Feuer in Godshorn: Großeinsatz in schwer zugänglichem Innenhof
Mehrere Gebäude in einem Gewerbekomplex in Godshorn wurden bei einem Feuer beschädigt.
LANGENHAGEN (redu) – Bei einem Feuer in Godshorn ist am Mittwochabend ein größerer Gebäudekomplex im Gewerbegebiet beschädigt worden. Die Feuerwehr musste einen schwer zugänglichen Brandherd in einem umbauten Innenhof bekämpfen. Verletzt wurde niemand.
Die Einsatzkräfte standen vor einer komplizierten Lage innerhalb eines verwinkelten Gebäudekomplexes. Mehrere Hallen, Wohnungen und ein Veranstaltungszentrum waren von Rauch und Brandschäden betroffen.
Die Ortsfeuerwehr Godshorn wurde am Mittwoch um 17:49 Uhr zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Dachbereich eines Gewerbebetriebes alarmiert. Noch während der Anfahrt erhöhte die Regionsleitstelle Hannover das Einsatzstichwort auf „B2“. Zusätzlich wurden Einsatzkräfte aus Engelbostel, Langenhagen und Schulenburg sowie der Einsatzleitwagen 2 der Stadtfeuerwehr Langenhagen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Ein offenes Feuer konnte zunächst jedoch nicht entdeckt werden. Erst nach intensiver Erkundung lokalisierten die Einsatzkräfte den Brandherd in einem schwer zugänglichen Innenhof zwischen mehreren Gebäuden.
Schwierige Zugänge im Gebäudekomplex
Der Innenhof war von einer großen Lagerhalle, kleineren Werkstattbereichen, einem Veranstaltungszentrum sowie einem ehemaligen Bürogebäude umgeben, das inzwischen als Wohnhaus genutzt wird. Durch die baulichen Gegebenheiten breitete sich das Feuer auf mehrere Gebäudeteile aus.
Teile der Fassade einer Lagerhalle wurden beschädigt. Zudem wurden Wohnungen in dem ehemaligen Bürogebäude teilweise stark verraucht und durch das Feuer beschädigt. Auch das Veranstaltungszentrum ist derzeit nicht nutzbar.
Einsatzleiter Michael Schuster erklärte nach dem Einsatz, dass insbesondere die Lokalisierung des eigentlichen Brandherdes innerhalb der verwinkelten Struktur eine große Herausforderung gewesen sei.
Spezialtechnik gegen Glutnester
Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr zeitweise drei Atemschutztrupps gleichzeitig ein. Da sich das Feuer in Bereichen der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, kamen sogenannte „Fognails“ zum Einsatz. Dabei handelt es sich um spezielle Löschlanzen, mit denen Wasser oder Löschschaum gezielt in verdeckte Brand- und Glutnester eingebracht werden kann.
Im weiteren Verlauf fluteten die Einsatzkräfte Teile des Daches zusätzlich mit Schaum. Anschließend wurden die betroffenen Bereiche belüftet und mit Wärmebildkameras kontrolliert.
Eine Menschenrettung war nicht erforderlich. Einige Bewohner konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Für weitere Betroffene wurden Unterbringungsmöglichkeiten organisiert.
Insgesamt waren 52 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.



