Großbrand Leer: Schrotthaufen auf Betriebsgelände in Flammen
Feuerwehr bekämpft stundenlang Brand in Schrotthaufen – Bevölkerung soll Fenster und Türen geschlossen halten.
LEER (redu) – Ein Großbrand Leer auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes hat seit der Nacht zu Donnerstag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Ein Schrotthaufen mit Fahrzeugen und Containern brannte. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Löscharbeiten dauerten bis weit in den Donnerstag hinein. Schweres Gerät war erforderlich, um Brandstellen innerhalb des aufgeschichteten Materials zu erreichen und abzulöschen.
Der Großbrand Leer war kurz vor Mitternacht ausgebrochen. Nach ersten Angaben geriet ein großer Schrotthaufen in Brand, in dem sich unter anderem Autos und große Container befanden. Nach ersten Schätzungen der Polizei erstreckte sich das Feuer auf rund 100 Quadratmeter.
Rauchwolke zieht über das Stadtgebiet
Bereits in der Nacht entwickelte sich eine große, weithin sichtbare Rauchwolke. Gleichzeitig kam es zu einer erheblichen Geruchsbelästigung. Bei der Polizei gingen deshalb zahlreiche Notrufe aus dem Stadtgebiet ein.
Nach Angaben der Feuerwehr zog der Rauch zeitweise relativ niedrig in Richtung Leer. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Laut Polizei wurde die Geruchsbelästigung auch in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland wahrgenommen.
Auch dort wurde empfohlen, nach Möglichkeit Fenster und Türen geschlossen zu halten. Als Ursache für den intensiven Geruch wurde das brennende Altmetall auf dem Gelände genannt. Nach Berichten ostfriesischer Lokalmedien wurden wegen der Rauchentwicklung zudem Warnungen über die Warn-Apps NINA und Katwarn verbreitet.

Nach mehr als 8 Stunden zieht am Morgen immer noch dichter Rauch über die Stadt Leer © Cornelia Günther
Schweres Gerät legt Brandstellen frei
Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr war der Aufbau des Schrotthaufens. Feuer und Glut konnten sich innerhalb des aufgeschichteten Materials weiter ausbreiten. Ein oberflächliches Ablöschen reichte deshalb nicht aus.
Der Haufen musste Stück für Stück mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden. Anschließend konnten die freigelegten Bereiche gezielt abgelöscht werden. Noch am Donnerstagvormittag waren Einsatzkräfte mit der Bekämpfung von Glutnestern beschäftigt.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr unter anderem von der Werksfeuerwehr der Meyer Werft aus Papenburg. Sie beteiligte sich mit einer Hochleistungspumpe und einer Hubrettungsbühne mit einer Arbeitshöhe von 51 Metern an dem Einsatz.
Brandursache noch ungeklärt
Nach dem bislang veröffentlichten Stand waren der Polizei keine Verletzten im Zusammenhang mit dem Feuer bekannt. Belastbare Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen bislang ebenfalls nicht vor.
Ungeklärt ist zudem, wodurch der Brand ausgelöst wurde. Eine Untersuchung der Brandstelle ist erst möglich, wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind und der betroffene Bereich untersucht werden kann. Anschließend soll die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernehmen.
Abschließende Angaben zu möglichen Auswirkungen auf die Umwelt oder zur genauen Zusammensetzung des verbrannten Materials liegen bislang nicht vor.





© Bernd Günther



