Die Höchste Eisenbahn“ mit vielseitigen Popsongs, die das Publikum selbst im Sitzen mitrissen. DOTA erweckte die Werke von Mascha Kaléko musikalisch zum Leben mit einem Programm, das frisch aus dem Probenraum stammte. Mit einer Mischung aus persönlichen Geschichten und Live-Musik unterhielten Thorsten Wingenfelder, Purple Schulz und Jon Flemming Olsen im Rahmen von „Singers, Songs & Storytellers“ ihr Publikum. Die hannoversche Bigband „Fette Hupe“ erzeugte mit ihrem Programm „Zur Nacht“, das von Jörn-Marcussen-Wulff eigens für die Sommernächte komponiert und inszeniert wurde, eine einzigartige Atmosphäre und begeisterte die Besucher*innen. DJ Ferry Ultra und seine Freunde verwandelten das Gartentheater in einen sitzenden Clubraum für Funk- und Soul. Auch das Konzert des Jazz Clubs mit der Formation Generations war ein voller Erfolg.

Selbst bei einem Angebot im Morgengrauen überstieg die Nachfrage das Kartenangebot. Frühaufsteher*innen konnten den Sonnenaufgang im Großen Garten erleben, mit Musik und einer thematisch abgestimmten Lesung.

„Macht Worte! – der hannoversche Poetry Slam“ und das Büro für Popkultur gestalteten ein facettenreiches Poetry Slam-Wochenende.

Zum Abschluss der „Sommernächte“ waren am vergangenen Wochenende vier Kinofilme unter dem Sternenhimmel zu sehen.

Eine Fortsetzung der „Sommernächte im Gartentheater“ ist für 2021 bereits in Planung.

Erfolgreicher Veranstaltungssommer in den Herrenhäuser Gärten

Die Herrenhäuser Gärten sind mit ihrer Open Air-Veranstaltungssaison unter den gegebenen Umständen sehr zufrieden. „Wahrscheinlich gab es in diesem Sommer deutschlandweit nirgends so viele Vorstellungen wie im Gartentheater Herrenhausen“, vermutet Direktor Ronald Clark. Das Veranstaltungsteam habe sich flexibel auf die durch Corona erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen eingestellt. Auf diese Weise konnte das Sommerprogramm von Mitte Juni bis Ende August ausgedehnt werden, höchst erfreulich für Gäste, Künstler*innen und Veranstalter. Das Gartentheater machte es möglich – an der frischen Luft ist vieles umsetzbar, was in geschlossenen Räumen derzeit nicht geht. Mit dem nötigen Abstand, bemerkenswerter Disziplin des Publikums und einigen anderen Sicherheitsvorkehrungen bot diese Spielstätte bis zu 240 Gästen einen unbeschwerten Kulturgenuss.

Die Saison begann im Juni mit den ersten Opernaufführungen nach dem Shutdown: Rund 3.500 Menschen besuchten die „Summer Session“ der Staatsoper Hannover vom 19. Juni bis 12. Juli.

Auch das Kleine Fest im Großen Garten musste nicht ersatzlos ausfallen. Die Sonderausgabe im Gartentheater vom 14. Juli bis 3. August war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und zählte insgesamt 8.400 Besucher*innen.

In den drei Sommermonaten waren bei fast 100 Veranstaltungen insgesamt mehr als 15.000 Menschen zu Gast im Gartentheater.

Auch andere Gartenräume boten den geeigneten Rahmen für schöne Begegnungen, darunter das Gartenfestival im Georgengarten mit rund 11.000 Besucher*innen (14. bis 16. August), das Hörfestival von HAZ und NP mit 2.800 Gästen (21. bis 23. August), ebenfalls im Georgengarten, und das Wandelkonzert „Sternklang“ im Berggarten mit rund 600 Gästen.

Weit mehr als 15.000 Menschen genossen die lauen Sommernächte bei den abendlichen Illuminationen im Großen Garten.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingen waren die Herrenhäuser Gärten damit der beliebteste Kulturort in Hannover.

Ausblick auf den Veranstaltungsherbst

Auch in den historischen Räumen der Herrenhäuser Gärten sind wieder Veranstaltungen möglich. So fand bereits im Juni in der Orangerie das erste Indoor-Konzert in Niedersachsen nach dem Shutdown statt. In einem Belüftungstest hatte sich der große Raum als sichere Spielstätte erwiesen. Im September wird das Tanztheater International in der Orangerie zu Gast sein (12./13.09.), der Kunstsalon Herrenhausen findet in der Galerie statt (17. bis 20. September). Die KunstFestSpiele Herrenhausen sind vom 23. September bis 11. Oktober an verschiedenen Spielstätten zu sehen.

Ein löwenstarkes Gemälde – BGPress 3358© Bernd Günther

Ein löwenstarkes Gemälde

12. August 2020/in Kultur

HANNOVER (PM). Bei einer beeindruckenden Livepainting-Aktion im Erlebnis-Zoo Hannover ließ der internationale Pop-Art-Star NIKO NIKOLAIDIS im Juli ein wahrhaft tierisches Kunstwerk mitten auf der Elefantenanlage entstehen. Vor den Augen der Besucher erschuf er mit Acrylfarben, Öl und Neon sein neues Werk: Inspiriert von der besonderen Atmosphäre im Zoo, Musik und Licht entstand auf der Leinwand der Kopf eines imposanten Löwen, begleitet von Wörtern wie „King“, „Power“, „Wild“ und „Fear“. Ein Kunstwerk, das in der Dunkelheit schließlich sein Geheimnis lüftet: Wird es mit Schwarzlicht angeleuchtet, erstrahlen die Neonfarben und geben noch mehr Details preis.

Bis tief in die Nacht arbeitete NIKO NIKOLAIDIS an den letzten Details seines Werkes. Nun präsentierte der Pop-Art-Star das fertiggestellte Bild der Öffentlichkeit – an dem Ort, an dem es entstand: im Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo Hannover. Unmittelbar nachdem das 1,50 x 1,50 Meter große Werk fertiggestellt war, bot NIKOLAIDIS es bei der Auktionsplattform „United Charity“ zur Versteigerung für einen guten Zweck an. Zur großen Freude des Zoo-Teams suchte sich der Künstler den Erlebnis-Zoo als gemeinnütziges Unternehmen aus, um den Zoo bei seinen vielfältigen Aufgaben rund um die Themen Artenschutz, Bildung, moderne Tierhaltung und seinem Ziel, Menschen für Tiere zu begeistern, zu unterstützen.

Dass auch der Zoo stark von der Corona-Krise betroffen ist, durch eine 50-tägige Schließung sowie weiterhin begrenzte Besucherzahlen, motivierte den internationalen Künstler dazu, den Erlös aus der Charity-Versteigerung an den Erlebnis-Zoo zu geben. „Der Mensch kann helfen, er hilft sich selbst, er kann anderen helfen, wir finden immer eine Lösung. Tiere hingegen können sich nur auf uns verlassen“, so NIKO NIKOLAIDIS. „Der Zoo hat mich seit meiner Kindheit begleitet und immer wieder durfte ich einzigartige Momente genießen, die fernab von meinem Alltag waren. Ruhe, Inspiration und Freude. Ich sehe es als Pflicht meinerseits an, diese Momente in der Not zu gewährleisten, um sie immer wieder erleben zu dürfen“, berichtete der junge Künstler.

Unterstützung für Rückkehr der Riesen

Im Rahmen der Bild-Präsentation im Prunksaal des Maharadscha überreichte der bekannte Pop-Art-Künstler einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff – der Erlös aus der Charity-Auktion. Als direktes Spendenziel hat NIKOLAIDIS sich das Herzensprojekt des Erlebnis-Zoo ausgesucht: die Rückkehr der Riesenschildkröten nach Hannover. „Die Riesenschildkröten tragen in meinen Augen nicht nur Weisheit, sondern auch Ruhe, Gelassenheit und Faszination. Sie erinnern mich als großen Dinosaurier-Fan an die Giganten der damaligen Zeit. Sie haben einiges auf diesem Planeten überlebt und erinnern mich daran, dass Geduld der Weg zu seinen persönlichen Zielen ist“, erklärte NIKOLAIDIS seine Entscheidung, dem Zoo bei diesem Projekt mit dem Auktionserlös zu helfen. Denn der Erlebnis-Zoo finanziert den Neubaus des Schildkrötenhauses in Mullewapp aus eigener Kraft und mit Hilfe vieler Schildkrötenfreunde.

Zoo-Chef Andreas M. Casdorff freute sich daher sichtlich über die großzügige Unterstützung des Pop-Art-Künstlers: „Im Namen des gesamten Zoo-Teams bedanke ich mich herzlich bei NIKO NIKOLAIDIS für seine großartige Hilfe, mit der wir einen Meilenstein auf unserem Weg erreichen, die beliebten Riesenschildkröten zurück nach Hannover zu holen und eine neue Tieranlage zu bauen. Diese tolle Aktion zeigt die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit dem Zoo und Hannover und freut uns tierisch.“

Ein löwenstarkes Gemälde – BGPress 3327

Der Pop-Art-Star Niko Nikolaidis hat in seiner Live-Performance ein beeindruckendes Werk geschaffen © Bernd Günther

Ausstellung im Zoo

Ersteigert hat das Kunstwerk Asterios Kakoulis, der die Gelegenheit nutzte, das eindrucksvolle Werk von NIKO NIKOLAIDIS zu ersteigern und gleichzeitig etwas Gutes zu tun: „Die Geste von NIKO, den Erlös an den Hannover Zoo, einem Ort, der vielen Hannoveranern Freude bereitet, zu spenden und in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten zu unterstützen, hat meine Aufmerksamkeit geweckt, um daran teilhaben zu wollen“, betonte der Kunst-Fan.

Kakoulis war übrigens live dabei, also der internationale Pop-Art-Star das Löwengemälde im Dschungelpalast erschuf. Daher entschied sich der Ersteigerer dazu, das Kunstwerk als Dauerleihgabe dem Zoo zu übergeben, um es auch den Besuchern zugänglich zu machen und überraschte damit das Zoo-Team rund um Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Es ist wundervoll, dass sich nun viele, viele Besucher an diesem beeindrucken Werk erfreuen können, für das wir einen tollen Platz finden werden!“

20 Millionen Euro für die freie Tanzszene

30. Juli 2020/in Kultur

BERLIN (PM). Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt im Rahmen des rund 1 Milliarde Euro schweren Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR die Tanzszene in Deutschland. Mit einem mehrteiligen Hilfsprogramm für den Bereich der freien professionellen Tanzszene, für das bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen, werden Künstlerinnen und Künstler, aber auch Produktionsstätten, Festivals und weitere Bereiche gestärkt.

Monika Grütters erklärt dazu: „Die Tanzszene ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Das gilt umso mehr, als Tänzerinnen und Tänzern oft nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht, in dem sie künstlerische Höchstleitungen erbringen können. Umso wichtiger ist es, jetzt der Tanz-Szene direkt und passgenau zu helfen. Mit den Teilprogrammen DIS-TANZEN, TANZPAKT Reconnect und NPN-STEPPING OUT wollen wir dem Tanz in Deutschland wieder auf die Beine helfen.

Mit dem Hilfsprogramm werden einerseits die Strukturen im nicht überwiegend aus öffentlichen Mitteln getragenen Tanzsektor gestärkt und andererseits auch Tänzerinnen und Tänzer unmittelbar unterstützt. Die Programme basieren auf den langjährigen Erfahrungen unserer Partner mit den Fördersystemen von Bund, Ländern und Kommunen und schaffen hier eine sinnvolle Verknüpfung. Wir müssen gemeinsam sinnvoll so helfen, dass Künstlerinnen und Künstler so bald wie möglich wieder ihr Einkommen erwirtschaften und ihr Publikum finden können.“

Die Programme wurden mit drei Partnerorganisationen, dem Dachverband Tanz, Diehl+Ritter und Joint Adventures – Walter Heun entwickelt. Einzelheiten zu den Förderprogrammen DIS-TANZEN, TANZPAKT Reconnect und NPN-STEPPING OUT sowie die Antragsunterlagen können über die Webseiten der Partnerorganisationen abgerufen werden: dachverband-tanz.de, diehl-ritter.de, jointadventures.net. Die Partnerorganisationen bieten jeweils auch telefonische Beratung an.

Der neue Kultursommer: Noam Bar Band und Lars Stoermer – Kultursommer Noam

Der neue Kultursommer: Noam Bar Band und Lars Stoermer

24. Juli 2020/in Kultur, Veranstaltungen

REGION HANNOVER (PM). Kein Verzicht auf den alljährlichen Kultursommer: Mit ihrem neuen Konzept passen sich die Region und ihre Kooperationspartnerinnen und -partner den herrschenden Corona-Bedingungen an und bieten zahlreichen Musikerinnen und Musikerinnen eine Bühne unter freiem Himmel. Im Amtsgarten von Schloss Landestrost kann das Publikum dem kulturellen Leben wieder ein Stück näherkommen. Insgesamt läuft das Programm von Team Kultur und Kulturstiftung der Region vom noch bis zum 6. September, bestätigt sind derzeit alle Open-Air-Termine im Amtsgarten. Die Durchführung der Veranstaltungen in Innenräumen gilt derzeit immer unter Vorbehalt.

Noam Bar Band

Die Israelin Noam Bar ist mittlerweile eine gute Bekannte in Hannover, zahlreiche Bühnen hat sie bereits mit ihrer Band bespielt. Als „Angry Woman“ Musik definiert sie ihre Arbeit – das sind persönliche Geschichten von einem Ex-Ehemann, Ex-Freunden, Ex-Chefs, andere Überlebenserfahrungen und schlechte Entscheidungen. Musikalisch bietet die Band dazu drückende R&B und Hip Hop Beats mit Rap, gern aber auch mal filigranen Soul und Jazz. Fazit: gefühlvolle Stimme, explosive Soloparts und ein messerscharfer Groove der Band.

Termin: Freitag, 31. Juli 2020, 20 Uhr

Ort: Open Air-Bühne im Amtsgarten Schloss Landestrost

Eintritt: 15 Euro/ ermäßigt 10 Euro

Das Konzert ist bereits ausverkauft!

Lars Stoermer & the Groove

Groove, Herz und unbändige Spielfreude sind das Wesen von Jazz- und Soulmusik. In diesem Sinne lädt Saxophonist Lars Stoermer mit Pianist Lutz Krajenski, Kontrabassist Hervé Jeanne und Schlagzeuger Matthias Meusel zu einer eingeschworenen Rhythmussection ein, die schon längst weit über Deutschland hinaus genau damit Berühmtheit erlangte. Lars Stoermer war auf Tournee mit dem James Brown- Saxophonisten Pee Wee Ellis und spielte Gastauftritte mit Gurus Jazzmatazz oder MC Solar. Zudem ist er ist Gründungsmitglied der Bigband Fette Hupe. Lutz Krajenski spielte mit Randy Crawford, Roachford oder Till Brönner und war als Bandleader für Roger Cicero oder Ulrich Tukur tätig. Hervé Jeanne spielte bereits mit den New York Voices, sowie dem Filmorchester Babelsberg. Matthias Meusel ist sowohl im Jazz wie Pop ein hoch geschätztes „Multi-Groove-Talent“, so das Musikmagazin „Sticks“. Neben der Zusammenarbeit mit Jeff Cascaro oder Herb Geller versorgte er etliche Charterfolge mit seinem Groove.

Termin: Samstag, 1. August 2020, 20 Uhr

Ort: Open Air-Bühne im Amtsgarten Schloss Landestrost

Eintritt: 15 Euro/ ermäßigt 10 Euro 

Der Amtsgarten bietet derzeit Sitzplätze für 124 Gäste. Konzertkarten sind ausschließlich an den Vorverkaufsstellen oder online unter https://kultur-rh.reservix.de erhältlich. Eine Abendkasse gibt es nicht.

Kulinarische Spezialitäten und Getränke für die Veranstaltungen des Kultursommers und passend zum musikalischen Ambiente bieten jeweils Homeyers Hof oder NORDSTADT braut!. Wein, Bier oder alkoholfreie Getränke sowie Häppchen für den kleinen Hunger sind am jeweiligen Stand zu finden. Eigene Mitbringsel sind ebenfalls weiterhin möglich.

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