Feuerwehr Sehnde trainiert Eisrettung bei Minusgraden
Tauchergruppe übt Personensuche und Rettung unter Eisdecke.
SEHNDE (redu) – Unter extremen winterlichen Bedingungen hat die Feuerwehr Sehnde am Sonntag im Waldbad eine Eisrettung geübt. Bei Temperaturen um minus zehn Grad trainierte die Tauchergruppe gemeinsam mit Kräften der Ortsfeuerwehr realitätsnah die Rettung von Personen aus eisbedeckten Gewässern.
Solche Übungen sind selten möglich, aber wichtig. Sie bereiten Einsatzkräfte auf lebensbedrohliche Notlagen in der kalten Jahreszeit vor.
Die Eisrettung stand im Mittelpunkt eines besonderen Übungsdienstes der Feuerwehr Sehnde. Die geschlossene Eisdecke im Waldbad bot dafür am Sonntag anspruchsvolle, aber ideale Bedingungen. Ziel war es, Abläufe unter möglichst realistischen Voraussetzungen zu trainieren.
Am Vormittag absolvierte die Tauchergruppe mehrere Tauchgänge unter der Eisfläche. Geübt wurden dabei die Suche und Rettung von Personen sowie Kommunikation und Sicherung unter erschwerten Bedingungen. Unterstützt wurde der Ausbildungsdienst durch den Rüstwagen der Ortsfeuerwehr Sehnde mit drei Einsatzkräften.
Im weiteren Verlauf lag der Schwerpunkt auf der Rettung einer eingebrochenen Person. Mit unterschiedlichen Vorgehensweisen trainierten die Einsatzkräfte das Annähern an die Einsatzstelle, die Rettung aus dem Eis und den Eigenschutz der Retter. Die niedrigen Temperaturen und die körperlich fordernden Maßnahmen verlangten dabei hohe Konzentration und Ausdauer.
Möglich wurde die Übung durch die Unterstützung der Stadtwerke Sehnde, die das Waldbad für den Ausbildungsdienst zur Verfügung stellten. Abschließend warnt die Stadtfeuerwehr eindringlich davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Eisflächen seien nicht sicher und stellten eine erhebliche Lebensgefahr dar.




