Wohnungsbrand in Lehrte: Wohnung nach Feuer komplett ausgebrannt
60 Einsatzkräfte bekämpfen Feuer in einem Mehrfamilienhaus – eine Person kam ins Krankenhaus.
LEHRTE (redu) – Bei einem Wohnungsbrand Lehrte in der Schützenstraße ist am frühen Pfingstmontag eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus komplett ausgebrannt. Eine Person wurde vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Rund 60 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz.
Die schwarze Rauchsäule war bereits auf der Anfahrt weithin sichtbar. Mehrere Ortsfeuerwehren sowie Spezialkräfte der Stadtfeuerwehr verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Dachgeschoss.
Flammen im Obergeschoss
Bereits um 4:29 Uhr alarmierte die Leitstelle mehrere Ortsfeuerwehren sowie Sondereinheiten der Stadtfeuerwehr in die Schützenstraße. Nach ersten Angaben sollte in der betroffenen Wohnung ein Sauerstoffgerät explodiert sein. Bewohner sollten sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung befinden.
Die ersten Einsatzkräfte bestätigten einen ausgedehnten Brand im zweiten Obergeschoss. Beim Eintreffen schlugen bereits Flammen aus den geborstenen Fenstern. Gleichzeitig zog dichter Rauch in das Dachgeschoss und angrenzende Wohnungen.
Unter schwerem Atemschutz leitete ein Angriffstrupp die Brandbekämpfung über das Treppenhaus ein. Ein weiterer Trupp verhinderte von außen ein Übergreifen der Flammen auf den Dachbereich. Parallel kontrollierten Einsatzkräfte sämtliche Wohnungen des Hauses und übergaben eine Person an den Rettungsdienst.
Nach Angaben der Feuerwehr war die Wohnungstür bereits durchgebrannt, als die ersten Kräfte eintrafen. Die betroffene Wohnung stand vollständig in Vollbrand. Gegen 5:10 Uhr meldete die Einsatzleitung das Feuer unter Kontrolle.
Drohne kontrolliert Dachbereich
Da die Drehleiter wegen der Bebauung und Baumbepflanzung nicht eingesetzt werden konnte, kontrollierte die Drohneneinheit die Traufkante des Daches auf der Gebäuderückseite. Dabei wurden weitere Glutnester entdeckt. Einsatzkräfte öffneten anschließend Teile des Daches, um die Brandstellen abzulöschen.
Gegen 6:20 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Aufräumarbeiten dauerten noch bis etwa 7:40 Uhr an. Insgesamt kamen zehn Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz zum Einsatz.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob tatsächlich ein explodiertes Sauerstoffgerät den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Angaben zur Schadenhöhe liegen bislang nicht vor, da neben der ausgebrannten Wohnung auch weitere Wohnungen durch Rauch und Löschwasser beschädigt wurden.

Der Abrollbehälter Hygiene der Feuerwehr Lehrte wurde in der Nähe der Brandstelle aufgebaut. © Bernd Günther
Im Einsatz waren rund 60 Kräfte mit zehn Fahrzeugen aus den Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel, der ELW 2 mit Drohneneinheit, die Hygienekomponente der Stadtfeuerwehr, zwei stellvertretende Stadtbrandmeister, der Feuerwehrpressesprecher sowie Rettungsdienst und Polizei.


© Bernd Günther





