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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Metronom im Schnee

metronom meldet Zugausfälle wegen Unwetterlage

8. Januar 2026/in Niedersachsen

Mehrere morgendliche Verbindungen von metronom am Freitag betroffen.

UELZEN (redu) – Wegen der erwarteten Wetter- und Gefahrenlage kommt es am Freitag, 9. Januar, zu Einschränkungen im Zugverkehr des Eisenbahnunternehmens metronom. Mehrere morgendliche Verstärkerzüge auf den Linien Bremen–Hamburg und Hamburg–Uelzen fallen aus. Das Unternehmen rechnet mit möglichen weiteren Beeinträchtigungen.

Die angekündigten Ausfälle betreffen vor allem den Berufsverkehr am Morgen. Fahrgäste müssen sich auf Änderungen, längere Reisezeiten oder Zugausfälle einstellen.

Als Reaktion auf die angekündigte Unwetterlage hat das private Eisenbahnunternehmen metronom bereits im Vorfeld erste Einschränkungen für den Zugverkehr bekannt gegeben. Demnach fallen am Freitagmorgen mehrere Fahrgastverbindungen aus, die als Verstärkerzüge auf stark frequentierten Strecken eingesetzt werden.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers sind zunächst sieben Verbindungen betroffen. Dabei handelt es sich um Züge auf den Linien Bremen–Hamburg sowie Hamburg–Uelzen. Die Einschränkungen betreffen ausschließlich morgendliche Fahrten. Weitere Ausfälle können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Derzeit betroffene Zugverbindungen

Vom Ausfall betroffen sind nach aktuellem Stand folgende Fahrten: ME81906 von Rotenburg (Wümme) nach Bremen, ME81960 von Rotenburg (Wümme) nach Hamburg-Harburg, die Züge ME81980, ME81962 und ME81964 von Tostedt nach Hamburg beziehungsweise Hamburg-Harburg sowie die Verbindungen ME81664 und ME81955 von Lüneburg nach Hamburg. Die jeweiligen Abfahrtszeiten liegen zwischen 4.16 Uhr und 8.29 Uhr.

Sollten sich die Wetterbedingungen weiter verschärfen, will das Unternehmen kurzfristig reagieren. Dafür wurde die Leitstelle personell verstärkt. Aktuelle Informationen sollen fortlaufend über die Unternehmenswebsite veröffentlicht werden. Zusätzlich informiert metronom über seinen WhatsApp-Kanal über größere Störungen und weitere Einschränkungen im Fahrplan.

Appell an Fahrgäste

metronom appelliert an Reisende, geplante Fahrten möglichst zu verschieben und nur zwingend notwendige Wege anzutreten. Wer dennoch auf den Zugverkehr angewiesen ist, müsse mit deutlich längeren Reisezeiten rechnen. Sollte es witterungsbedingt zu Problemen an Weichen oder anderen Anlagen kommen, die durch die Deutsche Bahn nicht betriebsfähig gehalten werden können, seien weitere Ausfälle oder erhebliche Verspätungen trotz Vorbereitung möglich.

Frohe Weihnachten

Weihnachtsgrüße an unsere Leserinnen und Leser

23. Dezember 2025/in Hannover, Niedersachsen, Region Hannover

HANNOVER (red) – Zum Jahresausklang und zum Weihnachtsfest möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken. Ihre Treue, Ihr Interesse und Ihr Vertrauen haben unsere Arbeit auch in diesem Jahr getragen und motiviert. Ohne eine engagierte Leserschaft wären fundierte Berichterstattung, sorgfältige Recherche und aktuelle Informationen nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches, friedliches und hoffentlich erholsames Weihnachtsfest 2025 – mit Zeit für Ruhe, Begegnungen und Zuversicht.

Ein besonderer Dank gilt unseren befreundeten Fotografinnen und Fotografen, die mit ihrem Blick für den richtigen Moment einen wichtigen Beitrag zur Qualität unserer Berichterstattung leisten. Ebenso danken wir den helfenden Händen hinter den Kulissen der Redaktion – den „guten Geistern“, die oft im Hintergrund arbeiten und doch unverzichtbar sind.

Unser ausdrücklicher Dank richtet sich außerdem an die Pressestellen sowie an die Pressesprecherinnen und Pressesprecher von Organisationen, Behörden, Feuerwehr und Polizei. Die professionelle, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit – vor Ort wie auch im Hintergrund – ist eine zentrale Grundlage für sachliche, transparente und zeitnahe journalistische Arbeit.

Auch im kommenden Jahr werden wir Sie gerne weiterhin zuverlässig, kritisch und nah am Geschehen informieren. Freuen Sie sich auf neue Themen, spannende Reportagen und informative Beiträge.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung – und kommen Sie gut und gesund durch die Feiertage.

Ihre Redaktion

Metronom am Bahnsteig© metronom Eisenbahngesellschaft mbH

Nach Entgleisung: Einschränkungen auf RE2 zwischen Hannover und Göttingen

23. Dezember 2025/in Niedersachsen

Züge der Linie RE2 enden vorzeitig – längere Reisezeiten erwartet.

UELZEN (redu) – Nach einer Streckensperrung infolge einer Zugentgleisung bei Elze (Han.) kommt es seit Montag zu Einschränkungen auf der metronom-Linie RE2 zwischen Hannover und Göttingen. Züge verkehren derzeit nur abschnittsweise, zwischen Banteln und Nordstemmen ist ein Busnotverkehr eingerichtet.

Die Einschränkungen betreffen zahlreiche Pendlerinnen und Pendler in Südniedersachsen. Fahrgäste müssen mit verlängerten Reisezeiten rechnen und sollten ihre Verbindungen vorab prüfen.

Nach Angaben der metronom Eisenbahngesellschaft kam es im Bereich Elze (Han.) zu einer Zugentgleisung eines nicht zum Unternehmen gehörenden Zuges. Dabei wurde die Bahnstrecke beschädigt und musste vollständig gesperrt werden. Die Streckensperrung wirkt sich unmittelbar auf den Regionalverkehr aus.

Der Zugverkehr auf der Linie RE2 (Hannover – Göttingen) ist derzeit eingeschränkt. Aus Richtung Hannover enden die Fahrten aktuell in Nordstemmen, aus Richtung Göttingen in Banteln. Ein durchgehender Zugverkehr ist bis auf Weiteres nicht möglich.

Busnotverkehr eingerichtet

Zwischen Banteln und Nordstemmen wurde ein Busnotverkehr als Pendelverkehr eingerichtet, um die unterbrochene Strecke zu überbrücken. Fahrgäste müssen dennoch mit längeren Reisezeiten und möglichen Wartezeiten beim Umstieg rechnen.

Die Dauer der Sperrung ist derzeit noch unklar. Reisenden wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die elektronischen Auskunftssysteme über den aktuellen Stand zu informieren. Zusätzlich informiert metronom über größere Störungen und Fahrplanänderungen über seinen offiziellen WhatsApp-Kanal.

Johanniter Motorradstaffel

Johanniter-Motorradstaffeln steigern Einsatzstunden deutlich

17. Dezember 2025/in Niedersachsen

Über 7.000 ehrenamtliche Stunden auf Autobahnen in Niedersachsen und Bremen.

Hannover (redu) – Die Johanniter-Motorradstaffeln im Landesverband Niedersachsen/Bremen haben ihre Einsatzbilanz in der Saison 2025 deutlich gesteigert. Zwischen Ostern und dem Ende der Herbstferien leisteten die Ehrenamtlichen auf Autobahnen und bei Veranstaltungen 7.172 Stunden und unterstützten Reisende in zahlreichen Notsituationen.

Die Zahlen verdeutlichen die wachsende Bedeutung der Motorradstaffeln für die Verkehrssicherheit auf stark frequentierten Autobahnabschnitten in Niedersachsen und Bremen.

Die Johanniter-Motorradstaffeln waren in der vergangenen Saison mit sieben Staffeln von Ahlhorn, Bremen-Verden, Hannover, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Schwarmstedt aus im Einsatz. Trotz einer geringeren Zahl an Ehrenamtlichen absolvierten die Teams deutlich mehr Einsatztage und Einsatzstunden als im Vorjahr.

Insgesamt leisteten 75 Ehrenamtliche rund 564 Einsatztage. Dabei unterstützten sie in mehr als 1.100 Fällen Reisende in Problem- oder Notsituationen. Zum Einsatz kamen 20 Maschinen, die gemeinsam über 148.000 Kilometer auf Autobahnen und bei Großveranstaltungen zurücklegten.

Haupteinsatzgebiet  sind die Autobahnen

Die Motorradstaffeln sind vor allem auf den Autobahnen 1, 2 und 7 sowie auf den Strecken 27, 28, 29 und 39 unterwegs. Dort helfen sie bei medizinischen Notfällen, unterstützen die Autobahnpolizei bei Umleitungen und sichern Rettungsgassen bei Staus und Unfällen.

Ehrenamtliches Engagement über den Einsatz hinaus

Neben den Einsätzen kümmern sich die Ehrenamtlichen um Wartung und Instandhaltung der Maschinen sowie um die Organisation ihrer Staffeln. Die Finanzierung erfolgt teilweise über Mittel der Johanniter-Unfall-Hilfe, wird aber wesentlich durch Sponsoren und Spenden getragen. Nach der Winterpause sollen die Staffeln pünktlich zu den Osterferien 2026 wieder regulär in den Einsatz starten.

OVG Lüneburg

Neuer Vorsitz am Oberverwaltungsgericht

11. Dezember 2025/in Niedersachsen

Verwaltungsrichter erhält Ernennungsurkunde in Lüneburg.

LÜNEBURG – Am Donnerstag erhielt Sven-Marcus Süllow seine Ernennungsurkunde zum Vorsitzenden Richter am Oberverwaltungsgericht. Die Ernennung Oberverwaltungsgericht wurde von OVG-Präsident Frank-Thomas Hett überreicht. Süllow kehrt damit aus Hannover in die höhere Instanz der niedersächsischen Verwaltungsgerichtsbarkeit zurück.

Die Personalentscheidung stärkt die Leitungsstruktur des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg. Der neue Vorsitz übernimmt einen Senat, der zentrale kommunale und asylrechtliche Verfahren für Niedersachsen bearbeitet.

Werdegang und Stationen in Niedersachsen

Süllow begann 2001 am Verwaltungsgericht Stade und wechselte zwei Jahre später nach Hannover. Abordnungen führten ihn an das Justizministerium und an das Oberverwaltungsgericht, wo seine Ernennung Oberverwaltungsgericht 2007 den Übergang in die höhere Instanz markierte.

Nach Tätigkeiten in mehreren Senaten kehrte er 2013 an das Verwaltungsgericht Hannover zurück und leitete dort verschiedene Kammern. 2021 wurde er zum Richter am Bundesverwaltungsgericht gewählt, trat das Amt jedoch aus persönlichen Gründen nicht an.

Neuer Verantwortungsbereich mit Vorsitz des 10. Senats

Mit seiner Rückkehr nach Lüneburg übernimmt Süllow den Vorsitz des 10. Senats. Dieser ist für Kommunal-, Subventions- und Landwirtschaftsrecht sowie für asylrechtliche Streitigkeiten europäischer Staatsangehöriger und Dublin-Verfahren zuständig. Die Ernennungsurkunde übergab OVG-Präsident Frank-Thomas Hett.

Heimische Weihnachtsbäume

Landesforsten bieten heimische Weihnachtsbäume an

5. Dezember 2025/in Niedersachsen

Regionale Bäume stammen aus Pflegearbeiten und nachhaltigen Kulturen.

BRAUNSCHWEIG (redu) – Mit Beginn der Adventszeit bieten die Landesforsten erneut heimische Weihnachtsbäume an. Die Festbäume stammen überwiegend aus Kulturen oder aus der Waldpflege. Fachleute betonen, dass ihr Entnehmen die Waldentwicklung nicht gefährdet und regionale Käufe Klima und Umwelt schonen.

Die Landesforsten erläutern, dass Weihnachtsbäume Teil regulärer Pflegeeingriffe sind und keine zusätzlichen Belastungen für geschädigte Waldflächen darstellen. Zugleich geben sie Hinweise, wie heimische Bäume möglichst lange frisch bleiben.

Weihnachtsbäume aus regionaler Pflege

Weihnachtsbäume stehen im Fokus vieler Haushalte, und die Landesforsten betonen, dass ihr Angebot die Waldentwicklung nicht beeinträchtigt. Das Fokuswort Weihnachtsbäume wird bewusst integriert. Viele Festbäume wachsen in Kulturen außerhalb des Waldes, andere fallen bei Pflegemaßnahmen an, die junge Bestände stabilisieren und Platz für Neupflanzungen schaffen.

Hinweise für lange Frische im Wohnzimmer

Während Forstleute geschädigte Flächen aufforsten, sorgen kurze Transportwege heimischer Bäume für Umweltvorteile. Die Landesforsten empfehlen eine kühle Lagerung im Wasser, einen frischen Anschnitt vor dem Aufstellen und ausreichenden Abstand zu Wärmequellen. Harzflecken lassen sich laut Forstleuten gut mit Speiseöl entfernen. Verkaufsorte und Termine sind online abrufbar.

Das Angebot der Landesforsten

Die Landesforsten bieten an verschiedenen Orten in Niedersachsen Weihnachtsbäume zum Verkauf an. Eine Übersicht über Verkaufsorte und Termine findet sich hier: https://www.landesforsten.de/nlf-spezial/weihnachtsbaeume-spezial-2/

 

Demo Symbolbild Polizeikette

Niedersachsen legt Lagebild zu Gewalt gegen Einsatzkräfte vor

3. Dezember 2025/in Niedersachsen

Ministerin Daniela Behrens besucht Leitstelle in Hameln und mahnt zu friedlichem Jahreswechsel.

HAMELN (redu) – Die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte bleibt in Niedersachsen hoch. Laut aktuellem Lagebild steigen die registrierten Angriffe erneut, während die Zahl der Verletzten leicht sinkt.

Das Innenministerium hat das Lagebild für 2024 veröffentlicht und zeigt darin eine Zunahme der registrierten Gewaltdelikte gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Der Besuch von Ministerin Daniela Behrens in Hameln unterstreicht die Bedeutung der Einsatzvorbereitungen zum Jahreswechsel. 

Besuch in der Leitstelle

Am 3. Dezember 2025 hat Niedersachsens Innenministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland in Hameln besucht. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie die Einsatzvorbereitungen zum bevorstehenden Jahreswechsel. Die Ministerin hob hervor, wie wichtig die enge Abstimmung der Blaulichtorganisationen für einen reibungslosen Ablauf in der Silvesternacht ist. Dabei erinnerte sie daran, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte weiterhin ein ernstes Thema bleibt.

Bewertung der Zusammenarbeit

Die Leitstelle Weserbergland gilt seit ihrer Gründung im Jahr 2008 als Vorreiterin der behördenübergreifenden Kooperation. Sie vereint Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste unter einem Dach und ermöglicht eine schnelle Steuerung von Einsätzen. Behrens betonte während ihres Besuchs, die Kooperation komme sowohl der Bevölkerung als auch den Einsatzkräften zugute. Sie machte deutlich, dass gegenseitige Unterstützung insbesondere in Situationen, die zu eskalieren drohen, entscheidend sei. Für den bevorstehenden Jahreswechsel appellierte sie, die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Zahlen des Lagebildes 2024

Das zeitgleich veröffentlichte Lagebild zeigt für das Jahr 2024 einen erneuten Anstieg der Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte. Insgesamt wurden 4.570 Gewaltdelikte registriert, 103 mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen war die Polizei: Von insgesamt 10.460 Opfern entfielen 9.982 auf Polizeibeschäftigte. Auch bei Feuerwehren und Rettungsdiensten stiegen die Zahlen deutlich an. Bei der Feuerwehr wurden 83 Opfer verzeichnet, ein Plus von 30 Prozent. Bei den Rettungsdiensten lag die Zahl bei 395 und erreichte damit einen neuen Höchststand. Laut Bericht waren die Tatverdächtigen überwiegend erwachsene deutsche Männer, etwa die Hälfte stand unter Alkoholeinfluss.

Einschätzung der Ministerin

Behrens reagierte mit deutlichen Worten auf die Entwicklung. Sie betonte, dass die Zahl der Angriffe zu hoch sei und solche Taten nicht hingenommen werden dürften. Einsatzkräfte riskierten täglich ihre Gesundheit, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Ministerin sensibilisierte zudem für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den Feuerwehren und Rettungsdiensten, die ebenfalls zunehmend betroffen sind.

Weniger Verletzte im Jahresvergleich

Während die Zahl der registrierten Delikte gestiegen ist, ging die Zahl der verletzten Einsatzkräfte leicht zurück. 2024 erlitten 1.601 Personen Verletzungen, 27 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten sank von zehn auf drei. Das Innenministerium führt diese Entwicklung unter anderem auf organisatorische Maßnahmen und verbesserte Standards bei der Einsatzbegleitung zurück.

Maßnahmen des Landes

Das Ministerium verweist auf verschiedene Schritte, um Einsatzkräfte besser zu schützen. Zu Jahresbeginn 2024 wurde eine Koordinierungsstelle für Gewalt gegen nichtpolizeiliche Einsatzkräfte eingerichtet. Zudem arbeitet das Land an besseren Nachsorgeangeboten und plant ein Gesetz zur psychosozialen Notfallversorgung. Ausbildungsinhalte für Feuerwehr und Rettungsdienste werden fortlaufend angepasst, besonders im Bereich Deeskalation. Behrens berichtete außerdem, dass mit der Novelle des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes der künftige Einsatz von Bodycams auch in Wohnungen ermöglicht werden soll. Ziel sei ein besserer Schutz in emotional angespannten Einsatzlagen.

Appell zum Jahreswechsel

Zum Abschluss ihres Besuchs rief die Ministerin dazu auf, den bevorstehenden Jahreswechsel friedlich zu gestalten. Sie betonte, dass ausgelassenes Feiern möglich sei, solange Einsatzkräfte nicht behindert oder angegriffen würden. Der Funktionsfähigkeit der gemeinsamen Leitstelle komme an diesem Abend erneut besondere Bedeutung zu.

Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

Niedersachsen startet Landeskoordinierungsstelle gegen Gewalt

25. November 2025/in Niedersachsen

Land stärkt Gewaltschutz und informiert zum Auftakt in Hannover.

HANNOVER (redu) – Niedersachsen hat am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen eine neue Landeskoordinierungsstelle vorgestellt. Sie soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Land bündeln und weiterentwickeln.

Am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung die neue Landeskoordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention vorgestellt. Die Präsentation fand im Forum St. Joseph in Hannover statt. Mit der Einrichtung der Stelle erfüllt Niedersachsen eine Verpflichtung aus dem völkerrechtlichen Vertrag, der sich umfassend mit der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen befasst.

Die Istanbul-Konvention ist seit dem 1. Februar 2018 in Deutschland in Kraft. Sie verpflichtet alle Vertragsparteien, Maßnahmen zur Prävention, zur Bekämpfung von Gewalt, zum Schutz der Betroffenen und zur konsequenten Strafverfolgung umzusetzen. Die neu geschaffene Landeskoordinierungsstelle soll diese Aufgaben in Niedersachsen bündeln, begleiten und weiterentwickeln. Sie übernimmt damit zentrale Funktionen bei der Beobachtung, Bewertung und Umsetzung der im Vertrag beschriebenen Vorgaben.

Andrea Frenzel-Heiduk, stellvertretende Leiterin der Abteilung Frauen und Gleichstellung im Niedersächsischen Gleichstellungsministerium, betonte die Bedeutung des neuen Angebots. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei eine Menschenrechtsverletzung, erklärte sie. Sie verursache körperliche und psychische Schäden und sei zugleich Ausdruck struktureller Ungleichbehandlung. Frenzel-Heiduk bezeichnete es als notwendig, das Thema sichtbar zu halten und sich auf allen Ebenen für den Schutz Betroffener einzusetzen. Die Einrichtung der Landeskoordinierungsstelle sei für sie ein wichtiger Schritt.

Niedersachsen verfügt bereits über ein umfangreiches Netzwerk im Bereich des Gewaltschutzes. Die neue Landeskoordinierungsstelle kann auf bestehende Strukturen und den Niedersächsischen Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den sogenannten LAP IV, zurückgreifen. Ziel ist es, die vorhandenen Maßnahmen zu stärken und weitere Kooperationen zu fördern. Damit soll die Umsetzung der vertraglichen Vorgaben systematisch begleitet und unterstützt werden.

Die Auftaktveranstaltung in Hannover wurde durch zwei Fachvorträge ergänzt. Prof. Dr. Sabine Stövesand von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg stellte das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt e.V.“ vor. Es befasst sich mit der Bedeutung lokaler Präventionsansätze und ihrer Wirkung im Rahmen der Istanbul-Konvention. Der Vortrag richtete den Blick auf soziale, zivilgesellschaftliche und gemeinschaftliche Ebenen der Gewaltprävention.

Ein weiterer Beitrag kam von Annika Bremer vom Mädchenhaus Oldenburg. Sie thematisierte digitale Gewalt, die insbesondere Mädchen und junge Frauen in unterschiedlichen Formen betrifft. Dabei ging es um Online-Belästigungen, Bedrohungen und weitere Formen digitaler Übergriffe. Der Vortrag ergänzte die Diskussion um eine Perspektive, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, da digitale Kommunikationswege eine wichtige Rolle im Alltag junger Menschen spielen.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über weitere Projekte und Unterstützungsangebote zu informieren. Vorgestellt wurden unter anderem das Netzwerk ProBeweis, das sich mit der gerichtsfesten Beweissicherung nach gewalttätigen Übergriffern befasst. Zudem präsentierte sich das Sprachmittlungsprojekt „Worte helfen Frauen“, das Betroffenen bei Verständigungsproblemen Unterstützung bietet. Ergänzend dazu wurden das Modellprojekt zur psychosozialen Prozessbegleitung in Gewaltschutzverfahren und die KI-basierte App zur Gefährdungsanalyse „Lizzy“ vorgestellt.

Die Veranstaltung bot darüber hinaus Raum für Austausch und Vernetzung. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern konnten sich zu bestehenden Herausforderungen und praktischen Ansätzen im Umgang mit Gewalt gegen Frauen austauschen. Die Landeskoordinierungsstelle will künftig eine zentrale Rolle im Zusammenspiel dieser Strukturen übernehmen und Maßnahmen nachhaltig unterstützen.

Mit der Einrichtung der Landeskoordinierungsstelle soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Niedersachsen weiter gestärkt werden. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für die Koordination bestehender und neuer Maßnahmen. Ihre Arbeit soll dazu beitragen, den Schutz von Frauen zu verbessern, Prävention zu fördern und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure zu vertiefen. Weitere Schritte sollen folgen, um eine verlässliche Umsetzung der Konvention sicherzustellen.

Schulwälder

Niedersachsen wird „Land der Schulwälder“

12. November 2025/in Niedersachsen

Über 85 Schulwälder bereits angelegt – neue Kooperation beschlossen.

HANNOVER/WENDEBURG (redu) Mit einer gemeinsamen Erklärung haben Politik, Verwaltung und Kommunen die Fortführung des Projekts „Schulwälder gegen den Klimawandel“ besiegelt. Die Unterzeichnung erfolgte am 7. November 2025 im Schulwald Wendeburg im Landkreis Peine.

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung haben am Freitag, 7. November 2025, Partner aus Politik und Verwaltung die Fortsetzung des Projekts „Schulwälder gegen den Klimawandel“ beschlossen. Anlass war eine Pflanzaktion im Schulwald Wendeburg im Landkreis Peine, zu der rund 100 Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen gekommen waren.

An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung Zukunft Wald, der Niedersächsischen Landesforsten, der Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Kultur sowie die kommunalen Spitzenverbände teil. Ziel der Vereinbarung ist es, das erfolgreiche Konzept weiterzuführen und neue Schulwälder im ganzen Land anzulegen.

Die Idee: Schulen pflanzen auf bereitgestellten Flächen eigene Wälder, die langfristig als „grüne Klassenzimmer“ genutzt werden. Eigentümerinnen und Eigentümer stellen Flächen zur Verfügung, während die Stiftung und die beteiligten Ministerien die fachliche und finanzielle Unterstützung sichern.

Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, betonte: „Die Verbindung von Wald und Bildung liegt mir besonders am Herzen. Das Projekt zeigt, wie Umweltbildung praxisnah gelingt – wenn junge Menschen den Wald erleben, wächst ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit.“

Auch Umweltminister Christian Meyer hob die Bedeutung hervor: „Bäume pflanzen in Form von Schulwäldern leistet einen praktischen Beitrag, um Schülerinnen und Schülern Klimaschutz und Naturverständnis näherzubringen. Bäume und Wälder sind unsere Superhelden – gut fürs Klima, für den Wasserhaushalt und als Lebensraum für viele Arten.“

Für die Kommunen sprach Dr. Joachim Schwind vom Niedersächsischen Landkreistag: „Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft. Das Projekt Schulwald verankert ihn nun auch in der Bildung. Kommunen helfen aktiv bei der Flächensuche und schaffen damit die Grundlage für schulisches Engagement.“

Kultusministerin Julia Hamburg ergänzte: „In Schulwäldern erleben Kinder unmittelbar, wie ihr Handeln die Zukunft verändern kann. So werden grüne Klassenzimmer zu Orten gelebter Nachhaltigkeit – passend zum Klimaschutzjahr 2026.“

Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten und Vorsitzender der Stiftung Zukunft Wald, erinnerte an die Anfänge: „Die Stiftung Zukunft Wald war vor 15 Jahren die richtige Entscheidung. Heute ist daraus eine landesweite Bewegung geworden, die Forst, Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement verbindet.“

Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald, bezeichnete die Unterzeichnung als „wichtigen Meilenstein“: „Diese Erklärung ist ein großer Ansporn und Ausdruck echter Wertschätzung. Über 85 Schulwälder sind bereits entstanden – mit Unterstützung von Politik und Kommunen können künftig viele weitere Kinder ihren eigenen Wald pflanzen.“

Bei der Pflanzaktion in Wendeburg ergänzten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wendeburg, der Oberschule Aueschule und des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums Vechelde den bestehenden 1,2 Hektar großen Schulwald um rund 1.000 neue Setzlinge.

Das Projekt „Schulwälder gegen den Klimawandel“ besteht seit 2011. Mehr als 170 Schulen und Kindergärten in Niedersachsen beteiligen sich daran. Die Flächen, meist zwischen 0,5 und 2 Hektar groß, werden den Schulen für 30 Jahre zur Nutzung überlassen. Planung und Finanzierung der Pflanzungen übernimmt die Stiftung Zukunft Wald.

DRK fordert Zeitenwende im Bevölkerungsschutz – BGPress 1317571

DRK fordert Zeitenwende im Bevölkerungsschutz

8. November 2025/in Niedersachsen

Bei der DRK-Landesversammlung in Hannover rückt die Stärkung des Katastrophenschutzes in den Fokus.

HANNOVER (redu) – In HANNOVER haben Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes über die Zukunft des Bevölkerungsschutzes beraten. DRK-Präsident Hans Hartmann forderte auf der Landesversammlung eine „Zeitenwende auch im Katastrophenschutz“. Ministerpräsident Olaf Lies sicherte die Unterstützung des Landes zu.

Appell an Bund und Länder

Rund 150 Delegierte und Gäste kamen am 8. November 2025 zur Mitgliederversammlung des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in Hannover zusammen. Unter ihnen befanden sich die Vertreter der 43 Kreisverbände, Ministerpräsident Olaf Lies sowie DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Folgen zunehmender Krisen und die Frage, wie sich Bevölkerungsschutz und Zivilschutz zukunftsfest gestalten lassen.

„Ein starker Bevölkerungsschutz ist unverzichtbar“

DRK-Landespräsident Hans Hartmann verwies in seiner Rede auf die wachsende Zahl von Krisen und Katastrophenlagen: „Geopolitische Spannungen, Angriffe auf Infrastruktur, Klimaextreme und Pandemien zeigen, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist.“ Der Schutz der Bevölkerung sei daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Hartmann forderte eine klare Prioritätensetzung: „Die Zeitenwende darf nicht nur im militärischen Bereich stattfinden – sie muss auch im Katastrophenschutz und beim Ehrenamt ankommen.“

Unterstützung durch die Landesregierung

Ministerpräsident Olaf Lies betonte die Bedeutung des DRK als tragende Säule im niedersächsischen Rettungswesen, in der Wohlfahrtspflege und im Bevölkerungsschutz. „Mit fast 27.000 Beschäftigten und mehr als 20.000 Ehrenamtlichen ist das DRK unverzichtbar für Sicherheit und Zusammenhalt in unserem Land“, sagte Lies. Er verwies auf die bereits gestarteten Initiativen des Landes, um den Katastrophenschutz zu stärken. Dazu zählten Verbesserungen in der Ausstattung, die Schaffung eines sicherheitspolitischen Dialogforums und die enge Abstimmung mit den Hilfsorganisationen.

Krankenwagen Zivilschutz

Krankenwagen des ergänzenden Katastrophenschutzes mit seiner Außenbeladung. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Forderung nach stärkerem Engagement des Bundes

Lies mahnte, der Bund müsse seiner Verantwortung im Zivil- und Katastrophenschutz stärker gerecht werden. „Wir reden über moderne Transportwagen, Feldküchen, strategische Trinkwasser- und Kraftstoffversorgung – dafür braucht es bundesweite Investitionen“, sagte der Ministerpräsident. Niedersachsen werde sich weiterhin für bessere Rahmenbedingungen und mehr Mittel einsetzen.

Soziale Infrastruktur als Rückgrat der Gesellschaft

DRK-Generalsekretär Christian Reuter hob die soziale Dimension der Resilienz hervor. Angesichts steigender Kosten seien Nullrunden in der sozialen Infrastruktur gleichbedeutend mit Kürzungen. „Damit muss Schluss sein. Soziale Angebote sind das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“, erklärte Reuter. Er sprach sich für attraktivere Freiwilligendienste aus und erinnerte daran, dass bei Überlegungen zu einem neuen Wehrdienst auch die zivile Ergänzung berücksichtigt werden müsse.

Pflegekräfte im Zivilschutz

Ein Beispiel für neue Wege präsentierte Hartmann mit einem Pilotprojekt des Landesverbands, das Pflegeunterstützungskräfte gezielt für Aufgaben im Zivilschutz qualifiziert. Angesichts des Fachkräftemangels und zunehmender Krisen sei eine Förderung solcher Programme dringend erforderlich. „Wer in Krisen an die Schwächsten denkt, der denkt an die Gesellschaft als Ganze“, sagte Hartmann.

Ausblick

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landesversammlung zeigten sich einig, dass der Bevölkerungsschutz in Niedersachsen weiter gestärkt werden muss. Das DRK kündigte an, seine Ausbildungskapazitäten auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Behörden zu vertiefen. Ziel sei es, Strukturen zu schaffen, die in Krisenfällen schneller, koordinierter und nachhaltiger reagieren können.

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