Schusswaffengebrauch in Hannover: Frau in Stöcken schwer verletzt
28-Jährige im Krankenhaus in stabilem Zustand – Kriminaldauerdienst untersucht den Einsatzverlauf.
HANNOVER (redu) – Bei einem Schusswaffengebrauch in Hannover hat ein Polizeibeamter am Donnerstag, 8. Oktober 2026, eine 28-Jährige vor dem Polizeikommissariat in Stöcken schwer verletzt. Laut Polizei hielt die Frau plötzlich einen schusswaffenähnlichen Gegenstand in der Hand. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.
Die Frau wurde mit einer Schussverletzung am Bein in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich in stabilem Zustand. Der Kriminaldauerdienst Hannover hat die Ermittlungen zum Geschehen übernommen.
Der Schusswaffengebrauch in Hannover ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen gegen 12:10 Uhr vor dem Polizeikommissariat an der Stöckener Straße. Die 28-Jährige war dort erschienen und befand sich nach Angaben der Polizei in einem psychischen Ausnahmezustand.
Als sie vor einem Polizeibeamten stand, hielt sie laut Mitteilung plötzlich einen schusswaffenähnlichen Gegenstand in der Hand. Der Beamte gab einen Schuss auf die Frau ab. Nach Darstellung der Polizei sollte sie dadurch handlungsunfähig gemacht werden.
Einsatzkräfte leisten sofort Erste Hilfe
Unmittelbar nach der Schussabgabe leisteten mehrere Einsatzkräfte Erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Ein Rettungswagen brachte die schwer verletzte Frau anschließend in ein Krankenhaus.
Dort wurde eine durch den Schuss verursachte Verletzung an einem Bein diagnostiziert. Die Polizei teilte mit, dass sich die 28-Jährige in einem stabilen Zustand befinde. Lebensgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.
Unterstützung für Augenzeugin und Polizeikräfte
Zur psychischen und seelsorgerischen Unterstützung einer Augenzeugin sowie eingesetzter Polizeikräfte wurden weitere Fachkräfte hinzugezogen. Zum Einsatz kamen die Regionale Beratungsstelle der Polizei mit geschulten Expertinnen und Experten sowie ein Notfallseelsorger der Feuerwehr.
Ermittlungen zum Einsatzverlauf dauern an
Der Kriminaldauerdienst Hannover übernahm die Ermittlungen und führte eine spezialisierte Tatortaufnahme durch. Weitere Angaben zum Ablauf des Einsatzes und zu den Hintergründen machte die Polizei unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.
Aus der Mitteilung geht nicht hervor, um welche Art von Gegenstand es sich handelte. Die Polizei bezeichnet ihn als schusswaffenähnlich.



