Sirenennetz Langenhagen: Feuerwehr ändert Alarmierung
Die automatische Sirenenalarmierung der Feuerwehr ist zunächst ausgesetzt. Alarmstichworte und der künftige Einsatz der Sirenen werden überprüft.
LANGENHAGEN (redu) – Nach Beschwerden über nächtliche und frühmorgendliche Sirenenalarmierungen hat die Stadtfeuerwehr die automatische Alarmierung per Sirene zunächst ausgesetzt. Das Sirenennetz Langenhagen bleibt für den Bevölkerungsschutz bestehen, während die Feuerwehr ihre Alarmierungsabläufe und die zugrunde liegenden Alarmstichworte überprüft.
Die Feuerwehr wird weiterhin über digitale Wege alarmiert. Von den insgesamt 25 Sirenenstandorten dienen 16 zusätzlich der Feuerwehralarmierung; das Netz ist vor allem Teil der Warninfrastruktur für die Bevölkerung.
Sirenen werden nur noch gezielt ausgelöst
Das Sirenennetz Langenhagen wird bis auf Weiteres nur noch auf entsprechende Anforderung zur Feuerwehralarmierung eingesetzt. Nach Angaben der Stadtfeuerwehr entstehen durch die Reduzierung keine Verzögerungen bei Bränden, technischen Hilfeleistungen oder anderen Einsatzlagen. Die Einsatzkräfte werden weiterhin über die bestehenden digitalen Alarmierungswege erreicht.
Im Mittelpunkt der Überprüfung stehen die Alarmstichworte. Diese standardisierten Einsatzkategorien bestimmen mit, welche Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Alarmierungswege erforderlich sind. Geprüft werden soll, bei welchen Einsatzlagen eine zusätzliche Sirenenalarmierung notwendig bleibt und ob einzelne Alarmstichworte angepasst werden sollten.
25 Standorte dienen dem Bevölkerungsschutz
Das modernisierte und erweiterte Netz umfasst 25 Sirenenstandorte. Sie wurden nach Angaben der Stadtfeuerwehr in erster Linie als Warninfrastruktur für die Bevölkerung und nicht als ausschließliches Alarmierungssystem für die Feuerwehr aufgebaut. 16 Sirenen erfüllen zusätzlich eine Funktion bei der Alarmierung ehrenamtlicher Feuerwehrangehöriger.
Sirenen sollen Menschen auch erreichen, wenn Mobiltelefone nicht verfügbar sind, Warn-Apps nicht genutzt werden oder andere Kommunikationswege ausfallen. Sie ergänzen unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps und Rundfunk.
Die Stadtfeuerwehr erklärt zugleich, Beschwerden über Sirenen in der Nacht und am frühen Morgen ernst zu nehmen. Die aktuelle Prüfung soll zwischen notwendigen und verzichtbaren Alarmierungen unterscheiden. Ziel sei eine bedarfsgerechte Alarmierungsstrategie, die sowohl die Interessen der Bevölkerung als auch die Anforderungen der ehrenamtlich getragenen Feuerwehr berücksichtigt.









