Vegetationsbrandbekämpfung: Feuerwehr Lehrte trainiert Ernstfall
Seminar vermittelt Theorie und Praxis für dynamische Brände in Wald, Feld und Flur.
LEHRTE (redu) – Die Stadtfeuerwehr Lehrte hat Einsatzkräfte aus fünf Ortsfeuerwehren in der Vegetationsbrandbekämpfung geschult. Nach einem Theorieabend folgten am Samstag praktische Übungen zu Brandentwicklung, Ausbreitung, Handwerkzeugen und unterschiedlichen Löschmöglichkeiten mit Fahrzeugen und Geräten der Feuerwehr.
Die Ausbildung soll auf Einsatzlagen vorbereiten, die durch schnelle Brandausbreitung, schwieriges Gelände, lange Wegstrecken und eine eingeschränkte Löschwasserversorgung geprägt sein können.
Das Seminar zur Vegetationsbrandbekämpfung findet einmal jährlich statt. Die Ausbilder orientieren sich an Schulungsinhalten des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz. Teilnehmer kamen diesmal aus den Ortsfeuerwehren Ahlten, Aligse, Kolshorn, Lehrte und Steinwedel.
Nach der theoretischen Ausbildung an einem Abend folgte am Samstag der praktische Teil. Dabei wurde demonstriert, wie sich ein Brand entwickelt und ausbreitet und wie dynamisch entsprechende Einsatzlagen verlaufen können.
Übungen mit Handwerkzeugen und Löschtechnik
Anschließend trainierten die Feuerwehrleute den Umgang mit verschiedenen Handwerkzeugen. Zudem erprobten sie unterschiedliche Löschmöglichkeiten mit den Fahrzeugen und Geräten der Stadtfeuerwehr Lehrte.
Wie aktuell das Thema ist, zeigen nach Angaben der Feuerwehr vier Vegetationsbrände in der vergangenen Woche. In Ahlten brannte ein Stoppelfeld. Die Ortsfeuerwehr Arpke wurde zu einem Feuer an Bahngleisen und zu einem Brand an einem Fahrbahnseitenstreifen gerufen.
Am Samstag, 15. August 2026, rückte die Ortsfeuerwehr Lehrte zu einem Feuer auf einer Wiese aus. Der Brand hatte sich auf etwa 150 Quadratmeter ausgebreitet, war beim Eintreffen der Einsatzkräfte aber bereits fast erloschen. Die Feuerwehr führte noch Nachlöscharbeiten durch.
Feuerwehr mahnt zu umsichtigem Verhalten
Wegen des anhaltend trockenen Wetters und der sommerlichen Temperaturen bittet die Feuerwehr um umsichtiges Verhalten. Offenes Feuer sowie das Rauchen in Wäldern und auf Wiesen seien verboten. Glimmende Zigaretten oder andere brennende Gegenstände dürften nicht aus Fahrzeugen geworfen werden.
Wer ein Feuer entdeckt, sollte über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren und möglichst genaue Angaben zum Einsatzort machen. Wenn möglich, sollen anrückende Einsatzkräfte an geeigneten Punkten eingewiesen werden.
Für die kommenden Tage sind laut Feuerwehr mehr Niederschläge vorhergesagt. Sie geht deshalb derzeit davon aus, dass sich die Lage zunehmend entspannen wird.









