Fahrzeugbrand auf Raststätte Lehrter See fordert Feuerwehr
Rund 60 Einsatzkräfte bei winterlichen Bedingungen im Einsatz.
LEHRTE (redu) – Am zweiten Weihnachtstag ist die Feuerwehr Lehrte zu einem Fahrzeugbrand auf die Raststätte Lehrter See in Fahrtrichtung Berlin ausgerückt. Ein brennender Transporter setzte zwei danebenstehende Sattelzüge in Brand, ein weiterer Lastwagen konnte geschützt werden.
Der Einsatz zeigte die Herausforderungen von Brandeinsätzen auf Autobahnraststätten, insbesondere bei winterlichen Temperaturen und erschwerter Löschwasserversorgung.
Gegen 15:23 Uhr wurde die Feuerwehr Lehrte alarmiert, nachdem im Motorraum eines Transporters ein Feuer ausgebrochen war. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchsäule sichtbar. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Fahrzeug in Vollbrand, die Flammen hatten bereits auf zwei abgestellte Sattelzüge übergegriffen.
Besonders betroffen war ein direkt neben dem Transporter abgestellter Lastzug, dessen Auflieger mit Papier beladen war. Umgehend wurde die Alarmstufe erhöht und zusätzliche Ortsfeuerwehren aus Ahlten, Aligse, Steinwedel und Immensen nachalarmiert. Mehrere Trupps nahmen parallel die Brandbekämpfung sowie eine Riegelstellung vor, um einen dritten Sattelzug vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen.
Erschwerte Löschwasserversorgung
Die winterlichen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Wasserstellen waren teilweise eingefroren, ein Unterflurhydrant konnte nicht genutzt werden. Zudem gefror ausgebrachtes Wasser sofort und bildete Eisflächen. Die Löschwasserversorgung erfolgte unter anderem über den angrenzenden Hohnhorstweg.
Der Transporter sowie ein Sattelzug mit Zugmaschine wurden durch den Brand stark beschädigt oder teilweise zerstört. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte jedoch ein weiteres Übergreifen auf den dritten Lastwagen verhindert werden.

Schwierige Löscharbeiten bei winterlichen Temperaturen © Feuerwehr Lehrte
Aufwendige Nachlöscharbeiten
Nach dem Ablöschen des Feuers musste der betroffene Sattelauflieger vollständig entladen werden. Paletten wurden mithilfe eines Tanklöschfahrzeugs heruntergezogen, auseinandergezogen und verbliebene Glutnester mit Netzmittel erstickt. Zum Schutz der Einsatzkräfte und Passanten wurden vereiste Bereiche wiederholt abgestreut.
Gegen 18:40 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Autobahnmeisterei. Diese übernahm die weiteren Maßnahmen zur Entsorgung der Ladung und zum Abtransport der Fahrzeuge in Abstimmung mit einem Abschleppunternehmen. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen im Einsatz.




