Ferienverkehr Niedersachsen: Sicherheitsaktion zum Ferienstart in Hannover
Im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen standen Ablenkung am Steuer, Rettungsgasse und gute Vorbereitung im Mittelpunkt.
HANNOVER (redu) – Kurz vor dem Beginn der Sommerferien haben das Niedersächsische Innenministerium, der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und mehrere Partner in Hannover für mehr Sicherheit auf den Straßen geworben. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion stand der Ferienverkehr Niedersachsen mit seinen besonderen Herausforderungen für Reisende und Rettungskräfte.
Mit dem Ferienbeginn am Donnerstag wird auf den Autobahnen ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Die beteiligten Organisationen appellieren deshalb an Aufmerksamkeit, Rücksicht und eine gute Vorbereitung.
Ablenkung bleibt großes Risiko
Nur zwei Tage vor dem Ferienstart in Niedersachsen und Bremen haben Vertreter des Niedersächsischen Innenministeriums, des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie weiterer Organisationen im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen gemeinsame Empfehlungen für eine sichere Urlaubsreise vorgestellt. Ziel der Aktion ist es, Unfälle zu vermeiden und Reisende auf typische Risiken der Hauptreisezeit vorzubereiten.
Nach Einschätzung der Beteiligten wird in den kommenden Tagen mit längeren Fahrzeiten, vollen Autobahnen und Staus gerechnet. Wer seine Fahrt sorgfältig plant, genügend Zeit einplant und regelmäßige Pausen einlegt, könne Stress und gefährliche Situationen deutlich reduzieren. Ebenso gehören ausreichend Getränke, eine sichere Ladung und ein technischer Fahrzeugcheck vor Reisebeginn zu den wichtigsten Vorbereitungen.
Einen Schwerpunkt der Pressekonferenz bildete das Thema Ablenkung am Steuer. Gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe demonstrierte der ADAC anhand typischer Verkehrssituationen, wie schnell bereits wenige Sekunden Unaufmerksamkeit zu schweren Unfällen führen können.
Ergänzend zeigte die Landesverkehrswacht Niedersachsen einen Ablenkungssimulator. Dabei wurde deutlich, welche Auswirkungen Anrufe, Nachrichten auf dem Smartphone oder andere Tätigkeiten während der Fahrt auf das Reaktionsvermögen haben können.
Gute Vorbereitung erhöht die Sicherheit
Innenministerin Daniela Behrens appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, das Smartphone während der Fahrt konsequent liegen zu lassen, ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten sowie frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden. Rücksicht und Geduld seien insbesondere während des Ferienreiseverkehrs entscheidend.
Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt empfiehlt Reisenden, vor der Abfahrt Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck zu überprüfen. Auch aktuelle Informationen zur Verkehrslage sowie mögliche Ausweichstrecken könnten helfen, entspannter ans Ziel zu gelangen.
Die Autobahn GmbH erinnerte daran, vor Stauenden genügend Abstand einzuhalten. Die Johanniter machten zugleich darauf aufmerksam, dass Einsatzfahrzeuge auf Einsatzfahrten häufig durch Unaufmerksamkeit oder fehlende Rettungsgassen behindert werden. Eine umsichtige Fahrweise trage deshalb wesentlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.




