Wohnheimbrand in Schneeren: 91 Bewohner evakuiert
Rund 60 Einsatzkräfte verhinderten, dass sich die Flammen auf weitere Zimmer ausbreiteten.
NEUSTADT AM RÜBENBERGE / SCHNEEREN (redu) – Ein Wohnheimbrand in Schneeren hat in der Nacht zu Donnerstag einen Großeinsatz ausgelöst. Die Brandmeldeanlage alarmierte die Feuerwehr frühzeitig. 91 Bewohner wurden evakuiert, ein Mensch verletzt. Einsatzkräfte verhinderten die Ausbreitung des Feuers auf weitere Zimmer.
Das Feuer erfasste ein Bewohnerzimmer vollständig. Weil die Lage anfangs unübersichtlich war, wurde vorsorglich MANV-Alarm ausgelöst und es wurden zusätzliche Rettungskräfte nach Schneeren entsandt.
Der Wohnheimbrand in Schneeren wurde um 23:40 Uhr zunächst als ausgelöste Brandmeldeanlage gemeldet. Zuerst wurden die Ortsfeuerwehren Schneeren und Mardorf sowie die Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr Neustadt am Rübenberge alarmiert. Bei der Erkundung stellte der Einsatzleiter fest, dass Flammen aus einem Fenster schlugen. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht. Zu diesem Zeitpunkt stand ein Bewohnerzimmer bereits in Vollbrand.
Zwei Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude. Ein Trupp begann mit den Löscharbeiten, während der zweite den betroffenen Gebäudetrakt nach Personen durchsuchte. Mitarbeiter des Wohnheims hatten jedoch bereits alle Bewohner ins Freie gebracht. Die Person aus dem Brandzimmer wurde verletzt und vom Rettungsdienst versorgt.
Evakuierte Bewohner erhalten Feldbetten
Insgesamt mussten 91 Menschen das Wohnheim verlassen. Wegen der Brandschäden konnten die Bewohner des betroffenen Traktes in der Nacht nicht in ihre Zimmer zurückkehren. Die DRK-Schnelleinsatzgruppe Neustadt organisierte deshalb 20 Feldbetten, die von der DRK-Schnelleinsatzgruppe Garbsen zum Einsatzort gebracht wurden.
Wegen der zunächst unklaren Zahl möglicher Verletzter wurden Rettungsdienstkräfte aus den Landkreisen Nienburg und Schaumburg sowie aus Hannover alarmiert. Vor Ort waren zudem der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt und ein Fachberater Sanitätsdienst der DRK-Schnelleinsatzgruppe Neustadt. Auch der reguläre Rettungsdienst war an der Einsatzstelle eingesetzt. Die Polizei begleitete den Einsatz vor Ort ebenfalls.
Feuer auf Bewohnerzimmer begrenzt
Die nach der Alarmstufenerhöhung angeforderten Ortsfeuerwehren Neustadt und Eilvese sowie die Feuerwehr Nienburg rückten ebenfalls aus. Aus Nienburg waren eine Drehleiter und ein Löschfahrzeug auf dem Weg. Weil das Feuer schnell unter Kontrolle war und sich nicht ausbreitete, konnten die Kräfte aus Neustadt und Nienburg ihre Anfahrt abbrechen.
Rund 60 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Stadtfeuerwehr beteiligt. Dazu gehörten die Ortsfeuerwehren Schneeren, Mardorf und Eilvese, die Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr Neustadt am Rübenberge sowie die Hygiene-Einheit Nord der Ortsfeuerwehr Dudensen. Hinzu kamen die Kräfte des Rettungsdienstes und der beiden DRK-Schnelleinsatzgruppen.
Erster Einsatz für Hygiene-Einheit Nord
Für die von der Ortsfeuerwehr Dudensen gestellte Hygiene-Einheit Nord war es der erste Einsatz mit dem speziell ausgestatteten Hygiene-Anhänger. Das Fahrzeug verfügt unter anderem über Dusch- und Sanitärmöglichkeiten. Es ermöglicht Einsatzkräften, sich nach belastenden Einsätzen zu reinigen und zu dekontaminieren. Der Anhänger war zuvor bereits von der Hygiene-Einheit Süd eingesetzt worden.
Nach Einschätzung der Feuerwehr trug die automatische Alarmierung entscheidend zum schnellen Eingreifen bei. Die Anlage erkannte das Feuer früh und setzte den Alarm ab. Dadurch konnten die Einsatzkräfte den Brand auf das betroffene Zimmer begrenzen und größere Schäden verhindern.




