Pakt für den Bevölkerungsschutz: DRK fordert stärkere Einbindung in Berlin
Nach dem Kabinettsbeschluss zum Bevölkerungsschutz mahnt das DRK mehr Ausstattung und feste Einbindung der Hilfsorganisationen an.
BERLIN (redu) – Die Bundesregierung hat einen Pakt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes beschlossen. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die Maßnahmen und fordert, anerkannte Hilfsorganisationen künftig stärker in Planungen einzubinden sowie dauerhaft finanziell besser auszustatten.
Das DRK sieht angesichts von Naturkatastrophen, Stromausfällen und veränderter Sicherheitslagen erheblichen Nachholbedarf beim Schutz der Bevölkerung in Deutschland.
Das Deutsche Rote Kreuz bewertet den von der Bundesregierung beschlossenen Bevölkerungsschutz Pakt als wichtigen Schritt zur besseren Vorbereitung auf Krisenlagen. DRK-Präsident Hermann Gröhe erklärte, Deutschland brauche beim Bevölkerungsschutz einen nachhaltigen Kraftakt, da in diesem Bereich erhelicher Nachholbedarf bestehe.
Nach Angaben des DRK seien insbesondere die Sicherstellung der Versorgung und Betreuung im Krisenfall sowie die Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandskraft zentrale Aufgaben. Dafür müssten Hilfsorganisationen wie das DRK langfristig gestärkt werden.
Hilfsorganisationen im Kriseneinsatz
Das DRK ist unter anderem mit Wasserwacht, Bergwacht, Sanitätsdienst und Rettungsdienst in Krisensituationen im Einsatz. Bereits heute beteiligt sich die Organisation mit Erste-Hilfe-Kursen und Ausbildungsangeboten für Pflegeunterstützungskräfte an der Vorbereitung der Bevölkerung auf Notlagen.
DRK-Generalsekretär Christian Reuter erklärte, das Deutsche Rote Kreuz stehe bereit, bestehende Programme deutlich auszuweiten. Voraussetzung dafür seien jedoch eine bessere Ausstattung und eine stärkere Berücksichtigung der anerkannten Hilfsorganisationen bei staatlichen Planungen.
Forderung nach dauerhafter Unterstützung
Das DRK fordert zudem, die vorgesehenen Mittel dauerhaft bereitzustellen und weiter auszubauen. Hintergrund seien unter anderem zunehmende Naturereignisse sowie eine veränderte Sicherheitslage in Europa.
Nach Einschätzung des Verbandes müsse der Bevölkerungsschutz langfristig stärker in den Fokus von Politik und Gesellschaft rücken, um Deutschland besser auf Krisen und Ausnahmesituationen vorzubereiten.






