Wohnungsbrand in Döhren: Zwei Schwerverletzte nach Feuer in Mehrfamilienhaus
Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Hannover-Döhren führte zu umfangreichen Rettungsmaßnahmen und machte das Gebäude unbewohnbar.
HANNOVER (redu) – Bei einem Wohnungsbrand in Döhren sind am späten Donnerstagabend zwei Menschen schwer verletzt worden. In einem Mehrfamilienhaus an der Willmerstraße mussten zudem acht Personen über Drehleitern gerettet werden. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar.
Der Einsatz erforderte umfangreiche Maßnahmen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurde die Alarmstufe frühzeitig erhöht.
Rettung über Drehleitern
Nach Angaben der Feuerwehr stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses in Vollbrand. Bereits während der Anfahrt erhöhte die Regionsleitstelle die Alarmstufe, da zahlreiche Notrufe eingingen.
Die Bewohner der betroffenen Wohnung konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Weil sich heißer Brandrauch über das Treppenhaus in höhere Stockwerke ausbreitete, retteten Einsatzkräfte acht weitere Menschen über Fenster mit zwei Drehleitern.
Wegen der zunächst unübersichtlichen Situation löste die Feuerwehr eine Vorstufe eines Massenanfalls von Verletzten aus. Zusätzlich wurden ein Leitender Notarzt sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst alarmiert. Entgegen erster Einschätzungen mussten schließlich zwei Personen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden.

Löschangriff von mehreren Seiten auch über die Fiedlerstraße © Bernd Günther
Gebäude derzeit unbewohnbar
Mehrere Atemschutztrupps brachten das Feuer rasch unter Kontrolle und verhinderten eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile. Anschließend führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten durch.
Dabei wurden zwei tote Katzen in der Brandwohnung gefunden. Der Energieversorger schaltete das Gebäude stromlos. Aufgrund der starken Rauchausbreitung können die Bewohner derzeit nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr organisierte daher Notunterkünfte für die Betroffenen.
Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle zur weiteren Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.



