IdeenExpo 2026 in Hannover startet mit Rekordzahl an Ausstellern
Mehr als 330 Aussteller und über 800 Mitmach-Exponate sollen junge Menschen in Hannover für Technik und Innovation begeistern.
HANNOVER (redu) – Einen Monat vor dem Start der IdeenExpo 2026 haben erste Aussteller ihre Mitmach-Exponate vorgestellt. Auf dem Messegelände Hannover sollen vom 20. bis 28. Juni mehr als 330 Aussteller und über 800 interaktive Angebote Technik und Innovation für junge Menschen erlebbar machen.
Die IdeenExpo gilt als Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen und verbindet Berufsorientierung mit praktischen Einblicken in Wissenschaft, Wirtschaft und Forschung.
Die IdeenExpo 2026 in Hannover startet mit einem neuen Ausstellerrekord. Bereits einen Monat vor Veranstaltungsbeginn präsentierten zehn Unternehmen, Verbände und Institutionen im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen erste Mitmach-Exponate für das Technologie- und Innovationsfestival. Die IdeenExpo findet vom 20. bis 28. Juni auf dem Messegelände Hannover statt.
Mehr als 330 Aussteller wollen dabei Technik, Naturwissenschaften und Zukunftsthemen für Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene erlebbar machen. Geplant sind über 800 Mitmach-Exponate, mehr als 900 Workshops sowie zahlreiche Bühnenveranstaltungen auf einer Fläche von über 100.000 Quadratmetern.
Technik zum Ausprobieren
Im Mittelpunkt der IdeenExpo stehen interaktive Angebote, bei denen Besucherinnen und Besucher Technik selbst erleben können. Zu den ersten vorgestellten Exponaten gehört unter anderem ein humanoider Roboter von NiedersachsenMetall. Dieser soll zeigen, wie moderne Robotik künftig in Industrie, Wartung oder gefährlichen Einsatzbereichen eingesetzt werden kann.
Volkswagen kündigte einen „Live Autobau“ an, bei dem Teile eines ID.7 montiert und demontiert werden können. Auszubildende begleiten die Station und erklären technische Abläufe sowie Inhalte ihrer Ausbildung.
Auch die Autostadt beteiligt sich mit einem Ausblick auf Mobilität der Zukunft. Lego-Modelle und ein geplanter „Future Mobility Simulator“ sollen zeigen, wie neue Verkehrskonzepte, nachhaltige Technologien und digitale Entwicklungen künftig zusammenwirken können.
Der Technologiekonzern ZF aus Hannover und Lemförde plant ebenfalls interaktive Anwendungen. Besucherinnen und Besucher sollen dort unter anderem Fahrwerktechnik erleben, einen Zauberwürfel-Wettbewerb gegen eine Maschine antreten oder in einem Versuchsfahrzeug Platz nehmen.
Einblicke in Medien, Industrie und Forschung
Der NDR möchte auf der IdeenExpo einen Blick hinter die Kulissen moderner Medienproduktion geben. Auszubildende zeigen dort, wie Fernseh-, Radio- und Onlinebeiträge entstehen. Ergänzend plant die tagesschau Workshops mit Journalistinnen und Journalisten.
Die Salzgitter AG setzt auf virtuelle Realität und Computerspiel-Technik. Schülerinnen und Schüler können mithilfe einer VR-Brille ein digital nachgebautes Stahlwerk erkunden oder eine virtuelle Brandbekämpfung erleben. Gleichzeitig informiert das Unternehmen über die Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion.
Der Verband der Chemischen Industrie präsentiert gemeinsam mit dem Unternehmen Roquette ein Exponat rund um Saatgut-Tabletten. Dabei soll anschaulich erklärt werden, wie chemische und pharmazeutische Inhaltsstoffe in nachhaltigen Anwendungen genutzt werden können.
Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) stellt verschiedene Zukunftstechnologien rund um Energieversorgung und Untergrundspeicherung vor. Themen wie Tiefengeothermie, Lithiumgewinnung oder CO₂-Speicherung sollen über interaktive Modelle verständlich vermittelt werden.
Bundeswehr erneut vertreten
Auch die Bundeswehr wird erneut auf der IdeenExpo vertreten sein. Auf drei Messeständen sollen technische Entwicklungen, moderne Ausrüstung und berufliche Perspektiven innerhalb der Streitkräfte vorgestellt werden. Ziel sei es, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und Fragen zum Berufsalltag zu beantworten.
Nach Angaben der Veranstalter ist die IdeenExpo inzwischen eine wichtige Plattform für Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung geworden. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nutzen die Veranstaltung, um junge Menschen frühzeitig für technische Berufe und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.
Schule aus Niedersachsen im Finale
Besondere Aufmerksamkeit erhielt bei der Präsentation auch die Haupt- und Realschule Eschershausen. Schülerinnen und Schüler entwickelten dort im Rahmen eines Schulprojekts einen eigenen Hängegleiter und lernten anschließend selbst das Fliegen.
Für das Projekt zerlegte die Gruppe zunächst einen alten Drachenflieger, fertigte Baupläne an und entwickelte daraus ein eigenes Fluggerät. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von regionalen Unternehmen.
Mit dem Projekt steht die Schule im Finale des Schülerwettbewerbs „Ideenfang“ der Stiftung NiedersachsenMetall. Die Sieger sollen während der IdeenExpo 2026 ausgezeichnet werden.
Bedeutung für Niedersachsen
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bezeichnete die IdeenExpo als wichtiges Schaufenster für die Innovationskraft des Landes. Die Veranstaltung verbinde Schulen, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen miteinander und zeige jungen Menschen konkrete berufliche Perspektiven auf.
Auch IdeenExpo-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Volker Schmidt hob die Bedeutung der Mitmach-Exponate hervor. Gerade der direkte Austausch mit Auszubildenden, Studierenden und jungen Fachkräften ermögliche authentische Einblicke in technische Berufe und Ausbildungswege.
Die IdeenExpo zählt nach Angaben der Veranstalter zu den größten europäischen Veranstaltungen ihrer Art. Ziel bleibt es, junge Menschen langfristig für MINT-Berufe, Ausbildungsmöglichkeiten und technologische Entwicklungen zu begeistern.










