Krisenfest in die Zukunft: INTERSCHUTZ 2026 setzt Maßstäbe in Hannover
Die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz wächst zur größten INTERSCHUTZ ihrer Geschichte.
HANNOVER (redu) – Die INTERSCHUTZ 2026 wird angesichts weltweiter Krisen und wachsender Sicherheitsanforderungen zur bislang größten Messe ihrer Art. Vom 1. bis 6. Juni präsentieren in Hannover 1.750 Aussteller aus 55 Ländern Innovationen für Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungswesen auf mehr als 118.000 Quadratmetern.
Die Weltleitmesse zeigt, wie sich Einsatzkräfte, Behörden und Industrie auf neue Bedrohungslagen vorbereiten – von Klimafolgen über hybride Krisen bis hin zu digital vernetzten Einsatzsystemen.
Die INTERSCHUTZ 2026 steht wie kaum eine andere Fachmesse für die sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. In Hannover treffen sich Anfang Juni internationale Vertreter aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Politik, Wissenschaft und Industrie, um Lösungen für eine zunehmend komplexe Krisenlage zu präsentieren. Das Fokuswort Bevölkerungsschutz zieht sich dabei durch nahezu alle Bereiche der Messe.
Mit 1.750 Ausstellern aus 55 Ländern sowie einer Rekordfläche von mehr als 118.000 Quadratmetern wächst die INTERSCHUTZ deutlich über frühere Veranstaltungen hinaus. Zum Vergleich: Die bisher größte Ausgabe im Jahr 2015 erreichte rund 107.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die pandemiegeprägte Messe 2022 blieb deutlich darunter.
Dr. Jochen Köckler, CEO der Deutschen Messe AG, beschreibt die Entwicklung der INTERSCHUTZ als tiefgreifenden Wandel. Aus einer klassischen Feuerwehrmesse sei längst eine internationale Plattform geworden, die den Schutz der Bevölkerung in unterschiedlichsten Krisenszenarien in den Mittelpunkt stelle. Unternehmen und Organisationen verstünden sich zunehmend als Systemanbieter für resiliente Strukturen und moderne Gefahrenabwehr.
Neue Herausforderungen im Bevölkerungsschutz
Besonders sichtbar wird dieser Wandel durch Themen wie Zivil-Militärische Zusammenarbeit, Klimafolgen, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Viele Aussteller präsentieren Technologien, die Einsatzlagen schneller analysieren, Kräfte besser koordinieren und Entscheidungen in Echtzeit unterstützen sollen.
Erstmals baut das Deutsche Rote Kreuz in Halle 23 ein mobiles Feldkrankenhaus auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern auf. Besucher können dort erleben, wie medizinische Versorgung unter Krisenbedingungen organisiert wird. Die Präsentation verdeutlicht, wie stark sich der Bevölkerungsschutz inzwischen auch auf großflächige Schadenslagen und internationale Katastropheneinsätze vorbereitet.
Ein weiteres zentrales Thema ist die zunehmende Vernetzung von Einsatzsystemen. Auf dem Smart Public Safety Hub in Halle 16 demonstrieren Unternehmen und Organisationen digitale Lagebilder, automatisierte Kommunikationswege und resiliente Leitstellenlösungen. Ziel ist es, Informationen schneller bereitzustellen und Entscheidungen in dynamischen Einsatzlagen effizienter zu machen.
Auch Forschungseinrichtungen und Fachverbände setzen deutliche Akzente. Vorträge im Convention Center beschäftigen sich unter anderem mit autonomer Robotik, KI-gestütztem Einsatzmanagement und europäischen Entwicklungen im Rettungsdienst.
Internationale Plattform für Einsatzkräfte
Die INTERSCHUTZ wird 2026 erneut zum Treffpunkt internationaler Delegationen. Vertreter aus Australien, den USA, Südamerika, Asien und zahlreichen europäischen Staaten haben ihr Kommen angekündigt. Dazu kommen Feuerwehrchefs aus verschiedenen Weltmetropolen sowie Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Fachverbänden.
Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Premiere feiert das WildfireCamp@INTERSCHUTZ auf dem Freigelände. Experten aus mehreren Ländern diskutieren dort Strategien gegen Wald- und Vegetationsbrände, die infolge trockener Sommer und extremer Wetterlagen weltweit an Bedeutung gewinnen.
Mit dem Höhenretter Pavillon entsteht unter dem EXPO-Dach zudem erstmals ein eigener Bereich für spezialisierte Höhenrettung. Dort findet am letzten Messetag auch der nationale Leistungsvergleich deutscher Höhenretter statt.
Praxisorientiert präsentieren sich ebenfalls die HOLMATRO Rescue Challenge, die LUKAS CRASH DAYS sowie die Mayday Rescue Challenge der Feuerwehr Hamburg. Im Mittelpunkt stehen realistische Einsatzszenarien, Teamarbeit und moderne Rettungstechniken unter Zeitdruck.
Traditioneller Publikumsmagnet bleiben die FireFit European Championships auf dem Freigelände. Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus ganz Europa treten dort in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an und demonstrieren körperliche Fitness sowie einsatztaktisches Können.
Die INTERSCHUTZ versteht sich damit nicht nur als Produktschau, sondern zunehmend als internationale Plattform für Strategie, Ausbildung und Austausch. Gerade vor dem Hintergrund globaler Krisen, geopolitischer Spannungen und zunehmender Naturkatastrophen gewinnt die Messe in Hannover weiter an Bedeutung.










