Parallele Einsätze in Lehrte: Feuerwehr bei drei Alarmierungen gleichzeitig gefordert
Mehrere Einsatzorte innerhalb kurzer Zeit verlangten am Freitag eine koordinierte Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
LEHRTE (redu) – Mehrere nahezu zeitgleiche Alarmierungen haben am Freitag die Ortsfeuerwehren Lehrte und Ahlten gefordert. Unter dem Einsatzstichwort Parallele Einsätze in Lehrte mussten die Kräfte einen Rettungsdiensteinsatz sowie zwei Verkehrsunfälle auf der Landesstraße 385 und der Autobahn 2 bewältigen.
Innerhalb kurzer Zeit waren Einsatzkräfte an mehreren Stellen im Stadtgebiet und auf wichtigen Verkehrsachsen rund um Lehrte gefordert. Die Ereignisse zeigten die Bedeutung einer flexiblen Einsatzorganisation und einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen.
Am Freitagnachmittag begann die Serie der Alarmierungen mit einer Anforderung der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Lehrte zur Unterstützung des Rettungsdienstes im Stadtgebiet. Während sich die Einsatzkräfte bereits in diesem Einsatz befanden, wurden die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Ahlten zu einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 385 alarmiert.
Unfall an Ampelkreuzung zwischen Ahlten und Lehrte
Im Bereich der Ampelkreuzung der Landesstraße 385 zwischen Ahlten und Lehrte waren zwei Pkw zusammengestoßen. Die Feuerwehr übernahm unmittelbar nach ihrem Eintreffen die Absicherung der Einsatzstelle und stellte den Brandschutz sicher.
Darüber hinaus führten die Einsatzkräfte das Batteriemanagement an den beteiligten Fahrzeugen durch, um mögliche Gefahren durch beschädigte elektrische Systeme auszuschließen. Ausgelaufene Betriebsstoffe wurden abgestreut und aufgenommen, um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu verhindern.
Eine verletzte Person wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von Feuerwehrkräften betreut. Anschließend übernahmen die Rettungskräfte die medizinische Versorgung. Weitere Angaben zur Unfallursache lagen zunächst nicht vor.
Noch während die Maßnahmen auf der Landesstraße liefen, zeichnete sich bereits der nächste Einsatz für die Feuerwehren ab.
Schwerer Lkw-Unfall auf der Autobahn 2
Die Meldung über einen weiteren Verkehrsunfall erreichte die Leitstelle nur kurze Zeit später. Auf der Bundesautobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost und Lehrte war ein Lastkraftwagen auf einen weiteren Lkw aufgefahren.
Nach den bislang vorliegenden, noch unbestätigten Erkenntnissen könnte es sich bei dem vorausfahrenden beziehungsweise stehenden Fahrzeug um einen liegengebliebenen Pannen-Lkw gehandelt haben. Der auffahrende Lastkraftwagen prallte mit seiner Beifahrerseite gegen das andere Fahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses gegen die Leitplanke gedrückt.
Zunächst bestand die Sorge, dass Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt sein könnten. Diese Befürchtung bestätigte sich jedoch nicht. Nach ersten Erkenntnissen erlitt der Fahrer des auffahrenden Lastkraftwagens mittelschwere Verletzungen. Fahrer und Beifahrer des möglicherweise liegengebliebenen Lkw wurden leicht verletzt.
Sperrung der Landesstraße 443 aus Sicherheitsgründen
Bereits auf der Anfahrt bemerkten die ersten Kräfte der Feuerwehr Lehrte Fahrzeugteile, die von der Autobahn auf den Bereich unterhalb der Brücke herabfielen. Aufgrund des Schadenbildes und der zunächst unklaren Lage konnte nicht ausgeschlossen werden, dass eines der beteiligten Fahrzeuge in Brand geraten könnte.
Aus diesem Grund wurde zusätzlich das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Ortsfeuerwehr Ahlten, das sich noch im Einsatz auf der Landesstraße 385 befand, zur Autobahn nachalarmiert.
Vor Ort sicherten die Feuerwehren die Unfallstelle umfassend ab und unterstützten die Rettungsmaßnahmen. Ein Fahrzeugbrand bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die verletzten Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Die Auswirkungen des Unfalls waren erheblich. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es auf der Autobahn 2 zu deutlichen Verkehrsbehinderungen. Zusätzlich musste die unter der Brücke verlaufende Landesstraße 443 zwischen Lehrte und Aligse zeitweise vollständig gesperrt werden.
Hintergrund der Maßnahme waren die bereits herabgestürzten Fahrzeugteile. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Trümmerteile von der Brücke auf die Fahrbahn fallen könnten, entschieden die Verantwortlichen, die Straße vorsorglich zu sperren. Nach einer entsprechenden Erkundung konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.
Für die Ortsfeuerwehren Lehrte und Ahlten bedeutete der Nachmittag eine hohe Belastung. Mehrere Einsatzorte, unterschiedliche Schadenslagen und eine Vielzahl beteiligter Fahrzeuge erforderten eine koordinierte Einsatzführung. Neben den Feuerwehren waren auch der Rettungsdienst sowie die Polizei im Einsatz.



© Bernd Günther

© Senft / Stadtfeuerwehr Laatzen

