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Schlagwortarchiv für: Celle

Rückkehr der Feuerwehrkräfte nach Celle

Neun Feuerwehrleute nach Spanien-Einsatz wieder in Celle

7. August 2026/in Niedersachsen

Niedersächsische Kräfte waren bei Waldbränden in Kastilien und León im Einsatz.

CELLE (redu) – Nach ihrem Einsatz bei den schweren Waldbränden in Spanien sind neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen am Donnerstag nach Celle zurückgekehrt. Die Feuerwehrkräfte kehren zurück, nachdem spanische Behörden den ursprünglich auf zehn Tage angelegten Einsatz bereits nach zwei Tagen beendet hatten.

Die niedersächsischen Einsatzkräfte hatten eine Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen unterstützt. Anlass war ein spanisches Hilfeersuchen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union.

Die Feuerwehrkräfte kehren zurück, nachdem sie mit zwei speziellen Tanklöschfahrzeugen vom Typ CCFM 3000 und einem Mannschaftstransportwagen in Spanien eingesetzt waren. Nach der Rückkehr trafen die neun Niedersachsen beim Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle ein.

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Zwei der Spezialtanklöschfahrzeuge aus dem Kontingent Niedersachsen. © Bernd Günther

Deutsche Einheit mit 56 Einsatzkräften

Die niedersächsischen Kräfte hatten sich der Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Insgesamt bestand die deutsche Einheit aus 56 Einsatzkräften und 21 Einsatzfahrzeugen.

Am 1. August 2026 erreichte die Einheit die Region um Veguellina in der Provinz León. Von dort aus wurde sie unter anderem zur Bekämpfung der Waldbrände in Kastilien und León eingesetzt.

Einsatz nach zwei Tagen beendet

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Einsatzkräfte zehn Tage vor Ort bleiben. Die spanischen Behörden brachen den Einsatz jedoch bereits nach zwei Tagen ab, weil sich die Lage vor Ort positiv entwickelt hatte und man mit eigenen Kräften auskam.

Rückkehr aus Spanien

Einsatzkräfte kehren aus Spanien nach Celle zurück

3. August 2026/in Niedersachsen

Neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen werden am Donnerstag beim NLBK in Celle erwartet.

CELLE (redu) – Nach ihrem Einsatz bei den Waldbränden in Spanien befinden sich neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen auf dem Heimweg. Die Einsatzkräfte kehren zurück und werden voraussichtlich am Donnerstagabend beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle eintreffen.

Die niedersächsischen Kräfte waren Teil einer deutschen Einheit mit insgesamt 56 Feuerwehrleuten. Sie unterstützten die Löscharbeiten in der Region Kastilien und León.

Unterstützung bei Waldbränden in Spanien

Spanien hatte über das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union um Unterstützung bei der Bekämpfung der aktuellen Waldbrände gebeten. Die Einsatzkräfte kehren zurück, nachdem sie gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Nordrhein-Westfalen die Löscharbeiten unterstützt hatten.

Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute schlossen sich der Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen an. Zum Einsatz kamen zwei Tanklöschfahrzeuge vom Typ CCFM 3000 und ein Mannschaftstransportwagen.

Die Einheit traf am Nachmittag des 1. August in der Region Veguellina in León ein. Ein Teil der Kräfte erhielt unmittelbar nach der Ankunft den ersten Einsatzauftrag. Auf dem Weg zum vorgesehenen Einsatzort löschten sie ein kleineres Feuer.

Vor Ort unterstützte die Einheit die spanischen Kräfte bei der Eindämmung des Feuers. Am 2. August war sie südlich von Moraeda beim Waldbrand „EI Bierzo“ im Einsatz.

Löscharbeiten in schwierigem Gelände

Über eine 800 Meter lange Schlauchleitung und einen Höhenunterschied von 180 Metern bekämpften die Feuerwehrleute Spotfeuer in einem Hanggebiet. Zudem führten sie Nachlöscharbeiten durch, unterstützten mit einem Lookout und halfen einer serbischen GFFF-V-Einheit mit einem Fahrzeug.

Die deutsche Einheit bestand aus 56 Kräften, neun davon aus Niedersachsen. Untergebracht waren sie in Vega de Espinareda im Westen Spaniens.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens dankte den Beteiligten: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften für ihren starken und engagierten Einsatz im Kampf gegen das Feuer. Sie alle haben einen hervorragenden Job gemacht.“

Behrens bezeichnete den Einsatz zudem als Beleg für die Zusammenarbeit im europäischen Katastrophenschutz. Brände dieser Größenordnung, Vielzahl und Dauer könnten nur gemeinschaftlich bekämpft werden.

Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute stammen aus den Landkreisen Celle und Heidekreis. Ihre Ankunft beim NLBK in Celle ist nach aktuellem Stand für Donnerstagnachmittag beziehungsweise Donnerstagabend, 6. August 2026, vorgesehen.

Technikzentrum Celle: Spatenstich für Millionenprojekt des Brand- und Katastrophenschutzes – BGPress 20260629 1537 BGPRESS 1398771

Technikzentrum Celle: Spatenstich für Millionenprojekt des Brand- und Katastrophenschutzes

29. Juni 2026/in Niedersachsen

Land Niedersachsen und Landkreis Celle investieren gemeinsam rund 66 Millionen Euro in ein zukunftsweisendes Technikzentrum mit Feuerwehrtechnischer Zentrale und modernem Übungsturm.

CELLE (redu) – Mit dem ersten Spatenstich hat am Montag der Bau für das neue Technikzentrum Celle am Standort Celle-Scheuen begonnen. Das gemeinsame Projekt des Landes Niedersachsen und des Landkreises Celle bündelt künftig Ausbildung, Technik und Einsatzunterstützung für den Brand- und Katastrophenschutz an einem modernen Standort.

Mit dem Neubau entsteht eine der bedeutendsten Investitionen in die Infrastruktur des Brand- und Katastrophenschutzes in Niedersachsen. Die gemeinsame Nutzung durch Land und Landkreis soll Ausbildung, Wirtschaftlichkeit und technische Unterstützung langfristig verbessern.

Mit dem symbolischen Spatenstich ist am Montag, 29. Juni 2026, offiziell der Startschuss für eines der größten Bauprojekte im niedersächsischen Brand- und Katastrophenschutz gefallen. In Celle-Scheuen entsteht in den kommenden Jahren das neue Technikzentrum Celle, das gemeinsam vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Celle realisiert wird. Zur Auftaktveranstaltung kamen die Ltd. Baudirektorin Petra Könneker, Finanzminister Gerald Heere, Landrat Axel Flader sowie der Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK), Dr. Christian Kielhorn und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg. Mit dem Neubau sollen Ausbildung, technische Infrastruktur und logistische Unterstützung künftig an einem Standort gebündelt werden. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Ausbildungsstandort Celle-Scheuen fit für zukünftige Herausforderungen zu machen.

Das Gemeinschaftsprojekt gilt als bundesweit außergewöhnlich, weil erstmals die Aufgaben des Landes Niedersachsen und eines Landkreises in einer gemeinsamen Einrichtung zusammengeführt werden. Während das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz dort seine technischen Ausbildungs- und Werkstattbereiche betreiben wird, nutzt der Landkreis Celle die integrierte Feuerwehrtechnische Zentrale für die Betreuung und Wartung seiner Einsatztechnik. Beide Partner profitieren dadurch von einer gemeinsamen Infrastruktur, kurzen Wegen und einer wirtschaftlicheren Nutzung der Gebäude. Insgesamt investieren Land und Landkreis entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsanteile rund 66 Millionen Euro in das Vorhaben. Nach derzeitiger Planung soll die Fertigstellung im dritten Quartal 2029 erfolgen. Nach Angaben des Staatlichen Baumanagements entfallen rund 52 Millionen Euro auf den Neubau des Technikzentrums des NLBK.

Moderner Ausbildungsstandort in Celle-Scheuen

Mit dem Neubau entwickelt sich der Standort Celle-Scheuen zu einem der modernsten Ausbildungs- und Technikzentren für den Brand- und Katastrophenschutz in Niedersachsen. Die neue Anlage besteht aus drei eigenständigen Bauwerken: dem Technikzentrum, einer Fahrzeughalle für die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Celle sowie einem rund 25,5 Meter hohen Übungsturm. Durch diese Kombination entstehen erstmals ideale Voraussetzungen, um Ausbildung, Fahrzeugtechnik, Werkstattbetrieb und logistische Unterstützung an einem Ort miteinander zu verbinden. Gleichzeitig werden bisher räumlich getrennte Aufgaben zusammengeführt, was die Zusammenarbeit zwischen Land und Landkreis deutlich erleichtern soll.

Das Technikzentrum bildet dabei den funktionalen Mittelpunkt der gesamten Anlage. Hier entstehen moderne Lehrbereiche für die technische Ausbildung von Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinsatzkräften sowie umfangreiche Werkstatt- und Lagerflächen. Vorgesehen sind unter anderem eine Kfz-Werkstatt mit sieben Prüfspuren, eine leistungsfähige Atemschutzwerkstatt, eine automatisierte Schlauchwerkstatt mit moderner Schlauchpflege sowie ein zentraler Pumpenprüfstand. Ergänzt werden diese Bereiche durch großzügige Lagerflächen und Logistikbereiche, die eine schnelle Bereitstellung und Wartung der Ausrüstung ermöglichen. Damit schafft das neue Zentrum optimale Bedingungen für Ausbildung, Instandhaltung und technische Unterstützung gleichermaßen.

Technikzentrum Celle: Spatenstich für Millionenprojekt des Brand- und Katastrophenschutzes – BGPress 20260629 1503 BGPRESS 1398731

So soll das neue Technikzentrum mit integrierter Feuerwehrtechnischer Zentrale ab 2029 aussehen. © Bernd Günther

Besonders auffällig wird künftig der neue Übungsturm sein. Mit einer Höhe von 25,5 Metern und acht Obergeschossen erweitert er die Ausbildungsmöglichkeiten erheblich. Dank seiner vierseitigen Nutzbarkeit können verschiedene Rettungs- und Einsatzszenarien gleichzeitig oder unabhängig voneinander trainiert werden. Feuerwehrangehörige erhalten dadurch realitätsnahe Übungsbedingungen für Einsätze in größeren Höhen oder an Gebäuden. Zusätzlich wird im Turm eine trockene Feuerlöschleitung installiert, die speziell für Ausbildungszwecke vorgesehen ist und praxisnahe Trainings unter sicheren Bedingungen ermöglicht.

Nachhaltigkeit prägt den Neubau

Bei der Planung spielte nicht nur die Funktionalität eine zentrale Rolle, sondern auch der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Finanzminister Gerald Heere hob hervor, dass das Land Niedersachsen mit dem Neubau seiner Vorbildfunktion im öffentlichen Hochbau gerecht werden wolle. Nachhaltigkeit bedeute dabei nicht nur eine umweltfreundliche Bauweise, sondern auch eine langfristig wirtschaftliche Infrastruktur, die über Jahrzehnte leistungsfähig bleibt und den steigenden Anforderungen des Bevölkerungsschutzes gerecht wird.

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Finanzminister Gerald Heere begrüßt die Ausgaben für das neue Technikzentrum. © Bernd Günther

Dieses Ziel zeigt sich bereits bei der Auswahl der Baustoffe und der technischen Ausstattung. Der Kopfbau des Technikzentrums wird in Massivbauweise errichtet, während die Werkstattbereiche überwiegend aus Stahlbetonfertigteilen und Brettschichtholzbindern bestehen. Zusätzlich kommen CO₂-reduzierte Spannbeton-Hohldecken zum Einsatz, durch die der Betonverbrauch deutlich gesenkt werden kann. Der Übungsturm wird als Stahlfachwerkkonstruktion mit einer recyclingfähigen Fassadenkonstruktion gebaut. Auch die Energieversorgung folgt einem nachhaltigen Konzept. Die Wärme wird über ein Nahwärmenetz bereitgestellt, während auf den Dächern des Technikzentrums und der Fahrzeughalle Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 519 Kilowattpeak installiert werden. Für die Atemschutz- und Schlauchwerkstatt ist darüber hinaus eine spezielle Abwasserbehandlungsanlage vorgesehen, die den besonderen Anforderungen dieser Arbeitsbereiche Rechnung trägt.

Kritische Infrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards

Mit seiner zukünftigen Funktion für den Bevölkerungsschutz übernimmt das neue Technikzentrum weit mehr als klassische Ausbildungsaufgaben. Die Anlage wird als Kritische Infrastruktur (KRITIS) eingestuft und erfüllt deshalb besonders hohe Anforderungen an Betriebssicherheit, Ausfallschutz und technische Redundanz. Dadurch soll gewährleistet werden, dass wichtige Einrichtungen auch in außergewöhnlichen Einsatzlagen oder bei großflächigen Störungen weiterhin zuverlässig arbeiten können.

Zu den vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen gehört unter anderem eine Notstromeinspeisung, die den Betrieb wesentlicher Bereiche auch bei einem länger andauernden Stromausfall sicherstellt. Zusätzlich wird auf dem Dach des Technikzentrums ein großflächiges Zivilschutzzeichen angebracht. Dieses macht die besondere Bedeutung des Gebäudes für den Bevölkerungsschutz sichtbar und kennzeichnet den Standort als wichtige Einrichtung des Brand- und Katastrophenschutzes in Niedersachsen.

Innenministerin Daniela Behrens bezeichnete das Bauvorhaben als ein einzigartiges Kooperationsprojekt von Land und Landkreis. Angesichts zunehmender Herausforderungen durch Extremwetterlagen, Großschadensereignisse und andere Krisensituationen sei eine moderne Infrastruktur unverzichtbar. Mit der Investition würden die Ausbildungsmöglichkeiten verbessert und gleichzeitig die technische Unterstützung der Feuerwehren dauerhaft gestärkt.

Gemeinsame Investition in die Zukunft

Auch Landrat Axel Flader sieht in dem Projekt einen bedeutenden Schritt für den Landkreis Celle. Bislang parallel vorgehaltene Strukturen würden künftig an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt. Dadurch entstünden nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen. Zugleich handele es sich um das bislang größte Bauprojekt für den Zivilschutz im Landkreis Celle und um ein klares Signal für die weitere Stärkung der Feuerwehren.

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NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn begrüßt die anwesenden Gäste. © Bernd Günther

NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn betonte zudem die Vorteile für die Beschäftigten und die Auszubildenden des Landesamtes. Moderne Werkstätten, zeitgemäße Ausbildungsräume und der neue Übungsturm eröffneten deutlich bessere Möglichkeiten für die praktische Ausbildung. Gleichzeitig ermögliche die Kooperation mit dem Landkreis Celle eine besonders effiziente Nutzung der öffentlichen Investitionen. Nach der geplanten Fertigstellung im dritten Quartal 2029 wird das Technikzentrum Celle nicht nur die Ausbildung der Einsatzkräfte verbessern, sondern auch als zentrale technische Drehscheibe für den Brand- und Katastrophenschutz in Niedersachsen eine wichtige Rolle übernehmen.

Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Celle "voraussichtlich rechtmäßig" – Celle

Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Celle „voraussichtlich rechtmäßig“

7. April 2021/in Niedersachsen

CELLE (PM). Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat gestern die Allgemeinverfügung des Landkreises Celle von Montag, 29. März, und die darin angeordneten Ausgangsbeschränkungen, die noch bis zum 13. April gelten, als „voraussichtlich rechtmäßig“ eingestuft und einen Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt.

Die angeordneten Ausgangsbeschränkungen sind nach Meinung des Verwaltungsgerichtes Lüneburg verhältnismäßig: Die Wirksamkeit von Ausgangsbeschränkungen werde durch mehrere Studien belegt. Der Landkreis habe sich dabei auf die Kommunen beschränkt, in denen sich das Infektionsgeschehen besonders hoch darstelle, nämlich die Städte Celle und Bergen, die Gemeinde Wietze und die Samtgemeinde Flotwedel.

Die Ausgangsbeschränkungen seien zur Verhinderung der Verbreitung der Corona-Pandemie erforderlich. Ohne sie sei eine wirksame Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus erheblich gefährdet. Es gebe im Landkreis Celle deutliche Hinweise darauf, dass sich die meisten Personen im privaten Bereich und insbesondere auf Familienfeiern, Partys und Nachbarschaftstreffen ansteckten. Der Landkreis Celle habe zuvor umfangreiche anderweitige Maßnahmen getroffen, trotzdem habe sich das Infektionsgeschehen aber wesentlich verschlechtert.

Es sei auch kein gleich wirksames und weniger belastendes (milderes) Mittel erkennbar. Insbesondere die vom Antragsteller geforderten Betretungsverbote für bestimmte öffentliche Plätze oder Ausgangsbeschränkungen am Tage seien im Landkreis Celle nicht zielführend, da vor allem private Zusammenkünfte in den Abendstunden und abendlicher Alkoholkonsum dazu führten, dass die nötigen Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten würden.

Übergabe von zwei Übungsgebäuden und Spatenstich an der NABK Celle-Scheuen – NABK Celle© Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport

Übergabe von zwei Übungsgebäuden und Spatenstich an der NABK Celle-Scheuen

24. Juni 2020/in Niedersachsen

CELLE. Die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) mit den Standorten Celle und Loy ist die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung für die Feuerwehren und den Katastrophenschutz in Niedersachsen. Um den Ansprüchen an eine zukunftsfähige Aus- und Fortbildung gerecht zu werden, wird u. a. das Technik- und Trainingszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Celle-Scheuen kontinuierlich weiterentwickelt.

Nach der Fertigstellung des ersten Unterkunftsgebäudes sowie des ersten Übungsgebäudes im Jahr 2018 wurde am 30. April 2020 durch das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide nach nur einjähriger Bauzeit termingerecht der Umbau zweier ehemaliger Unterkunftsgebäude der Bundeswehr als Simulations- und Übungsgebäude fertiggestellt. Die Kosten für die beiden Gebäude betrugen rund 2,6 Mio. Euro.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Mit diesen Gebäuden erweitern und verbessern wir das vorhandene Angebot für Aus- und Fortbildung der niedersächsischen Feuerwehr um weitere wichtige Bestandteile. Bei dem Training geht es uns um möglichst realistische Voraussetzungen, die vom Team der NABK auch mit viel Liebe fürs Detail umgesetzt wurden. Ich bin überzeugt, dass dieses Angebot breit und gerne angenommen wird! Unser Ziel ist es weiterhin, den Ausbildungsbedarf der Kommunen mit einem hochwertigen Angebot möglichst hundertprozentig erfüllen zu können.“

In den Simulations- und Übungsgebäuden werden Feuerwehreinsätze unter nahezu realistischen Bedingungen, etwa mit Rauch und Feuersimulationen, geübt. Verschiedene Nutzungsbereiche, wie z. B. Krankenhaus, Alten-/Pflegeheim, Schule, Kindergarten, Verkaufsstätten, Apotheke, Café oder (Studenten-) Wohnungen wurden mit gespendeten Einrichtungsgegenständen originalgetreu eingerichtet. In den neuen Gebäuden können die Lehrgangsteilnehmer außerdem den Umgang mit Einrichtungen des anlagentechnischen Brandschutzes in Gebäuden lernen, dazu gehören z. B. Brandmeldeanlagen, Rauchabzüge oder trockene Steigleitungen.

Als weitere Baumaßnahme des ersten Bauabschnitts wurde vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide am 20. April 2020 in Nachbarschaft zu den Übungsgebäuden der Neubau des Wirtschaftsgebäudes für die NABK begonnen. Nach aktuellem Stand wird das Bauwerk Ende 2021 fertiggestellt und rund 5,8 Mio. Euro kosten. Zukünftig werden hier bis zu 200 Lehrgangsteilnehmer ihre Mahlzeiten einnehmen können. Frühstück und Abendessen werden vor Ort frisch in der neuen Großküche zubereitet. Das Mittagessen wird am bisherigen Standort im Bremer Weg in Celle gekocht und warm nach Scheuen geliefert. Die Großküche ist nach neuesten Hygienestandards mit mehreren Kühlräumen, umfangreicher Kochgeräteausstattung und einer automatisierten Bandspülmaschine ausgestattet. Der 330 Quadratmeter große Saal ist zusätzlich auch für Veranstaltungen der NABK nutzbar.

Am Standort der NABK in Celle-Scheuen ist in den nächsten Jahren der Neubau und die Herrichtung einer Reihe weiterer Gebäude im Umfang von rund 25 Mio. Euro geplant. Dazu zählt insbesondere der Neubau einer Lehrleitstelle, eine neue Heizzentrale für alle Gebäude der Liegenschaft und weitere spezielle Übungsanlagen für die Aus- und Fortbildung in den Bereichen Brandschutz und Hilfeleistung. Außerdem werden neue Ver- und Entsorgungsleitungen auf dem gesamten Gelände verlegt.

Mehr und mehr entsteht am Standort in Celle-Scheuen eine Aus- und Fortbildungseinrichtung, die im bundesweiten Vergleich einmalig ist. Das Land Niedersachsen stellt mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen eine zeitgemäße zentrale Aus- und Fortbildung der zum größten Teil ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen sicher und trägt gleichzeitig zur Attraktivitätssteigerung bei.

Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409723 2

Streetdance-Training unter freiem Himmel

20. Mai 2020/in Region Hannover

CELLE (bg). Das zurzeit Tanz- und Ballettschulen unter den fehlenden Möglichkeiten des Trainings besonders leiden, hat sich allgemein herumgesprochen. So auch bei der von Nadine Campbell und John Campbell geleiteten Tanzschule Body Talk in Celle. Nun wartet man zusammen mit den vielen betroffnen Schülerinnen und Schülern sehnsüchtig auf Lockerung.

Die Mutter Heike Campbell setzte nun alle Hebel in Bewegung, um zumindest den Kindern eine Trainingsmöglichkeit im Streetdance nach den im Moment geltenden Vorgaben zu ermöglichen. Diese Woche kam es nun zu den ersten Trainingsmöglichkeiten seit Wochen. Natürlich nicht in der Tanzschule, sondern auf einem in der Nähe gelegenen Sportplatz. Natürlich mit dem vorgeschriebenen Abstand, den John Campbell für alle sichtbar mit kleinen Bällen und einem Zollstock markierte.

Ashley-Quiana Campell, die jüngste der 5 Töchter der Campbell-Familie und 2018 Weltmeisterin im Streetdance und Hip Hop, konnte heute wieder mit ihren Kids proben. Man sah ihr die Erleichterung an, denn Tanzen ist für sie das Wichtigste.

Zu den bis dahin aufgelaufenen Problemen für die Tanzschule befragten wir in einem Interview Heike Campbell, Managerin der Tanzschule Body Talk und Deutsche Meisterin im Street- u. Showdance.

Heike Campbell hierzu: „Aufgrund der über 7 Wochen anhaltendenden Corona Krise, Absagen der Meisterschaften, gebuchten Hotels und Auftritte waren wir sehr bemüht eine Lösung für uns und Schüler zu finden.

Unsere Trainer z.B. Ashley sind Menschen, die ohne tägliches Tanzen nicht auskommen, vor allem die an Meisterschaften teilnehmenden Schüler sind besonders betroffen.

Es ist mehr als bedauerlich das immer wieder die großen Sportarten wie Fußball oder Institutionen mit Köperkontakt, wie z.B. Nagelstudios, Friseure, etc. den bildenden Kunst- und Kulturstätten, wo man auf Körperkontakt durchaus verzichten kann, vorgezogen werden. Während andere Bundesländer bereits ihre Tanzschulen zumindest unter Einschränkung wieder öffnen dürfen, steht Niedersachsen noch nicht auf dem Plan.

Nachdem ich mit mehreren Politikern direkten Kontakt aufgenommen habe, konnte uns auch hier, nichts Genaueres gesagt werden. Aufgrund dessen habe ich die Initiative ergriffen und nach einer anderen Lösung für unsere Schüler gesucht. Als erstes hatte ich das Gesundheitsamt angerufen und mir wurde gesagt, das ich Kontakt mit der Hotline der Stadt Celle aufnehmen solle.

Dort fragte ich nach ob wir den Sportplatz am Burgzentrum nutzen können, dieses wurde bejahrt sofern wir die Hygieneauflagen, sprich 2 Meter Abstand, etc. einhalten würde, allerdings sollte ich mich zur abschließenden Klärung noch mal direkt mit dem Ernestinum in Verbindung setzen.

Gegen die Nutzung wäre nichts einzuwenden, aber auch hier wurde erneut dazu aufgefordert dieses in Absprache mit den Vereinen, welche den Sportplatz bereits nutzen, zu tun.

Somit haben wir am gleichen Tag noch die Eltern der Schüler informiert, um uns am darauf folgenden Tag für die Hip Hop Stunden der Trainer John und Ashley zu treffen und den Unterricht draußen auf dem Sportplatz nachzugehen, welches wir auch heute wiederholen werden.

Es ging einem das Herz auf nach so langer Zeit endlich wieder einige unserer Schüler, mit strahlenden Augen sehen zu können. Sie haben sich gefreut und waren mehr als motiviert, endlich wieder tanzen zu dürfen. Ein Lichtblick, dennoch hoffen wir, dass der reguläre Unterricht in absehbarer Zeit stattfinden kann.

Wir bedanken uns herzlich für die Möglichkeit und die Zusammenarbeit aller Institutionen, die uns das nun ermöglicht haben.“

Bleibt jetzt abzuwarten, wann das Land Niedersachsen für die Tanzschulen, wenn natürlich auch mit einigen Auflagen und Hygienevorgaben, die derzeitigen Einschränkungen gelockert werden.

Den Kindern, Trainerin und allen anderen auf dem Sportplatz sah man jedenfalls die Erleichterung zu dieser Möglichkeit deutlich an. (bg)

  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409742
    John Campell setzt die verbindlichen Markierungen für die Kids © Bernd Günther
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    Lockerungsübungen mit John Campbell vor dem Training © Bernd Günther
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    Die Trainerin Ashley-Quiana Campbell macht es vor © Bernd Günther
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    Trainerin Ashley mit Vater John Campbell beim Outdoortraining für Streetdance © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409733
    Daumen hoch von der Schülerin für ihre Trainerin Ashley Campbell © Bernd Günther
  • Streetdance-Training unter freiem Himmel – BGPress 1409738
    Die Trainerin und Weltmeisterin im Streetdance und Hip Hop 2018, Ashley-Quiana Campbell © Bernd Günther

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