Schimpanse Max wird 62 Jahre alt
Tierpflegende überraschen das Schimpansen-Männchen mit Geduldsspielen, Melone und gefrorenem Eistee.
HANNOVER (redu) – Schimpanse Max wird 62 Jahre alt: Der Erlebnis-Zoo Hannover hat das außergewöhnlich hohe Alter des Tieres mit besonderen Beschäftigungsangeboten gefeiert. Haferflocken mit Honig, Melonenschnitten und gefrorener Eistee mit Beeren warteten auf den Schimpansen-Clan.
Max lebt seit vielen Jahren im Erlebnis-Zoo und gilt bei den Tierpflegenden als neugierige Tierpersönlichkeit. Wegen altersbedingter Arthrose ist er inzwischen langsamer geworden.
Geduldsspiel mit Haferflocken und Honig
Schimpanse Max wird 62 und erhielt zu seinem Geburtstag gemeinsam mit den anderen Tieren des Clans besondere Beschäftigungsangebote. In Hartplastikbehältern mit fingergroßen Öffnungen steckten Haferflocken, die mit Honig umhüllt waren.
„In der Wildbahn angeln sich die Schimpansen Termiten aus den Gängen ihres Baus, das ahmen wir hier mit den Hartplastikbehältern nach“, erklärt Tierpfleger Frank Wilhelms. Die Tiere nutzten ihre Finger oder Bambusstöckchen, um an die Haferflocken zu gelangen.
Zusätzlich hatten die Tierpflegenden Melonenschnitten und große Eisstücke auf der Anlage versteckt. Dabei handelte es sich um gefrorenen Eistee mit Beeren.
Max ist langsamer geworden
Für Max war die Beschäftigung nach Angaben des Zoos etwas leichter gestaltet. Das Schimpansen-Männchen sei für sein Alter noch fit, bewege sich wegen altersbedingter Arthrose in den Gelenken aber langsamer.
„Er schläft sehr viel, steht morgens eher spät auf, und Regen mag er gar nicht“, beschreiben ihn seine Tierpflegenden. Gleichzeitig sei Max weiterhin neugierig und interagiere viel mit den Besuchenden.
„Er ist eine echte Tierpersönlichkeit – viele unserer Gäste haben ihn über Generationen hinweg begleitet“, sagt Frank Wilhelms. Die Beschäftigung teilte sich Max mit Maleika im Alter von 47 Jahren, der 42-jährigen Chunja und der 32-jährigen Viktoria.
Schimpansen werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Nach Angaben des Zoos sind ihre Bestände durch Lebensraumverlust, Wilderei und illegalen Handel deutlich zurückgegangen.




