Tanzstadt Hannover: Neuer Plan stärkt freie Tanzszene
Mit einem neuen Tanzentwicklungsplan will Hannover die Sichtbarkeit und Struktur der Tanzszene stärken.
HANNOVER (redu) – Mit einem neuen Tanzentwicklungsplan will die Landeshauptstadt die Tanzförderung Hannover langfristig ausbauen. Vorgesehen sind bessere Förderstrukturen, neue Ausbildungsangebote sowie zusätzliche Proben- und Aufführungsräume für die freie Tanzszene.
Die Stadt reagiert damit auf wachsende Anforderungen der freien Tanzszene und will Hannover als bundesweit sichtbaren Tanzstandort weiterentwickeln.
Die Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender stellte den ersten Tanzentwicklungsplan am 11. Mai vor. Die entsprechende Beschlussdrucksache wird nun in die politischen Gremien eingebracht. Ziel ist es, die Tanzförderung Hannover strategisch auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen, freien Künstler*innen und Theatern zu stärken.
Entstanden ist das Konzept in einem Beteiligungsprozess mit Tänzerinnen, Choreografinnen, Kulturinstitutionen, Staatsoper Hannover, Schauspiel Hannover und dem Dachverband Tanz Deutschland. Der Plan soll künftig als gemeinsame Grundlage für kulturpolitische Entscheidungen dienen.
Neue Räume für Tanz
Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der freien Szene. Viele Tanzschaffende kämpfen seit Jahren mit fehlenden Proben- und Aufführungsorten. Deshalb sollen bestehende Räume besser vernetzt und langfristig gesichert werden.
Langfristig verfolgt die Stadt die Idee eines Tanzhauses für Hannover. Zunächst ist ein dezentrales Modell vorgesehen, das unter anderem das Tanzhaus Ahrberg, den TanzRaum Faust, die Eisfabrik und das Kulturzentrum Pavillon miteinander verbindet.
Zusätzlich soll die Zusammenarbeit mit Braunschweig über Mittel aus dem TANZPAKT gestärkt werden. Geplant sind gemeinsame Netzwerke und ein digitales Vergabesystem für Probenräume.
Neue Ausbildungswege geplant
Darüber hinaus plant die Stadt eine „BOTTOM UP DANCE SCHOOL“. Das Angebot soll vor allem nicht-akademische Tanzformen fördern und jungen Tänzer*innen den Einstieg in professionelle Strukturen erleichtern.
Bestehende Projekte wie die Nachwuchsförderung CDC von Mónica García Vicente sollen weiterentwickelt werden. Auch die TANZPLATTFORM 2028 soll genutzt werden, um Hannover stärker mit der bundesweiten Tanzszene zu vernetzen.
Eva Bender betonte, dass nicht nur neue Ressourcen entscheidend seien. Wichtig sei vor allem ein bewussterer Umgang mit bestehenden Strukturen. Der Entwicklungsplan solle kurzfristige und langfristige Verbesserungen für die Tanzszene ermöglichen.









